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Artikel Tagged ‘bergrutsch’

Nationalstraße im Tal von Tempi in Griechenland erneut gesperrt

16. Oktober 2010 / Aktualisiert: 02. Juli 2013 / Aufrufe: 196 Kommentare ausgeschaltet

Die Nationalstraße Athen – Thessaloniki in Griechenland wurde im Tal von Tempi am Freitag (15. Oktober 2010) nach einem Steinschlag vorübergehend für den Verkehr gesperrt.

Am Nachmittag des Freitag (15. Oktober 2010) stürzte am nördlichen Ausgang der Nationalstraße 1 / Europastraße 75 aus dem Tal von Tempi (Tempe) in Griechenland bei einem Bergrutsch ein Felsbrocken auf die Straße, was zu einem Unfall mit Sachschaden führte. Die Nationalstraße Thessaloniki – Athen wurde daraufhin im Tal von Tempi umgehend gesperrt und der Durchgangsverkehr bis auf weiteres weiträumig umgeleitet (siehe auch Langfristige Sperrung der Nationalstraße Athen – Thessaloniki bei Tempe).

Der aktuelle Steinschlag ereignete sich auf einem Streckenabschnitt, an dem im Rahmen der erst im Frühjahr 2010 abgeschlossenen Sicherungsmaßnahmen aufgrund der üppigen Vegetation keine Auffangnetze installiert worden waren. Nicht zuletzt angesichts der während der vergangenen Tage verzeichneten und auch für die nächsten Tage erwarteten zum Teil heftigen Niederschläge wurden Geologen und Alpinisten beordert um zu untersuchen, ob die Nationalstraße im Tempi-Tal nach Beseitigung der durch den Steinschlag verursachten Schäden wieder freigegeben werden kann oder möglicherweise länger gesperrt bleiben muss und weitere Sicherungsmaßnahmen erforderlich sind.

Samstagabend  (16.10.2010) wurde nach Auswertung der ersten Ergebnisse  der angestellten Untersuchungen von den zuständigen Behörden und Trägern der Beschluss bekannt gegeben, die Nationalstraße im Tal von Tempi ab 22:00 Uhr Ortszeit zumindest bis auf weiteres wieder für den Verkehr freizugeben.

Straßenblockaden der Bauern in Griechenland kosten Unternehmen in Thessaloniki eine halbe Milliarde Euro

28. Januar 2010 / Aufrufe: 214 Kommentare ausgeschaltet

Die Straßenblockaden der protestierenden Bauern in Griechenland haben die bei der IHK Thessaloniki registrierten Unternehmen bisher fast eine halbe Milliarde Euro gekostet. Diese Angabe geht aus einer Untersuchung der Industrie- und Handelskammer Thessaloniki hervor, welche von dem Unternehmen „Palmos Analysis“ mittels eines strukturierten Fragenkatalogs durchgeführt wurde.

Gemäß dem Ergebnis der Erhebung geben 83% der befragten Unternehmen an, dass die Proteste der Bauern und die an zahlreichen Punkten des nationalen Straßennetzes errichteten Verkehrsblockaden sich auf ihren Geschäftsbetrieb ausgewirkt haben. Die insgesamt für die befragten Unternehmen durch die Proteste verursachte wirtschaftliche Belastung beläuft sich auf durchschnittlich jeweils 20.000 Euro, was auf die Summe aller Mitglieder der IHK Thessaloniki hochgerechnet einen wirtschaftlichen Gesamtschaden von bisher etwa 440 Millionen Euro bedeutet.
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Umleitungen um Tempi in Griechenland sind ebenfalls gefährdet

7. Januar 2010 / Aufrufe: 297 Kommentare ausgeschaltet

Der Professor der Geologie Evthimios Lekkas wies darauf hin, dass auf den Umgehungsstraßen um das für den Straßenverkehr gesperrte Tempi-Tal in Griechenland bei Agia und Elassona ebenfalls Bergrutsche drohen.

