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Fünf Polizisten wegen Häftlingsmisshandlung in Griechenland verhaftet

3. Januar 2010 / Aufrufe: 135 Keine Kommentare

Zwei Polizisten und drei Beamte der speziellen Bewachungseinheit der Polizei in Griechenland wurden wegen Machtmissbrauch und Folterung eines Häftlings festgenommen. Der besagte Häftling war am Neujahrstag schwer verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert worden.

Konkret handelt es sich um einen 24-jährigen Unterhauptwachtmeister zweiten Ranges, der des Machtmissbrauchs beschuldigt wird, zwei Beamten der speziellen Bewachungseinheit im Alter von 27 und 28 Jahren, die der Häftlingsmisshandlung beschuldigt werden, sowie auch um einen 23-jährigen Polizisten und einen 27-jährigen Beamten der Bewachungseinheit, die wegen einfacher Mittäterschaft bei der Folterung festgenommen wurden.

Die festgenommenen Polizeibeamten wurden am Samstagmorgen (02. Januar 2010) dem Staatsanwalt des Strafgerichts Athen vorgeführt. Die Führung der griechischen Polizei hat gegen die festgenommenen Polizisten wegen der vorstehend aufgeführten Straftaten ein Untersuchungsverfahren eingeleitet, wobei die Strafe der Entfernung aus dem Polizeidienst gefordert wird.

Vorausgegangen war eine von dem Leiter der griechischen Polizei Lefteris Ikonomou befohlene Voruntersuchung. Aus der Untersuchung ergab sich, dass sich am Silvestertag 2009 ein auf dem Polizeirevier Akropolis in Athen in vorläufiger Haft befindlicher 30-jähriger Ausländer chilenischer Staatsangehörigkeit energisch bei dem Wachhabenden der Arrestzelle beschwerte, damit dieser ihm ein Telefonat ermögliche.

Der Wachhabende soll gewalttätig reagiert haben. Als der Ausländer dem Wächter mit der Frage nach dem Grund für die empfangenen Schläge Gegenwehr leistete und an eine Wand drückte, eilte ein weiterer Beamter der speziellen Bewachungseinheit hinzu, prügelte erneut auf den unglücklichen Chilenen ein und fügte ihm schwere Verletzungen zu. Die übrigen festgenommen Polizeibeamten waren gegenwärtig, griffen jedoch weder ein noch meldeten sie den Vorfall.

Der diensthabende Unterhauptwachtmeister wiederum setzte zwar gegen den Ausländer eine Klage wegen versuchter Flucht, Beschimpfung und Körperverletzung auf, verzichtete jedoch auf eine gründliche Untersuchung des ganzen Vorfalls. Dies hatte zur Folge, dass die Polizisten anfänglich nicht für die Verletzung des Häftlings verantwortlich gemacht wurden.

Die beiden Wachbeamten, die beschuldigt werden, den unglücklichen Ausländer verprügelt zu haben, bestehen darauf, dass der Häftling zu entfliehen versucht, die beiden Beamten angegriffen und sie daraufhin reagiert hatten.

Der Chilene war am 23. Dezember 2009 wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetzes festgenommen worden, da er mit einer Eisenklinge einen Bürger angegriffen haben soll. Am nächsten Tag war er dem Staatsanwalt des Strafgerichts Athen vorgeführt worden, der einen mündlichen Verhandlungstermin für den 08. Januar 2010 bestimmte. Weil der Chilene keine Aufenthaltsgenehmigung für Griechenland hatte, blieb er in Arrest, um gegen ihn das Verfahren der amtlichen Abschiebung einzuleiten.

Den schwer verletzten Chilenen besuchten im Krankenhaus der Generalsekretär des Ministeriums für Bürgerschutz Grigoris Tasoulas und der Leiter der griechischen Polizei, um sich über den Gesundheitszustand des Verletzten zu informieren.

Strenge Warnung seitens des Ministers Michalis Chrisochoidis

Äußerst heftig reagierte der Ministers für Bürgerschutz Michalis Chrisochoidis, der eine strenge Warnung aussprach, dass derartige Handlungen der Barbarei nicht hingenommen und die Schuldigen exemplarisch bestraft werden.

