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Artikel Tagged ‘arbeitslosigkeit’

Arbeitslosigkeit und gesetzliche Mindestlöhne in Griechenland

28. Mai 2011 / Aktualisiert: 12. August 2017 / Aufrufe: 1.282 Kommentare ausgeschaltet

Ein Viertel aller vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmer in Griechenland erhält nur den gesetzlichen Mindestlohn, während Arbeitslose zunehmend aus dem Netz sozialer Leistungen herausfallen.

Das enttäuschende Bild des griechischen Arbeitsmarktes, auf dem sich die Lage kontinuierlich verschlechtert, bestätigt nun auch eine Untersuchung des Zentrums für Planung und Wirtschaftserhebungen (KEPE). In ihren entmutigenden Schlussfolgerungen verzeichnet die Studie, dass 25% der Beschäftigten nur mit den gesetzlichen Mindestbezügen entlohnt werden, während für alle „schwarz“ Beschäftigten nicht einmal diese minimalen Bezüge gewährleistet seien.

Die Langzeitarbeitslosigkeit und die Arbeitslosigkeit der Jüngeren und Frauen bleibt trotz der vielen Gemeinschaftsmittel, die für die Bewältigung des Problems bereit gestellt wurden,  systematisch hoch„, fügt die Untersuchung an, die alle befolgten Beschäftigungspolitiken als zumindest ineffektiv beurteilt.

Im Einzelnen werden laut der Untersuchung 6,2% der Vollzeitbeschäftigten in Griechenland unter den gesetzlichen Mindestlöhnen bezahlt und 25% erhalten nur die Mindestbezüge, während unter den Mindestlöhnen auch die „schwarz“ beschäftigten Arbeitnehmer – überwiegend sowohl illegale als auch legale Immigranten – bezahlt werden.
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Rezession in Griechenland kippt den Haushaltsplan

16. Mai 2011 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 463 Kommentare ausgeschaltet

Aufgrund der nachhaltigen wirtschaftlichen Rezession in Griechenland zeichnet sich zunehmend ab, dass die wirtschaftlichen Ziele des Haushaltsplans 2011 nicht erreichbar sind.

Nachdem in Griechenland das Haushaltsdefizit 2010 mit 10,5% abschloss, erscheint es angesichts der aktuellen Entwicklungen inzwischen unmöglich, das Defizit in diesem Jahr wie ursprünglich vorgesehen auf 7,5% des Bruttoinlandsprodukts (BIP) senken zu können. Gemäß den Berechnungen der ausländischen Sachverständigen wird das volkswirtschaftliche Defizit in diesem Jahr bei 9,4% – 9,5% liegen. Die „Troika“ (IWF, EU, EZ) übt deshalb Druck auf die griechische Regierung aus, die aus den Korrekturmaßnahmen erwarteten Mehreinnahmen von etwa 3 Milliarden Euro für das Jahr 2011 durch weitere unmittelbar zu treffende Maßnahmen auf etwa 6 Milliarden Euro zu verdoppeln.

Gemessen an dem Vergleichzeitraum des Vorjahres gingen im 1. Quartal 2011 die Einnahmen um 9,2%, zurück wogegen die Regierung mit einem Anstieg von 8,5% gerechnet hatte. Das „schwarze Loch“ des Staatsetats beläuft sich inzwischen auf über 2 Milliarden Euro, da außer der signifikanten Verzögerungen bei den Einnahmen auch die öffentlichen Ausgaben zu Überschreitungen führten. Höher als erwartet fallen auch die Zinsbelastungen aus, die gemäß den Berechnungen der Troika um wenigstens 100 Millionen Euro steigen und sich 2011 anstatt der veranschlagten 15,9 Milliarden Euro auf über 16 Milliarden Euro summieren werden – gegenüber 13,4 Milliarden Euro für das Jahr 2010.
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Erzeugerpreisindex in Griechenland erreicht neuen Höchststand

29. März 2011 / Aktualisiert: 09. November 2015 / Aufrufe: 338 Kommentare ausgeschaltet

In Griechenland erreichte der Anstieg des Erzeugerpreisindexes im Februar 2011 einen neuen Höchststand, während die allgemeine Rezession alle Befürchtungen übertrifft.

