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Artikel Tagged ‘austerität’

Deutsche Fiesta auf den Ruinen Griechenlands

16. April 2014 / Aufrufe: 1.629 4 Kommentare

Ist es vielleicht gar nicht die griechische Regierung, sondern Bundeskanzlerin Merkel, die mit dem Marktgang Griechenlands ihre eigene Success Story verkaufen will?

Der Buhmann der „internationalen Märkte“ trat seit 2010 nachhaltig in unser Leben ein. Es waren die „Märkte“, die uns kein Geld mehr liehen, die vor uns die Türen schließen würden, die uns nicht vertrauten, auf die wir setzten um ihre Zuverlässigkeit zu gewinnen, jene, die uns jetzt mit offenen Armen erwarten und Griechenland als ein … Eldorado der Gelegenheiten betrachten.

Während das Land – ob es wollte oder nicht – in die Krallen der Troika getrieben wurde, sprach der damalige Premierminister Georgios Papandreou (am 06 Mai) von den … Bubis der Wall Street, die sogar auch staatliche Wirtschaften untergraben, welches Thema vier Monate später auch bei seiner Begegnung mit Obama angeschnitten wurde:
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Bürger in Griechenland bezahlten die Austerität teurer als andere

16. März 2014 / Aufrufe: 876 2 Kommentare

Laut einem Bericht des IWF bezahlten in Griechenland die Bürger die Austerität sehr viel teurer als in anderen Ländern, die ebenfalls Konsolidierungsprogramme umsetzten.

Ein Bericht des Internationalen Währungsfond mit Titel „Volkswirtschaftliche Politik und Einkommensungleichheit“ stellt fest, dass die von Griechenland umgesetzten Austeritäts-Maßnahmen eine unangemessen hohe Auswirkung auf die ärmsten 10% der Bürger des Landes hatten, weil die griechische Regierung einen primären Schwerpunkt auf die überproportionale Besteuerung speziell der niedrigeren Einkommen setzte.

Die Analytiker des Fonds vertreten, obwohl das griechische Programm auf progressiven Kürzungen und Steuern basierte, welche die größte Last der Konsolidierung zu den höheren gesellschaftlichen Schichten verschoben, waren die Kosten für die ärmsten 10% der Bürger im Verhältnis zu den mittleren Einkommen unverhältnismäßig hoch.
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Troika will keine Rückkehr Griechenlands an die Finanzmärkte

14. März 2014 / Aktualisiert: 15. Mai 2017 / Aufrufe: 1.120 4 Kommentare

Laut einem Bloomberg-Artikel will die Troika nicht, dass Griechenland an die Finanzmärkte geht, zumal ihr Einfluss auf Premierminister Antonis Samaras bereits abnimmt.

Ein Artikel der Agentur Bloomberg führt an, die Troika sehe die Rückkehr Griechenlands an die Finanzmärkte negativ, da sie einen Rückfall in die Praktiken befürchtet, die zu der Krise führte.

Die Agentur beruft sich auf einen europäischen Amtsträger, der vertritt, der einzige Weg zur Sicherstellung der Fortsetzung der Reformen durch Griechenland sei die Gewährung eines neuen Kredits, der von strengen Bedingungen volkswirtschaftlicher Besonnenheit begleitet sein wird. Laut Bloomberg hat jedenfalls nach der Erzielung des – umstrittenen – primären Haushaltsüberschusses der Einfluss der Troika auf den griechischen Premierminister Antonis Samaras bereits zu schwinden begonnen.
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Griechenland: Barbie kommt wieder – Success Story No 2

9. März 2014 / Aufrufe: 751 1 Kommentar

Laut Alexis Tsipras bereitet in Griechenland die Regierung Samaras in Abstimmung mit Berlin für die Europawahl 2014 die imaginäre Success Story No 2 vor.

