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Deutschland schuldet Griechenland 510 Milliarden Euro

14. Oktober 2012 / Aktualisiert: 09. März 2014 / Aufrufe: 6.356 7 Kommentare

Einschlägigen Berechnungen zufolge soll sich die auch nach 70 Jahren unbeglichene Schuld Deutschlands an Griechenland auf 510 Milliarden Euro belaufen.

Laut einem Artikel des Magazins „Epikera“ bezieht sich dieser Betrag ausschließlich auf die Zahlungen, welche die deutschen Eroberer in der Periode der Besatzung aus der griechischen Staatskasse forderten und unter Zwang erhielten.

Als im Frühjahr 1941 Deutschland und danach Italien Griechenland besetzten, war – wie in dem Artikel angeführt wird – von den internationalen Haager Abkommen bereits seit 1907 die von Seite des besetzten Staates erfolgende Entrichtung von Zahlungen für Verpflegung und Unterhalt der Besatzungstruppen vorgesehen. Anfänglich verhängten der deutsche und der italienische Eroberer eine willkürliche Methode der Begleichung der Aufwendungen mit der Ausgabe sogenannter „Besatzungsmark“ und entsprechend „Mediterraner Drachmen“, die sogar nach freiem Gutdünken gedruckt wurden.

Die Verantwortlichen des unter Besatzung stehenden griechischen Staates protestierten gegen den unkontrollierten Umlauf dieser Währung, welche die Griechische Bank den Überbringern gegen die offizielle griechische Währung einzutauschen verpflichtet war. Drei Monate später wurden Besatzungsmark und Mediterrane Drachme schließlich vollumfänglich eingezogen, sodass alle Geschäftsabläufe der Eroberer mit ihren Lieferanten und alle ihre anderen Aufwendungen in Griechenland mittels der Griechischen Bank erfolgten (siehe auch Griechische Bank hat Unmengen Deutsche Besatzungsmark im Keller).
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Griechische Bank hat Unmengen Deutsche Besatzungsmark im Keller

27. September 2012 / Aktualisiert: 30. November 2015 / Aufrufe: 1.114 2 Kommentare

Die Regierung in Griechenland „befasst“ sich erneut mit dem Thema des deutschen Besatzungsgeldes, das in den Kellern der Griechischen Bank gelagert ist.

Auf Beschluss des Finanzministers Georgios Stournaras wechselte die Zusammensetzung – konkret der Vorsitzende – des Ausschusses, dem bereits seit April 2012 die Aufgabe angetragen wurde, einen Vorschlag bezüglich der Aufbewahrung oder nicht des deutschen Besatzungsgelds vorzulegen. Konkret geht es um 14.334.000 Banknoten deutscher Besatzungsmark, die zwischen Mai 1941 und August 1941, also während der ersten Monate der deutschen Besatzung in Griechenland ausgegeben wurden.

Die 14.334.000 Geldscheine in verschiedenen Werten befinden sich in 57 Säcken, die im Tresor des Trägers der Griechischen Bank für den Druck von Banknoten und Wertpapieren viel Platz in Anspruch nehmen. 71 Jahre nach der Einziehung der Deutschen Besatzungsmark verlangte die Direktion für öffentliche Arbeiten der Griechischen Bank von der Direktion für Kapitalbewegung, Kredit- und Wertpapierbürgschaften der staatlichen Rechnungszentrale die Bildung eines Ausschusses in Zusammenhang mit der Überprüfung und Einreichung eines Vorschlags über die weitere Aufbewahrung oder nicht dieser Banknoten mit dem Ziel, in ihrem Tresor Platz zu schaffen.

Praktisch ist die Aufgabe des Ausschusses, der sich aus Bediensteten des Finanzministeriums, Beschäftigten des diplomatischen und historischen Archivs des Außenministeriums und leitenden Funktionären der historischen Archivs der Griechen Bank zusammensetzt, die Vorlage eines Berichts, ob und warum ein Grund zur weiteren Aufbewahrung der 14.334.000 deutschen Besatzungsgeldscheine, deren eventuelle Bereitstellung für andere Zwecke oder ihre Vernichtung einhergeht, da – wie in dem einschlägigen Schreiben der staatlichen Rechnungszentrale angeführt wird –  „ihr Wert heute nur noch historisch ist„.

(Quelle: 24h.gr)