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Artikel Tagged ‘bruttoinlandsprodukt’

Griechenland: Schluss mit lustig!

18. September 2015 / Aufrufe: 1.294 Keine Kommentare

Der Premierminister der nächsten Regierung in Griechenland wird eine alles andere als beneidenswerte Aufgabe vor sich haben.

5 Diagramme, die zeigen … dass mit den Lügen Schluss ist …

Wer in Griechenland am kommenden Sonntag (20 September 2015) die Wahlen gewinnt, hat eine nicht beneidenswerte Aufgabe vor sich. Anstatt mit den Lorbeeren des Siegers wird der nächste Premierminister – höchstwahrscheinlich entweder Alexis Tsipras von der SYRIZA oder Evangelos Meimarakis von der Nea Dimokratia – mit einer zerstörten Wirtschaft, eine Rekordarbeitslosigkeit und gelähmten Banken belohnt werden.

Die erste Bewertung des dritten Hilfspakets für Griechenland, das von Alexis Tsipras unterschrieben wurde, kurz bevor er die Wahlen ausrief, beginnt im Oktober 2015. Der neue Premierminister wird die Rekapitalisierung der Banken zu beaufsichtigen und den Staatshaushalt und das Programm des Verkaufs staatlicher Vermögenswerte unter Kontrolle zu halten haben. All dies hat er in einem Umfeld mit einer Wirtschaft zu tun, die höchstwahrscheinlich den Druck aus der Verhängung der Kapitalverkehrskontrollen Ende Juni 2015 zu spüren bekommen wird.
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„Kniffe“ des fiktiven Wirtschaftswachstums Griechenlands

14. September 2015 / Aufrufe: 594 Keine Kommentare

Die fünf Kniffe des fiktiven Anstiegs des BIP Griechenlands im zweiten Quartal 2015.

Der in dem Zeitraum zwischen April – Juni 2015 verzeichnete Anstieg des Brutto-Inlandsprodukts (BIP) Griechenlands war auf den … Sand des kurzlebigen Konsums gebaut. Der Anstieg der Aufwendungen für Gehälter und Renten praktisch zum ersten Mal nach einer fünfjährigen Welle der Kürzungen und das eintreffen mehr ausländischer Touristen „blähte“ das BIP wegen des Anstiegs der Konsumnachfrage leicht auf.

Den Konsum stützten auch die massenhaften Abflüsse der Bankguthaben. Im selben Moment, wo der Verkehr in den Handelsgeschäften des Landes anstieg, sanken jedoch die Investitionen mehr als jedes andere Mal in den letzten – mindestens – zehn Jahren, während die Exporte auf den absteigenden Ast zu geraten begonnen hatten.
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Weitere Schrumpfung der Wirtschaft in Griechenland

5. September 2015 / Aufrufe: 409 Keine Kommentare

Die Ökonomen der Eurobank prognostizieren für das zweite Halbjahr 2015 eine weitere Schrumpfung der wirtschaftlichen Aktivität in Griechenland.

Wie die Wirtschaftsanalytiker der Eurobank in dem Wirtschaftsreport der Bank berichten, waren der private Konsum, der öffentliche Konsum und die Netto-Exporte die treibenden Hebel des Anstiegs des BIP im zweiten Quartal (1,73%).

Die Ökonomen schätzen ebenfalls, dass der Rückgang der Investitionen ein Anzeichen für eine wahrscheinliche Schrumpfung der Wirtschaftsaktivität in der unmittelbaren Zukunft darstellt.
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Warum Europa Griechenland retten muss

12. Mai 2015 / Aufrufe: 3.659 6 Kommentare

Für Europa stehen wichtigere strukturelle Werte und strategische Themen als die Frage auf dem Spiel, ob Griechenland es verdient hat, gerettet zu werden.

Das strukturelle Problem, das sich hinter der wirtschaftlichen Krise Griechenlands verbirgt, ist ein griechische Problem: nämlich die verwurzelte Abgeneigtheit des Landes, modernisiert zu werden. Griechenland machte eine lange Periode einer lange andauernden Besatzung durch das Osmanische Reich durch. Seine verfestigten politischen und wirtschaftlichen Netze sind bis in die Tiefe korrupt. Die leistungsorientierte Bürokratie hat sich nicht gezeigt. Trotz der Erosion des Vertrauens in die staatlichen Institutionen hat sich eine Kultur der Abhängigkeit von diesen gehalten.

Man könnte sagen, die Griechen haben sich nicht das Recht verdient, gerettet zu werden. Trotz allem ist Griechenlands Ausscheiden aus dem Euro nicht die beste Wahl, weder für Griechenland noch für die Europäische Union. Gleich ob die Griechen die Hilfe wert sind oder nicht, es ist zum Nutzen Europas, sie zu retten.
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Primärüberschuss 2014 in Griechenland geringer als erwartet

17. April 2015 / Aufrufe: 809 1 Kommentar

Griechenlands Primärüberschuss für 2014 fiel erheblich niedriger als erwartet aus, während die Verschuldung leicht sank, als Prozentsatz des BIP jedoch weiter anstieg.