Am Silvestertag wurde auf dem Revier Akropolis von einigen unmenschlichen und gesinnungslosen Polizisten ein Häftling zum Boxsack umfunktioniert. Gemäß allen verfügbaren Informationen wurde er in ein Krankenhaus eingeliefert und befindet sich dort in Behandlung, nachdem er gefoltert und geprügelt wurde.

Ich möchte eine eindeutige Botschaft an jeden uniformierten Bediensteten, aber auch jeden in unserem Land wohnenden Mitmenschen schicken, gleich ob Grieche oder Ausländer. Der Machtmissbrauch, die Folterungen und die Verspottung der menschlichen Würde sind Anzeichen der Barbarei. Einer Barbarei, die unmittelbar die Prinzipien des Rechtsstaates, der Demokratie und die Werte der griechischen Gesellschaft verletzt und unsere Bemühung untergräbt, friedlich, verständnisvoll und menschlich zusammen zu leben.

Wer der Meinung ist, nicht an die Verfassung und die Gesetze des Staates gebunden zu sein, hat nicht nur keinen Platz in den Einheiten der Polizei und der Sicherheitskräfte, sondern wird auch zur Rechenschaft gezogen und exemplarisch bestraft werden. Exemplarisch bestraft werden auch die Schuldigen des konkreten Geschehens werden“.

Wir sind entschlossen, den Bürger effektiv zu schützen und der von wo auch immer ausgehenden Gesetzlosigkeit, Willkür und Gewalt mit absoluter Achtung der Menschenrechte und Demonstration von Verantwortung und Professionalität entgegen treten. In unserer Mission, die Sicherheit und die Freiheiten eines jeden unserer Mitmenschen zu garantieren, werden wir keinerlei Nachlässe gewähren“, erklärte Minister Michalis Chrisochoidis.

Raubmord in Lotterie-Annahmestelle im Athener Vorort Petroupolis

30. Dezember 2009 / Aufrufe: 73 Keine Kommentare

Am Dienstagabend (29. Dezember 2009) wurde gegen 21 Uhr in Griechenland im Athener Vorort Petroupolis eine Lotterie-Annahmestelle “ProPo” überfallen. Die beiden bewaffneten Täter schossen auf den 53-jährigen Besitzer des Geschäftes, der zwei Stunden später im Krankenhaus “Evangelismos” an den Schussverletzungen verstarb.

Die Täter entwendeten aus der Kasse der Lotterie-Annahmestelle einen Geldbetrag bisher unbekannter Höhe und konnten unbehelligt fliehen.

Vor dem Raubmord in Petroupolis waren zwei Überfälle auf Supermärkte in den Athener Vororten Patisia und Neo Iraklio ausgeübt worden. Auch hier konnten die Täter jeweils unbehelligt mit einer Beute in bisher unbekannter Höhe entkommen.

Bombenanschlag auf Gebäude der Versicherungsgesellschaft Ethniki in Athen

28. Dezember 2009 / Aufrufe: 68 Keine Kommentare

Am späten Sonntagabend (27. Dezember 2009) detonierte in dem Gebäude der griechischen Versicherungsgesellschaft “Ethniki” an der Straße Leoforou Syngrou im Zentrum von Athen – Griechenland ein starker Sprengsatz.

Die äußerst starke Explosion war in einem weiten Umkreis wahrnehmbar und verwüstete das Erdgeschoss des sechsstöckigen Bürogebäudes der Versicherungsgesellschaft “Ethniki” praktisch vollständig. Etliche Anwohner glaubten im ersten Augenblick, es habe ein kräftiges Erdbeben stattgefunden. Durch die enorme Druckwelle wurden zahlreiche in der Nähe des Gebäudes geparkte Fahrzeuge und sogar auch ein auf der gegenüberliegenden Straßenseite der Leoforou Syngrou befindliches Bankgebäude beschädigt.

Menschen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden, da die Polizei nach einem bei der Redaktion der Zeitung “Eleftherotypia” etwa eine Viertelstunde vor der Explosion eingegangenen Warnanruf den in der Regel rund um die Uhr stark frequentierten Ort rechtzeitig absperren konnte.

