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Artikel Tagged ‘arzttermin’

Bis über 5 Monate Wartezeit in Krankenhäusern in Griechenland

10. September 2012 / Aufrufe: 334 Kommentare ausgeschaltet

Die Wartezeiten für ärztliche Untersuchungen in den regulären Vormittagsambulanzen der öffentlichen Krankenhäuser in Griechenland erreichen bis zu über 5 Monate.

Laut einer Reportage der Zeitung „Ethnos“ muss ein Krebspatient bis Dezember warten, um einen Untersuchungstermin in der pathologischen Klinik des Krankenhauses „Agios Sawwas“ zu bekommen, während in der Brustklinik des selben Krankenhauses die Wartezeit über 100 Tage beträgt.

Auf vier Monate beläuft sich die Wartezeit für eine Untersuchung in den regulären Ambulanzpraxen der Augenklinik des Krankenhauses „G. Gennimatas“. Auf mehr als fünf Monate beläuft sich in dem selben Krankenhaus die Wartezeit für die neurologische Klinik, die jeden Rekord der Patientennachfrage bricht.

Zwei Monate beträgt die Wartezeit für einen Untersuchungstermin in der Allergie-Abteilung für erwachsene des Krankenhauses „Laiko“, und die Wartezeit in der Hals-, Nasen- und Ohrenabteilung des Krankenhauses „Erythros Stavros“ übersteigt eineinhalb Monate.

Recht kurz sind dagegen die Wartelisten in der neurochirurgischen Abteilung des Krankenhauses „Evangelismos“ (7 Tage) und der Abteilung für chronische orthopädische Leiden des KAT (5 Tage).

Infolge der Wirtschaftskrise wenden sich immer mehr Bürger den öffentlichen Krankenhäusern zu, die jedoch der Nachfrage nicht zu entsprechen vermögen. Der Mangel an Ärzten und Personal führt zu grenzwertigen Personalbesetzungen, da im Nationalen Gesundheitssystem Griechenlands (ESY) 5.000 Ärzte und 20.000 Pflegekräfte fehlen.

(Quellen: in.gr)

Arztbesuche in Griechenland ab September 2012 nur gegen Barzahlung

29. August 2012 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 517 Kommentare ausgeschaltet

Die seit Monaten unbezahlten Kassenärzte in Griechenland wollen ab dem 03 September 2012 die Zusammenarbeit mit dem staatlichen Gesundheitssystem auszusetzen.

Ab Montag, dem 03 September 2012, stellen in Griechenland die Kassenärzte die Zusammenarbeit mit dem Nationalen Träger für Gesundheitsleistungen (EOPYY) ein, was zum Ergebnis haben wird, dass die Versicherten der gesetzlichen Kassen außer den Medikamenten – da auch die Apotheker Aktionen angekündigt haben – nun auch die Arztbesuche aus eigener Tasche zahlen müssen.

Der Verband der Kassenärzte des EOPYY moniert, dass die Gründung des größten Trägers zur Erbringung von Gesundheitsleistungen auf provisorische und spasmodische Weise, ohne Planung und vor allem mit völlig unzureichender Finanzierung erfolgte. Wie angemerkt wird, begann sein Etat mit einem Defizit von 683 Mio. Euro, und derzeit präsentiert er bereits für die ersten 8 Monate des Jahres 2012 ein „schwarzes Loch“ von 1,5 Mrd. Euro, und zwar mit der Aussicht, dass dieser Betrag sich bis Ende 2012 auf 2 Mrd. Euro belaufen wird.

Laut dem Verband der Kassenärzte des EOPYY schuldet dieser den Klinikärzten mehr als 50 Mio. Euro und den Laborärzten 200 Mio. Euro für das Jahr 2012, sowie entsprechend auch 570 Mio. Euro und 540 Mio. Euro für die Jahre 2010 und 2011.

All das Vorstehende führt zu dem Schluss, dass die Ärzte den EOPYY in den letzten 2 Jahren über 1,3 Mrd. Euro zinslos finanziert haben„, fügen die Kassenärzte an und beschuldigen den stellvertretenden Gesundheitsminister Marios Salmas fehlender Dialogbereitschaft und der „Taktik der Drohungen und Erpressungen„.

Derweilen schlägt die Ärztekammer Athen (ISA) vor, dass auch der Direktor des EOPYY und der zuständige Gesundheitsminister nicht ihr Gehalt beziehen sollen, solange die Ärzte für Bereitschaften und ärztliche Behandlungen unbezahlt bleiben, und fügt an: „Lassen wir uns alle zusammen, ohne Ausnahmen und solange nötig, das öffentliche Gesundheitssystem unterstützen.