Vor einer Konferenz der Organisationen und Funktionäre der SYRIZA in Attika sprechend brachte Alexis Tsipras die Einschätzung zum Ausdruck, die Regierung Samaras schicke sich nach einer – wie er meinte – mit Angela Merkel über die Wahlkampfperiode getroffenen Absprache an, im Vorfeld der Wahlen im Mai 2014 mit der Bestätigung „eines gewissen primären Haushaltsüberschusses“ und einem Gang Griechenlands an die Finanzmärkte wieder „die … Barbie der Success Story“ aufzubauen.

Herr Tsipras charakterisierte speziell die anstehende Europawahl als kritisch für Europa und ein Thema über „Leben oder Tod“ für Griechenland. Weiter stellte er vier Dilemmata, auf die – wie er meinte – all jene zu antworten haben, die im kommenden Mai die Stimme der Völker Europas haben wollen.
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Troika agierte in Griechenland wie ein Schlachter

16. Februar 2014 / Aufrufe: 1.205 2 Kommentare

Laut dem EU-Abgeordneten Alejo Cercas handelte die Troika wie ein Metzger, während EU und Eurogruppe sich benahmen, als ob Europa ein Gläubiger-Club sei.

Die Troika „agierte eher wie ein Schlachter als ein als Chirurg„, meinte charakteristisch der Referent des Berichts des Europa-Parlaments über die Rolle der Troika und Europa-Abgeordnete der Sozialisten, Alejandro Cercas, und sprach von einem „gesellschaftlichen Tsounami“, den die Memoranden in den Ländern verursachten, in den sie umgesetzt wurden.

Weiter lastete er der EU und der Eurogruppe schwere Verantwortungen an, gehandelt zu haben, „als ob Europa ein Gläubiger-Club wäre„, und forderte einen Plan für den konjunkturellen Aufschwung speziell in den Memorandums-Ländern.
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In Griechenland umgesetzte Austerität ist katastrophal

15. Februar 2014 / Aufrufe: 987 Kommentare ausgeschaltet

Die OECD gesteht ein, speziell auch in Bezug auf Griechenland falsche Einschätzungen und Prognosen über die Krise und deren Auswirkung angestellt zu haben.

In ihrem Bericht mit dem Titel „Die Prognosen des OECD während und nach der Wirtschaftskrise: Die Obduktion“ spricht die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) von falschen Berechnungen bezüglich der in Bezug auf die Entwicklung des Brutto-Inlandsprodukts (BIP) in ihren Mitgliedsländern.

Konkret gesteht die OECD ein, den Grad der Übertragung der Wirtschaftskrise falsch einschätzte zu haben, und merkt an, ihre Einschätzungen bezüglich des Wachstums in der Periode 2008 – 2012 waren nicht richtig.
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Das deutsche Rätsel

25. Januar 2014 / Aufrufe: 3.347 4 Kommentare

Das Bismarcksche Wachstumsmodell kann für Deutschland nur so lange funktionieren wie Länder wie Griechenland es nicht schaffen, wie Deutschland zu werden.

Als der Tsunami, der das nordöstliche Japan heimsuchte, den Atommeiler in Fukushima zerstörte und die japanische Industrie für viele Monate in die Knie zwang, traf die deutsche Kanzlerin in kurzen Verfahren einen mutigen Beschluss: Die deutsche Regierung würde nicht nur die Pläne für den Ausbau der Atomkraftwerke ad acta legen, sondern zusätzlich alle existierenden Atommeiler im ganzen Land schließen. Obwohl dieser Beschluss von der Partei der Grünen begrüßt wurde, traf er voll die Pläne zur Reduzierung der Emission von Kohlendioxid (und anderen Abgasen, die das Treibhaus-Phänomen verursachen) und erhöhte parallel die Energiekosten.

