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Die einzigen Privilegierten in Griechenland

17. April 2012 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 817 3 Kommentare

Anstatt den öffentlichen Sektor in Griechenland abzubauen, lässt die Regierung zur Deckung überdimensionaler Besoldungskosten weiterhin die private Wirtschaft zur Ader.

Solange die Gesamtheit der politischen Welt in der veralteten Logik des „Kundenstaates“ gefangen bleibt, die Griechenland in die heutige Situation geführt hat, wird es keine Rettung geben. Tag für Tag werden tausende unserer Mitbürger auf dem privaten Sektor arbeitslos. Und sind außer Stande, wieder Arbeit zu finden. Die (offiziell erfassten) Arbeitslosen zählen mehr als 1 Million, alle aus dem privaten Sektor. Dies geschieht jedoch nicht auf dem öffentlichen Sektor. Der zusammenbrach, bankrott ist, jedoch drückt sich die Regierung vor den notwendigen Reformen, die sie hätte vornehmen müssen.

Charakteristisches Beispiel ist der „Griechische Eisenbahn-Organismus“ OSE. Ein Gesetz über seine angebliche Umstrukturierung und Sanierung wurde vor ungefähr zwei Jahren verabschiedet. Es ist jedoch immer noch nicht in die Praxis umgesetzt worden, weil die gemeinsam zuständigen Ministerien entweder aus Unfähigkeit oder wegen ideologischer Ankylosen die Umsetzung des Gesetzes verhindern. Beim OSE, der den griechischen Steuerzahler mit dermaßen hohen Kosten belastete, wird keine einzige Entlassung erfolgen. Ist das wohl gerecht? Dass die schmerzhaften Kosten, welche heute das griechische Volk bezahlt, ausschließlich und allein der private Sektor übernimmt?
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