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Artikel Tagged ‘austerität’

Melkeimer-Syndrom bedroht Griechenlands Wirtschaft

16. Februar 2016 / Aktualisiert: 07. Oktober 2017 / Aufrufe: 934 Kommentare ausgeschaltet

Griechenland scheint von dem Syndrom des Melkeimers besessen zu sein und wieder einmal kurz davor zu stehen, den sich füllenden Milchkübel umzustoßen.

Von der griechischen Zeitung Imerisia nach seiner Einschätzungen in Zusammenhang mit dem Verlauf der griechischen Wirtschaft inmitten der herrschenden politischen Ungewissheit, des Drucks der Gläubiger und der Gefahren, die das Flüchtlingsproblem birgt, antwortete ein wirtschaftlicher Spitzenfaktor: „Griechenland ist von dem Syndrom des … Melkeimers besessen.“ Und damit meinte er natürlich nicht die Viehzüchter, die sich zusammen mit den griechischen Bauern in Aufruhr befinden.

Die selbe Persönlichkeit erinnerte an die volkstümliche Redensart: „Sobald der Melkeimer mit Milch gefüllt ist, versetzt die Kuh ihm einen Tritt und kippt ihn aus„, wozu er sagt: „Wissen Sie, auch die Deutschen bedienen sich einer ähnlichen Phrase und sagen: Was hilft’s, dass die Kuh viel Milch gibt, wenn sie den Kübel umstößt?
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Griechenlands Wirtschaftskrise wird zu endloser Odyssee

8. Januar 2016 / Aktualisiert: 06. Februar 2017 / Aufrufe: 3.792 9 Kommentare

Die wirtschaftliche Krise Griechenlands setzt sich wie eine endlose Odyssee fort und es steigen neue Ängste vor gesellschaftlichen Unruhen auf.

Wenn Stavros Staikos an das vor ihm liegende neue Jahr denkt, bringt er Angst zum Ausdruck. Obwohl er von seiner Natur her stoisch ist, tut der im Ruhestand befindliche Seemann der Handelsmarine sich schwer, sein Land und seine eigene Situation optimistisch zu sehen.

Es ist schwer, optimistisch zu sein„, meint Stavros Staikos, während er darauf wartet, an die Reihe zu kommen um in der zentralen Athener Geschäftsstelle des Verbands der Verbraucher und Kreditnehmer wirtschaftliche Ratschläge zu bekommen. „Wer hätte sich vorgestellt, hier anzugelangen? Wer hätte sich vorgestellt, dass ich mit meinen 63 Jahren Angst haben würde, meine Wohnung zu verlieren?
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Griechenlands Lage wird auch 2016 nicht besser werden

9. Dezember 2015 / Aktualisiert: 06. Februar 2017 / Aufrufe: 1.482 1 Kommentar

Alles deutet darauf hin, dass die Dinge sich im Jahr 2016 für Griechenland keinesfalls verbessern, sonder erneut weiter verschlimmern werden.

Seitdem Sotiris Alexopoulos 2010 seine Arbeit verlor, hilft er den Verzweifelten und Mittellosen, die der wirtschaftliche freie Fall Griechenlands schuf. In diesem Jahr begann er, sich auch um eine neue Gruppe Verfolgter zu kümmern: nämlich die zu tausenden im Hafen von Piräus eintreffenden Flüchtlinge.

Wir sind wie sie, wir hatten die selben Bedürfnisse„, meinte der 65-jährige Sotiris Alexopoulos, während er half, Essen und Kleidung an die ungefähr 1.400 Personen die verteilen, die in der Nacht mit einem Schiff von Mytilini, dem Zugangspunkt nach Europa, angereist waren. „Wir sind die Armen, die etwas tun, um sich selbst zu helfen.
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Griechenland: Alles ändert sich … und Alles bleibt beim Alten

30. November 2015 / Aufrufe: 1.791 2 Kommentare

Griechenland darf keine hohen Rhythmen eines tragfähigen wirtschaftlichen Wachstums erwarten, solange dieses auf Konsum und geliehenem Geld basiert.