Gemäß den Daten, welche die nationale Statistikbehörde Griechenlands (ELSTAT) im Rahmen eines übermäßig hohen Defizits bekannt gab und an Eurostat übermittelte, verzeichnete der Haushalt 2014 einen primären Überschuss in Höhe von 0,4% des BIP bzw. 630 Millionen Euro.

Wie sich aus den Daten ergibt, beliefen sich die Aufwendungen der allgemeinen Regierung 2014 auf 88,3 Mrd. Euro und die Einnahmen auf 82 Mrd. Euro, womit die Gesamtbilanz ein Defizit von 6,3 Mrd. Euro bzw. 3,5% des BIP aufweist.
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Griechenlands Verschuldung 2013 bei 319 Mrd Euro

14. August 2014 / Aufrufe: 717 Keine Kommentare

Die öffentliche Verschuldung Griechenlands betrug Ende 2013 insgesamt 319 Milliarden Euro beziehungsweise 175 Prozent des BIP.

Die von den Analytikern Darvas, Sapi und Wolff für Griechenland (wie auch für Irland und Portugal) erfolgte Analyse der Tragfähigkeit der Verschuldung zeigt detailliert, wie viel Geld und wem genau das Land es schuldet.

Auf Basis der Untersuchung der Daten gelangt die Arbeit zu dem Schluss, dass die Verschuldung zwar gemindert ausfallen wird, die Wirtschaften Griechenlands und der beiden anderen wirtschaftlich „schwachen“ Länder aber auch weiterhin für negatives Wachstum, Primärbilanz und Zinsen anfällig bleiben, selbst wenn nicht die schlimmsten Szenarien berücksichtigt werden.
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BIP in Griechenland für zweites Quartal 2012 bei minus 6,2 Prozent

15. August 2012 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 222 Keine Kommentare

Griechenland durchschreitet das inzwischen fünfte aufeinanderfolgende Jahr der Rezession, mit einem Rückgang des BIP im zweiten Quartal 2012 von 6,2%.

Die griechische Wirtschaft schrumpfte im zweiten Quartal 2012 auf Jahresbasis bezogen um weitere 6,2%, was zeigt, dass dem Land noch ein langer Weg bevorsteht, um die Wirtschaftskrise zu überwinden, von der ihm der Austritt aus dem Euro droht.

Die Schrumpfung beruht auf dem steilen Rückgang der Konsumausgaben und Investitionen, als Resultat der sprunghaft steigenden Arbeitslosigkeit, Überbesteuerung und Lohnkürzungen. Die Rezession durchschreitet inzwischen das fünfte aufeinanderfolgende Jahr und treibt die Arbeitslosigkeit auf Rekordhöhen, mit fast 1 von 4 Griechen ohne Arbeit.

Es stellte keine Überraschung dar, wir wussten, dass die griechische Wirtschaft weiterhin heimgesucht wird; hoffen wir, dass es ein Anzeichen ist, dass der Rhythmus der Rezession seinen Tiefpunkt erreicht hat„, meinte Chris Williamson, leitender Ökonom bei Markit, und fügte an: „Hoffen wir, dass das Bild des ersten Quartals 2012 das schlimmstmögliche war und wir fortan eine Verbesserung sehen.

Die vorläufigen Daten, welche die griechische Behörde für Statistik (ELSTAT) am vergangenen Montag (13 August 2012) publizierte, sind nicht saisonbereinigt. Im ersten Quartal 2012 war die griechische Wirtschaft mit einem Rhythmus von 6,5% geschrumpft.

(Quelle: Imerisia)

Zahlungsstopp in Griechenland an Kassen und Lieferanten

25. Juni 2011 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 837 Keine Kommentare

In Griechenland stellt der Zahlungsstopp des Staates insbesondere an Versicherungsträger und Lieferanten seit geraumer Zeit einen Dauerzustand dar.