Da sich zunächst niemand offiziell zu dem Terroranschlag bekannt hatte, war in ersten Einschätzungen die Rede von der Organisation “Epanastatikos Agonas” (= Revolutionärer Kampf), die bereits in der Vergangenheit wiederholt mit extrem starken Sprengsätzen Anschläge auf Gebäude mit besonderem Symbolcharakter verübt hat. Laut aktuellen Informationen soll inzwischen im Internet ein Bekennerschreiben der Organisation “Pyrines tis Fotias” (= Kerne des Feuers) aufgetaucht sein, von dessen Authentizität jedoch die Behörden bisher nicht überzeugt sind.

Pistolero mit dem schwarzen Jeep in Griechenland festgenommen

27. Dezember 2009 / Aufrufe: 103 Keine Kommentare

Laut Informationen soll in Griechenland am Sonntag, dem 27. Dezember 2009 der Täter festgenommen worden sein, der während der vergangenen Tage in Athen aus einem Auto heraus wiederholt auf ahnungslose Passanten geschossen hatte und als Pistolero mit dem schwarzen Jeep bekannt wurde.

Laut ersten Informationen handelt es sich um einen 31-jährigen Taxifahrer griechischer Staatsangehörigkeit. Der verhaftete Mann wird zur Zeit von der Polizei verhört und soll bisher trotz der in seinem Wagen und seiner Wohnung sichergestellten Beweisstücke alle Beschuldigungen zurückgewiesen haben. Die Bekanntgabe weiterer Einzelheiten zu Identität und und Umständen der Festnahme des vermutlichen Täters wird am Montag von dem Leiter der Kriminalpolizei Athen erwartet.

Die Polizei hatte während der vergangenen Tage intensiv nach dem Täter gefahndet, der in verschiedenen Bezirken Athens laut Zeugenaussagen aus einem schwarzen Jeep mit dunkler Verglasung in wenigstens fünf Fällen auf ahnungslose Passanten geschossen hatte. Bei den Anschlägen wurden vier Personen von Kugeln getroffen. Zwei der Opfer befinden sich weiterhin in stationärer Behandlung, sind jedoch außer Lebensgefahr.

Erhöhung der Mautgebühren Athen – Patras ab 2010

17. Dezember 2009 / Aufrufe: 240 Keine Kommentare

Unmittelbar nach Neujahr werden wieder einmal die Mautgebühren auf der Nationalstraße Athen – Korinth – Patras erhöht werden. Für PKW und Zweiräder beläuft sich die Erhöhung der Straßengebühr auf jeweils 0,10 Euro, für die übrigen Fahrzeugkategorien beträgt die Erhöhung jeweils 0,20 Euro.

Die Gebührenerhöhung gilt für die Mautstellen Eleusis / Elefsina (in Richtung Korinth), am Istmus (in Richtung Athen), Zevgolatio (in Richtung Patras), Rio (in Richtung Athen), Nea Peramos (Zufahrt von Korinth) und Agion Theodoron (Zufahrt in Richtung Athen und Korinth).

An den jeweiligen Mautstation werden sich die Straßengebühren wie folgend ergeben:

  • Zweiräder, Dreiräder 2 Euro (bisher 1,90 Euro)
  • PKW 2,90 Euro (bisher 2,80 Euro)
  • Kleinlastwagen 7,20 Euro (bisher 7 Euro)
  • Große Lastwagen 10,10 Euro (bisher 9,90 Euro

Weitere Erhöhungen der Maut im Laufe der Jahre 2010 – 2011 sind bereits beschlossen.

Festnahmen und Haftbefehle nach Anschlägen in Griechenland

16. November 2009 / Aufrufe: 35 Keine Kommentare

Nach dem Bombenanschlag am Freitag, dem 13. November 2009, auf die Wohnung des Abgeordneten der PASOK-Partei Mimis Androulakis in Athen nahm die Polizei am Samstag in den frühen Morgenstunden eine 22-jährige Studentin fest. Außerdem wurden Haftbefehle gegen weitere vier Verdächtige erlassen, nach denen gefahndet wird.