In Griechenland freut man sich, weil die Wirtschaft in diesem Jahr stagnieren und im nächsten Jahr leicht rezessiv sein wird. Die Essenz ändert sich jedoch nicht. Trotz der Verkündigungen sind die Aussichten auf ein tragfähiges Wachstum trübe.

Die meisten Analysten sind sich einig, dass die Beseitigung der makroökonomischen Ungleichgewichte der griechischen Wirtschaft einen notwendigen, jedoch nicht auch tauglichen Pakt für ihre Rückkehr auf einen Wachstumskurs darstellt.
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Haben die Dschihadisten auch die Austerität „gekillt“?

20. November 2015 / Aktualisiert: 07. Oktober 2017 / Aufrufe: 807 Kommentare ausgeschaltet

Die Terroranschläge der Dschihadisten in Frankreich haben möglicherweise sozusagen als Kollateralschaden auch die Austerität in Europa getötet.

Neben allem anderen scheint auch die von dem sogenannten Stabilitäts- und Wachstumspakt (bzw. Euro-Stabilitätspakt) auferlegte fiskalische Orthodoxie einen „Kollateralschaden“ der Terroranschläge in Paris darzustellen:

Frankreich erklärte mittels des Mundes des Präsidenten Hollande und des Ministerpräsidenten Valls kühn, es werde die Zielvorgabe für die Senkung des fiskalischen Defizits unter 3% des BIP im Jahr 2017 nicht erreichen, weil es die Aufwendungen für die Bekämpfung des Terrorismus (mit erstem Schritt die 17.000 Neueinstellungen bei den Sicherheitskräften) steil anzuheben beabsichtigt, ohne nach sogenannten … Äquivalenten zu suchen und anderswo Ausgaben zu kürzen.
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Eine zweite Karte für Griechenland!

14. November 2015 / Aufrufe: 1.019 1 Kommentar

Die politischen Entwicklungen in Portugal könnten Griechenlands Regierung zumindest temporär eine weitere Karte in den Verhandlungen mit seinen Gläubigern bescheren.

Je mehr „starke“ Karten ein Land in seiner Hand hat, wenn es mit seinen Gläubigern verhandelt, um so besser ist das. Dies gilt spezieller für Griechenland, das nach dem Flüchtlingsthema auch noch eine andere Karte in seinen Händen hält.

Wir haben in der Vergangenheit betont, dass das Flüchtlingsthema mit der Gefahr als gegeben, dass eine große Anzahl von Immigranten und Flüchtlingen in Griechenland (gegen ihren Willen …) eingeschlossen werden wird, was wiederum gesellschaftliche Spannungen entfachen und die wirtschaftliche Last steigern könnte, eine potentielle Bedrohung darstellt.
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Warum auch diese Regierung Griechenlands scheitern wird

31. Oktober 2015 / Aufrufe: 1.682 7 Kommentare

Selbst wenn Griechenlands Verschuldung auf magische Weise verschwände, würde es wegen seiner strukturellen Probleme wieder in die selbe Lage wie 2010 gelangen.

Die von der OECD bekannt gegebenen Angaben zu Griechenland sind erschütternd. Der Rückgang des Pro-Kopf-BIP seit 2007 bis 2015 erreichte 27,5%. Die Arbeitslosigkeit bleibt auf sturmgepeitschten Höhen und es wird erwartet, dass sie (nach dem im Gang befindlichen Steuergewitter) noch weiter ansteigen wird.