(Quelle: in.gr)

Neue kostspielige Rufnummern im Gesundheitssystem in Griechenland

26. August 2012 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 349 3 Kommentare

Für telefonische Terminvereinbarungen mit Ärzten des staatlichen Gesundheitssystems in Griechenland stehen fortan nur noch kostspielige Service-Rufnummern zur Verfügung.

Nachdem in Griechenland die alte, aus dem Festnetz landesweit zum Ortstarif erreichbare Rufnummer 184 inzwischen endgültig abgeschaltet wurde, stehen für telefonische Terminvereinbarungen mit Ärzten des nationalen Trägers für Gesundheitsleistungen EOPYY und einschlägige Informationen fortan nur noch kostspielige Service-Rufnummern privater Anbieter zur Verfügung. Die Gebühren beginnen bei minimal 0,98 Euro pro Anruf aus dem Festnetz (siehe Neue Abzocke im Gesundheitssystem in Griechenland).

Laut den von der griechischen Verbraucherzentrale zusammengetragenen Daten gestalten sich die Gebühren für die derzeit vier verfügbaren Rufnummern folgendermaßen:

  • 14554 – Betreiber: BPO Hellas-Vodafone
    Gebühren: 0,98 Euro je Anruf aus dem Festnetz sowie dem Vodafone-Mobilnetz und 1,86 Euro pro Anruf aus anderen Mobilnetzen.
  • 14784 – Betreiber: OTE-Value S.A.
    Gebühren: 1,07 Euro je Anruf aus dem Festnetz und 1,18 Euro pro Minute für Anrufe aus Mobilnetzten.
  • 14884 – Betreiber: Call Center Hellas
    Gebühren: 0,99 je Anruf aus dem Festnetz und 1,18 Euro pro Minute für Anrufe aus Mobilnetzen.
  • 14900 – Betreiber: Newsphone Hellas
    Gebühren: 1,08 je Anruf aus dem Festnetz und 1,18 Euro pro Minute für Anrufe aus Mobilnetzen.

Die aufgeführten Preise verstehen sich einschließlich der gesetzlichen Mehrwertsteuer.

(Quelle: in.gr)

Neue Abzocke im Gesundheitssystem in Griechenland

4. August 2012 / Aufrufe: 488 1 Kommentar

In Griechenland steht eine drastischer Erhöhung der Gebühren für telefonische Vereinbarung eines Termins bei Ärzten des staatlichen Gesundheitssystems an.

Ab dem 06 August 2012 soll in Griechenland die landesweite Rufnummer 184 abgeschaltet werden, die bisher die Versicherten des Nationalen Trägers für Gesundheitsleistungen (EOPYY) anrufen mussten, um Arzttermine zu vereinbaren. An Stelle der alten Rufnummer treten fortan die Rufnummern 14884 und 14900.

Wie die Vertreter der Ärztekammer Athen (ISA) monieren, werden sich damit jedoch für die Versicherten die Kosten für jeden Anruf signifikant erhöhen. Während bisher jeder Anruf – der im übrigen vollautomatisierten Telefonzentrale – mit einer (1) Ortsgesprächsgebühreneinheit (derzeit 0,03 Euro) zu Buche schlug, werden für den Erhalt eines Arzttermins fortan je Anruf 0,99 Euro über die Nummer 14884 und 1,08 Euro über die Nummer 14900 fällig, sofern der Anruf über das Festnetz erfolgt. Wird der Anruf dagegen über ein Mobilnetz getätigt, beträgt die Gebühr 1,18 Euro / Minute.

Der Präsident der ISA, Giorgos Patoulis, und der Generalsekretär Stathis Tsoukalos erachten es unter den derzeitigen schwierigen Umständen für die Versicherten als unmöglich, solche Beschlüsse durchzusetzen. „Es kann nicht angehen, bis um das 40-fache die Gebühren für den Versicherten zu erhöhen, um einen Termin beim Arzt zu erhalten. Es ist nicht statthaft, die Versicherten zu zwingen, ein weiteres Mal tief in die Tasche greifen zu müssen. Bedenken sie die Belastung, die sie mit ihrem Beschluss den Versicherten verursachen, die gezwungen sind, vielfache Anrufe zu tätigen um verschiedene Termine zu bekommen„, betonen sie in einem Schreiben an den Präsidenten des EOPYY, Gerasimos Voudouris.

Die Vertreter der ISA fordern den Präsidenten des EOPYY auf, „… nicht zur Realisierung eines Beschlusses zu schreiten, der sogar die Vereinbarung eines Arzttermins zu einer teuren Sache macht„.

Der Vollständigkeit halber sei angemerkt, dass infolge der Proteste der Präsident des EOPYY inzwischen eine Neuverhandlung der Konditionen mit den Betreibern der Servicenummern in der Hoffnung angekündigt hat, niedrigere Gebühren zu erreichen.

(Quelle: in.gr, in.gr)