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Artikel Tagged ‘beitragshinterziehung’

Die schwarzen Löcher im Versicherungssystem Griechenlands

10. Juni 2015 / Aufrufe: 1.409 Kommentare ausgeschaltet

Die Entwicklungen der letzten Jahre haben das Sozialversicherungssystem in Griechenland in eine Grenzsituation geführt und bewirkt, dass es nicht mehr tragfähig ist.

Die ungeheuren Einnahmeverluste, welche im Versicherungssystem Griechenlands die hohe Arbeitslosigkeit, die Beitragshinterziehung und die Senkung der Löhne verursachen, stellen ganz klar ein Thema seiner Tragfähigkeit.

Noch schwieriger wird die Lage wegen der kontinuierlichen Reduzierung der staatlichen Finanzierung, aber auch der Schulden, die an die Sozialversicherungsträger entstanden sind. Resultat dieses seit vier Jahren an mehreren Fronten erfolgenden Angriffs auf das Versicherungssystem ist, dass jeden Monat ein Kampf ausgefochten wird, damit reibungslos die Renten an 2,6 Mio. Rentner gezahlt werden.
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Strafverfahren gegen Bildungskonzern XYNI in Griechenland

5. Januar 2013 / Aktualisiert: 22. Juli 2013 / Aufrufe: 281 Kommentare ausgeschaltet

Gegen den Bildungskonzern XYNI in Griechenland wurde ein Strafverfahren unter anderem wegen Urkundenfälschung und Hinterziehung von Sozialabgaben eingeleitet.

Wegen einer Sache mit gefälschten Versicherungs-Unbedenklichkeitsbescheinigungen, die dem Fiskus einen Schaden von tausenden Euro zufügte, leitete die Staatsanwältin Popi Papandreou gegen die Verantwortlichen des Konzerns Privater Bildungseinrichtungen XYNI ein Strafverfahren wegen des Verbrechens der Fälschung von Urkunden und deren Verwendung ein.

Das Verfahren richtet sich gegen Sofoklis Xyni, seine Ehefrau Athina und seine Tochter Äkaterini, die Mitglieder des Vorstands des Xyni-Konzerns sind, während parallel die Veröffentlichung der Namen der Angeklagten angeordnet und ihnen verboten wurde, das Land zu verlassen. Der Unternehmensgruppe gehören unter anderem die in ganz Griechenland bekannten und staatlich anerkannten privaten Berufsausbildungsinstitute IEK XYNI an.
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Renten in Griechenland nur mit Steuer-ID und Versicherungsnummer

6. August 2012 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 995 Kommentare ausgeschaltet

In Griechenland werden Renten nur noch an Empfänger zur Auszahlung kommen, die sich persönlich mit Steuernummer und Sozialversicherungsnummer ausgewiesen haben.

Ab Oktober 2012 werden in Griechenland die Versicherungskassen keinerlei Rentenleistung (Haupt- oder Zusatzrente) und keinerlei Zulage oder Beihilfe mehr auszahlen, wenn nicht die griechische Steuernummer (AFM) und die griechische Sozialversicherungsnummer (AMKA) der Rentner deklariert worden sind.

Mit einem Eilerlass, den am 01 August 2012 der Minister für Arbeit, Sozialversicherung und Fürsorge Giannis Vroutsis an alle Kassen schickte, setzt er eine Frist von zwei Monaten zur „Identifizierung“ der Berechtigten und der Leistungen und die Aktualisierung der elektronischen Archive, die anschließend zur Durchführung von Kontrollen zur Auffindung sowohl alle jener, die rechtswidrig Renten beziehen, als auch der Empfänger verwendet werden, welche die bezogenen Beträge nicht deklarieren.

Das konkrete Verfahren wird gleichzeitig zur Schaffung einer zuverlässigen elektronischen Datenbank bezüglich der Anzahl der Rentner und der genauen Höhe der bezogenen Renten führen und die Planung für die Kürzungen erleichtern, die sowohl bei den Hauptrenten als auch den Zusatzrenten anstehen.
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Schwarzarbeit in Manufakturen in Griechenland

15. April 2012 / Aufrufe: 717 1 Kommentar

Manufakturen sind in Griechenland Nester der Schwarzarbeit, in denen illegale Immigranten zu asiatischen Löhnen und ohne Versicherung ausgebeutet werden

Zu Beginn des Jahrzehnts 1990 stellte die Bekleidung eine der wichtigsten Branchen der griechischen Wirtschaft dar, mit einem großen Anteil an der Produktion, der Beschäftigung und den Exporten. Seitdem führte die Konkurrenz, welcher die griechischen Produkte sowohl auf dem griechischen als auch dem europäischen Markt aus den Drittländern (hauptsächlich aus der Türkei, Pakistan, Indien, China) begegneten, den Zweig in eine Schrumpfung von bis zu 50%. Laut den Angaben des Verbands der Produzenten von Konfektionsbekleidung (SKEE) sank der Umsatz allein im Jahr 2010 um 16%.

Etliche Industriebetriebe und Manufakturen schlossen oder wanderten in Nachbarländer wie Bulgarien und die ehemalige jugoslawische Teilrepublik Mazedonien ab. „Bankrotte“ Unternehmen der Branche setzen die Produktion mit unversicherten Arbeitnehmern – in der Regel Ausländern – fort, ohne Belege auszustellen und ohne Steuern zu entrichten. Laut den Daten der Kontrolleure der IKA werden rund 50 solcher Manufakturen in den Athener Stadtbezirken Kato Patisia, Nea Ionia, Filadelfia und Peristeri betrieben.

Diese Manufakturen befinden sich im Visier der gemischten Staffeln der Dienststelle für Sonderkontrollen der IKA (EYPEA/IKA-ETAM), der Einheit der Arbeitsinspektoren und der SDOE. Die gemischten Staffeln wurden mit dem Gesetz 3996/2012 zur „Neugestaltung der Einheit der Arbeitskontrolleure“ geschaffen.
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