Archiv

Artikel Tagged ‘bildungswesen’

Unglaubliche Misswirtschaft in Schulen in Griechenland

23. August 2014 / Aufrufe: 1.672 Keine Kommentare

Die Verwaltungskontrolleure in Griechenland stellten in den vergangenen Jahren unglaubliche Missstände im öffentlichen Bildungswesen fest.

Zwei Untersuchungsergebnisse der Körperschaft der Kontrolleure für die öffentliche Verwaltung bringen eine Orgie der Misswirtschaft und Vergeudung menschlichen Potentials im sekundären Bildungsbereich ans Licht.

Die Ergebnisse beziehen sich auf Kontrollen in drei Schulen im Verwaltungsbezirk Pieria im Schuljahr 2012 – 2013 und auf vier Schulen in der Region Ostattika ab 2008 bis 2012. Sie enthüllen unter anderem, dass ein Anteil von bis zu 67% der Lehrkräfte nicht das gesetzlich obligatorische Mindestpensum an Unterrichtsstunden erfüllen.
Gesamten Artikel lesen »

Sparmaßnahmen in Griechenland gefährden Schulsystem

16. August 2011 / Aufrufe: 858 7 Kommentare

In Griechenland zeichnen sich für das Schuljahr 2011 – 2012 infolge der aufgezwungenen radikalen Sparmaßnahmen katastrophale Verhältnisse in den öffentlichen Schulen ab.

Laut der Einschätzung des Staatsekretärs des Bildungsministeriums Vasilis Koulaidis „wird das kommende Schuljahr aufgrund der wirtschaftlichen Krise das schwerste Jahr seit dem Zweiten Weltkrieg sein, und während seiner Dauer werden sich große Lücken einstellen„.

Wie der Staatssekretär gegenüber der Zeitung „To Vima“ erklärte, stellen das größte Problem die zu erwartenden Ausfälle bei der Besetzung der Lehrkraftstellen dar. „In diesem Jahr wird es ungefähr 600 Neueinstellungen geben, während noch gar nicht feststeht, wie viele Lehrer sich pensionieren lassen und aus dem Dienst ausscheiden werden„.

Lehrer in Griechenland quittieren scharenweise den Dienst

Es sei daran erinnert, dass im vergangenen Jahr rund 11.000 Lehrkräfte den Dienst quittierten und für das laufende Jahr mit über 12.000 Abgängen gerechnet wird, da sich die Lehrer sputen, ihre Pensionsansprüche zu sichern und aus dem öffentlichen Dienst auszuscheiden.
Gesamten Artikel lesen »

40 Gymnasiallehrer in Griechenland zu Haft auf Bewährung verurteilt

12. Januar 2011 / Aktualisiert: 16. August 2011 / Aufrufe: 406 Keine Kommentare

In Griechenland wurden 40 Gymnasiallehrer aus Giannitsa wegen Pflichtverletzung und Urkundenfälschung zu 12 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.

Laut dem Urteil der Drei-Richter-Kammer des Strafgerichts Giannitsa akzeptierten die Lehrer während des Schuljahrs 2007/08 von drei Schülern des 2. Allgemeinen Gymnasiums in Giannitsa, an dem die verurteilten Lehrkräfte zu der in Rede stehenden Zeit Unterricht erteilten, die  fristwidrig eingereichten Unterlagen zur Rechtfertigung unentschuldigter Fehlzeiten und veränderten gleichzeitig die Noten der konkreten Schüler für das zweite Halbjahr des Schuljahres, um sie in die nächste Klasse zu versetzen.

Zusammen mit den 40 Gymnasiallehrern saßen der damalige Leiter des lokalen Schulamts sowie ebenfalls vier Ärzte aus der Präfektur Pellas und die Eltern von zwei Schülern auf der Anklagebank. Das Gericht verurteilte schließlich die Lehrer wegen der in Rede stehenden Vergehen zu je 12 Monaten Haft. Ebenso sprach es die Ärzte fallweise der Ausstellung wahrheitswidriger ärztlicher Bescheinigungen und der Anstiftung dazu schuldig und verurteilte zwei der Ärzte zu 18 Monaten Haft und die beiden übrigen Ärzte zu 29 Monaten Haft.

Weiter wurde der Leiter des Schulamts wegen Verleumdung und Beihilfe zur Pflichtverletzung zu 17 Monaten Haft verurteilt, während die Mutter einer Schülerin der Anstiftung zur Ausstellung einer gefälschten ärztlichen Bescheinigung für schuldig befunden und zu 18 Monaten Haft verurteilt wurde.

Die Angelegenheit war vor Gericht gekommen, nachdem der damalige Direktor der Schule und heutige Schulrat von Thessalien Strafanzeige erstattet hatte. Die Angeklagten stritten vor Gericht alle gegen sie erhobenen Beschuldigungen ab. Das Gericht setzte die verhängten Haftstrafen auf Bewährung aus, während die Verurteilten Widerspruch gegen das Urteil einlegten und auf freien Fuß gesetzt wurden. Gegen die verurteilten Ärzte und Lehrer sind außerdem Dienstaufsichtsverfahren anhängig.

(Quelle: in.gr  – 11.01.2011 / APE)