Die festgenommene Frau wird unter anderem der Zugehörigkeit zu einer terroristischen Vereinigung und der Beteiligung bei Beschaffung, Herstellung und Besitz von Sprengstoff und Bomben beschuldigt, was sie selbst allerdings in allen Punkten bestreitet. Die verhaftete Frau wurde noch am selben Tag einer Untersuchungsrichterin vorgeführt, welche die Anhörung auf den Montag (16. November 2009) vertagte. Zwei weitere am Samstagmorgen zusammen mit der Studentin in Athen festgenommene verdächtige Personen werden weiterhin von der Polizei verhört, ohne bisher einem Untersuchungs- oder Haftrichter vorgeführt worden zu sein.

Die 22-jährige Studentin ist die fünfte Person, die unter dem Verdacht der Zugehörigkeit zu der terroristischen Gruppe "Pyrines tis Fotias" (= Kerne des Feuers) verhaftet wurde. Drei Personen befinden sich inzwischen in Untersuchungshaft, eine wurde gegen Auflagen bis auf weiteres freigelassen. Mit den am Samstag ergangenen weiteren vier Haftbefehlen erhöht sich die Zahl der Verdächtigen auf nunmehr insgesamt fünfzehn Personen, von denen zehn flüchtig sind. Nach Einschätzung der Anti-Terror-Abteilung dürfte  sich die Anzahl der verwickelten Personen auf über zwanzig erhöhen.

Zeitbombe im Haus des Abgeordneten Mimis Androulakis in Athen

14. November 2009 / Aufrufe: 59 Keine Kommentare

Am Mittag des Freitags (13.11.2009) explodierte im Bezirk Karea in Athen eine Zeitbombe vor dem an der Straße Ellinon Patrioton Nr. 12 gelegenen Mehrfamilienhaus, in welchem der Abgeordnete der PASOK-PArtei Mimis Androulakis wohnt.

20 Minuten vor der Explosion hatte ein Unbekannter über die internationale Notrufnummer 112 der griechischen Telefongesellschaft OTE die Explosion der Bombe angekündigt. Obwohl der Sprengsatz schließlich 6 Minuten vor dem benannten Zeitpunkt detonierte, wurde dank der von den zeitnah mobilisierten Einheiten der Polizei vorgenommenen Absperrung des Umfeldes niemand verletzt.

Wie bekannt wurde, war die Zeitbombe in einem Rucksack direkt vor der Tür der Wohnung des Abgeordneten Mimis Androulakis abgelegt und dort zufällig von der Putzfrau bemerkt worden, die den Rucksack ohne Untersuchung des Inhaltes vor den Eingang des Wohnhauses trug, wo dann nach kurzer Zeit der Sprengsatz detonierte.

Obwohl sich bisher niemand offiziell zu dem Anschlag bekannte, verweisen die gesicherten Spuren auf die Terrororgruppe der “Kerne des Feuers”. Die Bombe bestand aus einer in einem Kochtopf positionierten relativ kleinen Menge Sprengstoffs nebst zwei elektronischen Uhren.

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Terroranschlag auf Haus der Abgeordneten Marietta Giannakou

31. Oktober 2009 / Aufrufe: 42 Keine Kommentare

Am Freitagmorgen (30.10.2009) detonierte um 04:32 Uhr Ortszeit eine Zeitbombe in einem Mehrfamilienhaus in der Straße Demertzi Nr. 12, Kato Patisia – Athen. In dem besagten Haus liegt die Wohnung der ehemalige Ministerin und nun Abgeordneten Griechenlands im Europaparlament Marietta Giannakou.

20 Minuten vor der Detonation der Zeitbombe erfolgten zwei anonyme Anrufe bei einer Tageszeitung und einem Fernsehsender. Durch die Explosion wurde die Verglasung des Hauseingangs zerstört und ein geparkter PKW beschädigt, jedoch niemand verletzt

Die Zeitbombe war in einem Rucksack im Eingangsbereich des Hauses abgestellt worden und nach Angaben der Sprengstoffspezialisten von geringer Sprengkraft. Verlautbarungen zufolge war der Sprengsatz in einem Kochtopf deponiert, was von Anfang an auf die Urheberschaft der Vereinigung “Verschwörung der Kerne des Feuers” deutete, die sich inzwischen auch zu dem Terroranschlag bekannt hat.

