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Griechische Bank hat Unmengen Deutsche Besatzungsmark im Keller

27. September 2012 / Aktualisiert: 30. November 2015 / Aufrufe: 1.114 2 Kommentare

Die Regierung in Griechenland „befasst“ sich erneut mit dem Thema des deutschen Besatzungsgeldes, das in den Kellern der Griechischen Bank gelagert ist.

Auf Beschluss des Finanzministers Georgios Stournaras wechselte die Zusammensetzung – konkret der Vorsitzende – des Ausschusses, dem bereits seit April 2012 die Aufgabe angetragen wurde, einen Vorschlag bezüglich der Aufbewahrung oder nicht des deutschen Besatzungsgelds vorzulegen. Konkret geht es um 14.334.000 Banknoten deutscher Besatzungsmark, die zwischen Mai 1941 und August 1941, also während der ersten Monate der deutschen Besatzung in Griechenland ausgegeben wurden.

Die 14.334.000 Geldscheine in verschiedenen Werten befinden sich in 57 Säcken, die im Tresor des Trägers der Griechischen Bank für den Druck von Banknoten und Wertpapieren viel Platz in Anspruch nehmen. 71 Jahre nach der Einziehung der Deutschen Besatzungsmark verlangte die Direktion für öffentliche Arbeiten der Griechischen Bank von der Direktion für Kapitalbewegung, Kredit- und Wertpapierbürgschaften der staatlichen Rechnungszentrale die Bildung eines Ausschusses in Zusammenhang mit der Überprüfung und Einreichung eines Vorschlags über die weitere Aufbewahrung oder nicht dieser Banknoten mit dem Ziel, in ihrem Tresor Platz zu schaffen.

Praktisch ist die Aufgabe des Ausschusses, der sich aus Bediensteten des Finanzministeriums, Beschäftigten des diplomatischen und historischen Archivs des Außenministeriums und leitenden Funktionären der historischen Archivs der Griechen Bank zusammensetzt, die Vorlage eines Berichts, ob und warum ein Grund zur weiteren Aufbewahrung der 14.334.000 deutschen Besatzungsgeldscheine, deren eventuelle Bereitstellung für andere Zwecke oder ihre Vernichtung einhergeht, da – wie in dem einschlägigen Schreiben der staatlichen Rechnungszentrale angeführt wird –  „ihr Wert heute nur noch historisch ist„.

(Quelle: 24h.gr)