Seit der Sperrung der griechischen Nationalstraße Athen – Thessaloniki im Bereich bei Tempi (Tempe) wird der Straßenverkehr weiträumig über Umgehungsstraßen geleitet. Professor Evthimios Lekkas betonte jedoch am Donnerstag in einer Sendung des staatlichen Fernsehanstalt NET, dass diese Straßen „nicht sicher“ sind und im Fall starker Niederschläge auch hier möglicherweise Erdrutsche und Felsschläge analog zu jenen stattfinden werden, die zur Sperrung des Durchbruchtals bei Tempi (Tempe) führten.

Weiter dementierte der Professor an die Öffentlichkeit gelangte Szenarien über eine Beschleunigung der Arbeiten im Tal von Tempi und die Möglichkeit, die Nationalstraße in ungefähr einem Monat für den Verkehr freizugeben. Der Professor der Geologie beharrte darauf, dass die Wiederherstellung des Straßenabschnittes in dem konkreten Bereich wenigstens drei bis vier Monate in Anspruch nehmen werde.

Freigabe der Straße Athen – Thessaloniki bei Tempi rückt in weite Ferne

26. Dezember 2009 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 301 1 Kommentar
Landstraße
Umleitung über Landstraßen nach Sperrung der Nationalstraße 1 im Tal von Tempi

Spezialisten und Wissenschaftler stufen inzwischen das Szenarium, die nach umfangreichen Bergrutschen und Felsschlägen im Tal von Tempi gesperrte Nationalstraße 1 bzw. Europastraße 75 Athen – Thessaloniki in drei oder vier Monaten wieder freigeben zu können, als äußerst optimistisch ein. Einerseits setzen sich die Erdrutsche und Bergrutsche weiter fort, und andererseits wird auf die in ähnlichen Fällen gesammelten Erfahrungen wie beispielsweise in Malakasa verwiesen, wo die Widerherstellung des von erheblich weniger nachhaltigen Erdbewegungen verwüsteten Straßenabschnittes etwa drei Jahre in Anspruch nahm.

Die Verwüstung des im Ausbau befindlichen Abschnittes der griechischen Nationalstraße Athen – Thessaloniki im Tal von Tempi (Tempe) ereignete sich vor inzwischen mehr als einer Woche. Die Bergrutsche und Steinschläge setzen sich jedoch bis heute fort, was darauf hindeutet, dass sich die Erdbewegungen immer noch in Entwicklung befinden. Die ausgedehnten Erdrutsche und Bergrutsche bei Malakasa und auch auf dem Abschnitt der Nationalstraße Korinth – Tripolis im Gebiet bei Paradisia – Tsakonas werden als weniger schwer eingestuft und sind somit nur bedingt vergleichbar. Trotzdem benötigte die Widerherstellung der Straße bei Malakasa fast drei Jahre, während auf der Nationalstraße Korinth – Tripolis die Arbeiten immer noch nicht abgeschlossen sind.

Die Freigabe des gesperrten Straßenabschnittes der Nationalstraße Athen – Thessaloniki im Tal von Tempi rückt folglich zunehmend in die Ferne und Griechenland wird verkehrstechnisch für lange Zeit in zwei Teile geschnitten bleiben. Je nach Fahrtrichtung und Fahrzeugtyp bedeuten die eingerichteten weiträumigen Umleitungen zusätzliche Entfernungen von rund 100 bis fast 200 Kilometern, während sich die Fahrtzeiten von Thessaloniki nach Athen aufgrund der Nadelöhre auf den Umleitungsstrecken in etwa verdoppeln.

Die Behörden werden sich vorerst primär darauf konzentrieren, die zum Teil in einem völlig unzureichenden Zustand befindlichen Landstraßen der vorläufigen Umgehungsstrecken auszubauen, um einem völligen Zusammenbruch des Straßenverkehrs auf der Nord-Süd-Achse vorzukommen. Es gilt allerdings praktisch als gegeben, dass im Fall – bisher glücklicherweise ausgebliebener – stärkerer Schneefälle der Verkehr definitiv zum Erliegen kommen wird.