Inzwischen nähern wir uns dem Jahr 2016 und gibt es nicht nur keine Aussicht auf einen Aufschwung, sondern es ist sicher, dass das Gefälle sich – vielleicht noch steiler – fortsetzen wird. Während der Dauer des kommenden Jahres werden wir mit den beiden erschreckenden „Dreißigern“ flirten: kumulativer Rückgang des BIP um 30% und 30% Arbeitslosigkeit, bei den jungen Leuten doppelt so hoch. Dies sind Zahlen, denen man in Ländern nach einem Krieg und speziell nach einem Krieg begegnet, den sie verloren haben.
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Auswirkungen der Griechenland-Krise bedrohen Europas Demokratie

30. Oktober 2015 / Aktualisiert: 06. Februar 2017 / Aufrufe: 2.331 3 Kommentare

Die größte Bedrohung für das Überleben der Eurozone stellen die speziell anlässlich der Krise in Griechenland demonstrierten zunehmenden Defizite an Demokratie dar.

Eines nachts, am 20/21 August 1968, drangen die fünf Länder des Warschauer Pakts unter der Führung der UDSSR in die Tschechoslowakei ein und stürzten die reformatorische Regierung unter Alexander Dubcek.

Dubceks Regierung hatte zum Ziel, einen „Sozialismus mit einem humanen Gesicht“ zu etablieren. Im April 1968 gab er einen „Aktionsplan“ bekannt, der die Redefreiheit wieder zurück brachte und die Kontrolle der Industrie durch den Staat abschaffte. Die daraufhin folgende Periode der gesellschaftlichen und demokratischen Reform wurde als „Prager Frühling“ bekannt.
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Angst vor gesellschaftlichen Explosionen in Griechenland

27. Oktober 2015 / Aktualisiert: 06. Oktober 2017 / Aufrufe: 4.000 4 Kommentare

Die Belastbarkeit der Bürger in Griechenland ist mittlerweile ausgeschöpft und es stellt sich die berechtigte Angst vor gesellschaftlichen Explosionen ein.

Das Maximou (Anmerkung: gemeint ist der Regierungssitz bzw. die Regierungszentrale) befindet sich dem größten „Gegner“ gegenüber, mit dem eine Regierung es zu tun bekommen könnte, und dieser ist nichts anderes als die ständig zunehmende Unzufriedenheit des Volkes.

Die Flitterwochen der neuen Regierung in Griechenland sind schon lange vorbei, es ist die schwere Stunde der Umsetzung der härtesten Maßnahmen gekommen, die Premierminister Alexis Tsipras mit dem Institutionen vereinbart hat, und die Epoche, in der die Bürger an Demonstrationen zu seiner Unterstützung im „Kampf“ gegen die Gläubiger teilnahmen, ist endgültig Vergangenheit.
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Neue Maßnahmen könnten Griechenland „nur“ 3,5 Prozent des BIP kosten

14. Oktober 2015 / Aufrufe: 402 Kommentare ausgeschaltet

Die Eurobank schätzt, die neuen Austeritätsmaßnahmen könnten Griechenland diesmal nur 3,5 Prozent des BIP kosten, allerdings unter signifikanten Vorbehalten.

Während die im Rahmen der beiden vorherigen Rettungsprogramme in Griechenland umgesetzten Austeritäts-Maßnahmen die kumulative Schrumpfung der inländischen wirtschaftlichen Aktivität in der Periode 2010 – 2014 (um über 25 Prozentpunkte des BIP) voll und ganz zu erklären scheinen, schätzt eine Analyse der Eurobank ein, dass erwartet wird, dass das neue Maßnahmenpaket eine mildere Netto-Auswirkung haben wird, die kumulativ auf („nur“) 3,5 Prozentpunkte des BIP veranschlagt wird.

Wie in der Analyse angeführt wird, geht die obige Einschätzung allerdings von der Annahme aus, dass keine zusätzlichen fiskalischen Maßnahmen (also abgesehen und über die bereits im Vorentwurf des neuen Haushaltsplans für 2016 umfassten hinaus) ergriffen werden, um wahrscheinlichen Abweichungen von den (mit den „Institutionen“) vereinbarten fiskalischen Zielvorgaben für die Jahre 2015 und 2015 zu begegnen.
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