6 Verletzte bei Anschlag auf Polizeirevier Agia Paraskevi in Griechenland

28. Oktober 2009 / Aufrufe: 71 2 Kommentare

Bei einem Anschlag auf das Polizeirevier an der Straße Pantelis Nr. 10 im Bezirk Agia Paraskevi in Athen – Griechenland am Dienstagabend (27. Oktober 2009) um 21:40 Uhr Ortszeit wurden insgesamt sechs Polizeibeamte verletzt, zwei von ihnen schwer. Ein Passant erlitt einen Nervenzusammenbruch und fiel in Ohnmacht, wurde jedoch glücklicherweise nicht verletzt.

Gemäß den bisher vorliegenden Informationen waren an dem Terroranschlag fünf Männer und eine Frau beteiligt, die sich mit drei Motorrädern zuerst in die Nähe und dann zu Fuß vor das Gebäude des Polizeireviers Agia Paraskevi begaben und dort ohne jegliche Warnung aus zwei automatischen Waffen vom Typ Kalaschnikow das Feuer eröffneten. Fünf der verletzten Polizeibeamten hielten sich zu dem Zeitpunkt des Anschlages vor dem Gebäude auf, der sechste wurde in seinem Büro verletzt.
Die Spurensicherung fand inwischen 99 Patronenhülsen und eine Patrone. Weiter wurde die Sicherung einer Handgranate gefunden, jedoch sonst keine Spuren einer Explosion entdeckt. Letzteres lässt darauf schließen, dass die Täter keine Sprenggranate, sondern eine Verteidigungsgranate geworfen hatten, was sich auch mit den Darstellungen der Zeugen deckt.

Anfänglich wurden Vermutungen angestellt, dass der Anschlag in Reaktion auf die am Vortag ausgesetzte Belohnung in Höhe von 600.000 Euro auf die Ergreifung der mutmaßlichen Bankräuber Simeon Seisidis, Mario Seisidis und Grigoris Tsironis stattgefunden haben könnte und in diesem Fall deren mutmaßliche Verbindung zu terroristischen Kreisen bestätigen würde. Die Umstände deuten jedoch eher darauf hin, dass der Anschlag auf das Polizeirevier bereits länger geplant worden war.

Oberbefehlshaber der Polizei in Griechenland abgesetzt

22. Oktober 2009 / Aufrufe: 112 Keine Kommentare
Vasilis Tsiatouras, abgesetzter Oberbefehlshaber der Polizei in Griechenland
Vasilis Tsiatouras

Nach den erneuten polizeilichen Übergriffen am Mittwochabend im Athener Viertel Exarchia bat der Minister für Bürgerschutz Michalis Chrysochoidis öffentlich um Entschuldigung und verlangte von dem obersten Befehlshaber der Polizei in Griechenland Vasilis Tsiatouras dessen sofortigen Rücktritt, woraufhin letzterer umgehend seine Abdankung erklärte.

Am Abend des Mittwochs (21.10.2009) war in Athen im Stadtteil Exarchia eine Polizeistreife von einer Gruppe unbekannter Randalierer mit Steinen und Stöcken angegriffen worden. Bei der Fahndung nach den Tätern drangen Beamte einer Spezialeinheit der Polizei ohne jeden Anlass in eine Veranstaltung ein, in welcher der Schriftsteller Christoforos Kasdaglis sein Buch “Die Linke und der böse Wolf” vorstellte. Auf den nachhaltigen Protest der Anwesenden reagierten die Polizisten mit willkürlichen Verhaftungen und nahmen unter anderem den Schriftsteller und Funktionär der SYRIZA-Partei Dimitris Papachristos, den Funktionär der SYN Stelios Elliniadis und einen Reporter der staatlichen Fernsehanstalt ERT fest, der die Aktion mit der Videokamera seines Handys aufgenommen hatte.