Unter anderem waren die Resultate der Abschaffung der Atomkraftwerke zwei: Erstens stiegen langfristig die Energiekosten (in einem Maß, dass die energieintensive deutsche Industrie heute die Energie doppelt so hoch wie die französische Konkurrenz bezahlt). Zweitens gingen die Pläne für die Reduzierung des Ausstoßes umweltschädlicher Emissionen den Bach hinunter, da Deutschland gezwungen ist, die Atommeiler durch neue umweltverschmutzende Kraftwerke zu ersetzen, die Kohle oder Erdgas verbrennen (das zwar weniger Schadstoffe erzeugt, jedoch die Abhängigkeit Berlins von Herrn Putin steigert).
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Griechenland: Troika ist außer Kontrolle und illegal

7. Januar 2014 / Aktualisiert: 24. August 2018 / Aufrufe: 4.083 3 Kommentare

Im Vorfeld seines Besuchs in Griechenland erklärte EU-Parlamentarier Liem Hoang Ngoc, die Troika unterliege keinerlei Kontrolle und sei illegal.

Die „Werke und die Taten“ der Troika in Griechenland werden die Mitglieder des Ausschusses für Wirtschaftsthemen des Europa-Parlaments untersuchen, die in dieser Woche in Athen eintreffen werden. „Die Völker und die gewählten Vertreter haben die Pflicht, sich zu widersetzen. Die Troika muss aufgelöst werden. Die repräsentative Demokratie muss in Europa wiederhergestellt werden„, meint der französische Europa-Parlamentarier Liem Hoang Ngoc. In seinem Gepäck hat er auch die Überlegung, dass „die Troika die extremste Äußerung des demokratischen Rückschritts in Europa ist„.

Die beiden die Untersuchung leitenden Europa-Abgeordneten sind Othmar Karas (ELK, Österreich) und Liem Hoang Ngoc (Sozialisten und Demokraten, Frankreich), die alle Länder besuchen werden, die sich unter dem Status eines Memorandums befinden. Am Montag werden sie nach Lissabon reisen und am Mittwoch (08 Januar 2014) in Athen eintreffen, während ihr Programm auch die Stationen am 10 – 11 Januar in Zypern und am 16 – 17 Januar in Irland umfasst.
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Griechenland: von der Depression zur Explosion

27. Dezember 2013 / Aktualisiert: 27. Januar 2019 / Aufrufe: 7.664 6 Kommentare

Griechenland wird inzwischen weltweit den Staaten mit dem höchsten Risiko zugeordnet, denen eine gesellschaftliche Explosion droht.

Wo soll man beginnen und wo soll man aufhören, inmitten dieses Gewitters der tragischen Nachrichten, die unseren Alltag bombardieren und die Szenerie der absoluten Trübsal gestalten, in die wir von Tag zu Tag versinken?

„Neu-Obdachlose“, Suizide, Armut, Beschneidung sogar auch der Mindestrenten, Zwangsversteigerungen, in Flammen aufgehende Häuser … und wer (bis) 2014 durchhält.
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Welche ist die Zukunft der griechischen Wirtschaft?

27. Dezember 2013 / Aktualisiert: 08. Juni 2015 / Aufrufe: 1.436 Kommentare ausgeschaltet

Trotz der ungeheuren Opfer der Bevölkerung in Griechenland ist die Wirtschaft des Landes von einem substantiellen Aufschwung noch weit entfernt.

Während die griechische Wirtschaft im laufenden Jahr (2013) auf eine Schrumpfung von 4% zusteuert, wird sie 2014 möglicherweise zur Stagnation oder sogar einem bescheidenen Wachstum zurückkehren. Die gute Nachricht ist, dass die aus den zweiten Parlamentswahlen des Jahres 2012 hervorgegangene Regierung standhaft geblieben ist und inzwischen keine Diskussionen mehr über ein Ausscheiden Griechenlands aus der gemeinsamen Währung zu hören sind.

Die gesellschaftlichen Kosten der von den Gläubigern aufgezwungenen Austerität sind jedoch enorm. Das Lebensniveau der Bevölkerung ist steil gesunken, die Arbeitslosigkeit übersteigt 25% und die griechische Wirtschaft ist um 25% kleiner, als sie vor der Krise war. Hat sich diese Angleichung also gelohnt?
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