Der größte „faule Schuldner“ ist in Griechenland nach wie vor der öffentliche Sektor und beraubt den Markt ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, wo die Kreditinstitute schon lange den Finanzierungshahn zugedreht haben, zusätzlich dringend benötigter Liquidität. Laut den Angaben der staatlichen Buchhaltungsabteilung (Γενικό Λογιστήριο του Κράτους) kletterte Ende April 2011 das Kassendefizit der zentralen Regierung auf 9,9 Milliarden Euro. Die Verbindlichkeiten des Staates gegenüber Lieferanten erreichten den Betrag von rund 6,1 Milliarden, wovon etwa 892,2 Millionen Euro auf Verbindlichkeiten der Ministerien entfallen.
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Griechenland unter den fünf größten Waffenimporteuren weltweit

15. März 2010 / Aktualisiert: 02. Mai 2010 / Aufrufe: 706 Keine Kommentare

Laut dem internationalen Friedensforschungsinstitut SIPRI zählt Griechenland weltweit zu den fünf größten Importeuren konventioneller Waffen – zusammen mit China, Indien, Südkorea und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Der Umfang der Waffenverkäufe in der gesamten Welt erhöhte sich im Vergleich zu der vorherigen Periode 2000 – 2004 um 22%. Mehr als die Hälfte aller während der Periode Anfang 2005 bis Ende 2009 weltweit getätigten Waffenverkäufe entfallen auf die USA und Russland, gefolgt von Deutschland und Frankreich.

Ein Viertel des Umfangs der internationalen Waffenverkäufe bezieht sich auf Kampfflugzeuge, wozu das SIPRI anmerkt, dass „die Bestellungen und Auslieferungen dieser möglicherweise destabilisierenden Waffensysteme Beunruhigung über ein Wettrüsten im mittleren Osten, Nordafrika und Lateinamerika auslöse„.
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Fitch Ratings stuft Kreditwürdigkeit Griechenlands zurück

8. Dezember 2009 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 175 Keine Kommentare

Rating GriechenlandDie internationale Ratingagentur „Fitch Ratings“ gab am Dienstag (08.12.2009) die Rückstufung der Kreditwürdigkeit Griechenlands von bisher A- auf nunmehr BBB+ bekannt.

Damit wird Griechenland zum ersten Mal seit 10 Jahren von einer Ratingagentur unter Berufung auf die Verschlechterung der staatswirtschaftlichen Lage mit einem Rating niedriger als A bewertet. Die seitens der Agentur negative Beurteilung der Aussichten bedeutet, dass eine weitere Rückstufung der Kreditfähigkeit Griechenlands nicht auszuschließen ist.

Die Rückstufung reflektiert laut der Fitch Ratings die Beunruhigung hinsichtlich der Beurteilung der mittelfristigen Aussichten für die Staatswirtschaft des Landes angesichts der schwachen Zahlungsfähigkeit der finanzwirtschaftlichen Institutionen und des regulierenden Rahmens in Griechenland. Zusätzliches Gewicht verleihe diesen Faktoren die Ungewissheit bezüglich eines ausgewogenen, aber auch beständigen wirtschaftlichen Aufschwunges in Griechenland.

Das Ziel der Regierung, das Defizit im Jahr 2010 um 3,6% beziehungsweise auf 9,1% des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zu senken, wird von der Agentur als „erreichbar“ bezeichnet. Sie merkt jedoch an, dass das Fehlen substantieller struktureller politischer Maßnahmen den Glauben daran schmälert, dass die mittelfristigen Anstrengungen ausreichend aggressiv sein werden um anfänglich die Stabilisierung der Schulden und im weiteren Verlauf deren Minderung innerhalb der kommenden drei bis fünf Jahre zu gewährleisten.

Nach Einschätzung der Fitch beruhen die Vorschläge der gegenwärtigen Regierung mehr auf Maßnahmen zur Steigerung der Einnahmen und insbesondere der Bekämpfung der Steuerhinterziehung, deren Ergebnis jedoch reichlich unsicher ist, anstatt auf den laufenden Ausgaben, wo das Problem größer ist.

Laut der Fitch basiert etwa die Hälfte der Minderung des Defizits auf außerordentlichen Maßnahmen, während nur ein geringer Anteil an der jüngsten Verschlechterung der finanzwirtschaftlichen Lage des Landes der globalen Krise zugeschrieben werden kann, die insbesondere für die Finanzbranche relativ mild ausfiel.

Schließlich warnt die Fitch, dass das eventuelle Anschwellen der Schulden auf über 120% des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2010 und auf über 125% des griechischen Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2011 die Staatswirtschaft großen Gefahren aussetzen wird.

Die Bekanntmachung der Fitch trieb den Spread bei den staatlichen Obligationen auf 2,30% im Vergleich zu deutschen 10-Jahres-Anleihen und somit auf den höchsten Stand seit dem vergangenen April. Parallel wurde das Signal für Massenverkäufe hauptsächlich von Bankaktien an der Börse gegeben, die bis 15:00 Uhr bereits um 4% gefallen war. Der Kurs der Aktien der Griechischen Nationalbank sank um fast 10%.

Bereits am Montag hatte die Agentur „Standard & Poor’s“ ebenfalls unter Berufung der Verschlechterung der Staatswirtschaft des Landes die langfristige Bewertung „A-“ für Griechenland unter Beobachtung gestellt („Credit Watch“), was möglicherweise weitere negative Komplikationen nach sich ziehen wird.