Laut den am Dienstag (29.03.2011) veröffentlichten Angaben der nationalen Statistikbehörde (ELSTAT) schnellte in Griechenland der Anstieg des Industrie-Erzeugerpreisindexes im Monat Februar 2011 auf 8,5%, gegenüber 7,3% im Januar 2011 und 6,2% im Februar 2010.

Der rasante Anstieg des Erzeugerpreisindexes in der Industrie wird hauptsächlich auf die steigenden Energiekosten zurückgeführt, die in Griechenland abgesehen von internationalen Entwicklungen speziell auch durch die mehrfachen Erhöhungen der Verbrauchs- und Umsatzsteuern zusätzlich in die Höhe getrieben wurden. Auf Jahresbasis ermittelt gab die ELSTAT für Dezember 2010 einen Anstieg des Erzeugerpreisindexes um 7,6% und für den Zeitraum März 2010 – Februar 2011 um 7% bekannt, während der Erzeugerpreisindex in dem entsprechenden vorhergegangenen Vergleichszeitraum um 4,1% gesunken war.
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OECD prognostiziert Rezession und Arbeitslosigkeit in Griechenland

26. Mai 2010 / Aufrufe: 559 Kommentare ausgeschaltet

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sieht in Griechenland eine tiefe Rezession und den Anstieg der Arbeitslosigkeit auf über 14 % bis Ende 2011 voraus.

Diese düstere Prognose veröffentlichte die OECD in einem Bericht über die weltweiten wirtschaftlichen Aussichten und schätzt ein, dass die Sparmaßnahmen der griechischen Regierung negative Auswirkungen auf das Wachstum haben werden. Weiter wird betont, dass die Umsetzung rigoroser Reorganisationen eine „zwingende Notwendigkeit“ darstelle, und gleichzeitig davor gewarnt, dass ein eventuelles Misslingen der Realisierung der in dem Memorandum zwischen Griechenland und EU – IWF enthaltenen Maßnahmen den zukünftigen wirtschaftlichen Aufschwung in Gefahr bringen werde.

Als „Katalysator“ für die Stabilisierung und den Aufschwung der griechischen Wirtschaft wird sich vielleicht die Schattenwirtschaft erweisen, da seitens der OECD betont wird, dass die Paraökonomie möglicherweise zu einem höheren Anstieg der inländischen Nachfrage als derzeit vorausgesehen führen wird.
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Arbeitslosigkeit in Griechenland auf neuem Höchststand

20. April 2010 / Aufrufe: 2.057 1 Kommentar

Im Januar 2010 erreichte in Griechenland die Arbeitslosigkeit mit einer offiziellen Arbeitslosenquote von 11,3 Prozent den höchsten Stand seit sechs Jahren.

Die im Januar 2009 in Griechenland noch bei „nur“ 9,4 Prozent liegende offizielle Arbeitslosenquote stieg damit innerhalb eines Jahres um rund 2 Prozentpunkte. Laut dem griechischen Amt für Statistik ELSTAT waren im Januar des Jahres 2010 insgesamt 567.132 Personen als Arbeitslos registriert, was im Vergleich zum Januar 2009 einen Zuwachs von 101.440 Arbeitslosen (+21,8 Prozent) bedeutet.

Die Zahl der Beschäftigten wurde im Januar 2010 auf insgesamt 4.445.743 Personen geschätzt und sank im Vergleich zum Vorjahresmonat um 39.272 (-0,9 Prozent). Die Zahl der wirtschaftlich nicht aktiven Personen wiederum wurde für Januar 2010 mit 4.276.258 beziffert.
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