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Artikel Tagged ‘apotheke’

Apotheker in Griechenland treten in Dauerstreik

25. März 2014 / Aufrufe: 787 5 Kommentare

Aus Protest gegen die Liberalisierung des Apotheken-Systems in Griechenland treten die Apotheker ab 26 März 2014 in einen unbefristeten Dauerstreik.

Die Apotheker in Griechenland schreiten ab Mittwoch (26 März 2014) zu einem Dauerstreik und antworten damit auf „die Überrumpelung von Seite der Regierung, die auf hinterhältige Weise in dem mit der Troika vereinbarten Gesetzentwurf im letzten Augenblick Änderungen im Apotheken-System herbeiführt und den Zweig der 12.000 Apotheken in eine Katastrophe führt und die öffentliche Gesundheit in Gefahr bringt„.

Bei einer außerordentlichen Pressekonferenz des Panhellenischen Pharma- bzw. Apotheker-Verbands (PFS) führte dessen Vorsitzender Kyriakos Theodosiadis an, es werden Bestimmungen vorangetrieben, die durch die Hintertür die Apotheken in die Supermärkte und Zockerbuden bringen, die gestatten, dass ein einziger Apotheker Lizenzen für 100 und mehr Apotheken inne hat, dass die Apotheken öffnen und schließen wann und zu welcher Zeit sie wollen, und die Mindestabstände zwischen den Apotheken mit der Folge der Konzentrierung der Apotheken in den Stadtzentren abschaffen, während das Medikament mit der Preisfreigabe ab 01-01-2017 zur Handelsware wird.
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Troika fordert Freigabe des Medikamenten-Verkaufs in Griechenland

5. März 2014 / Aufrufe: 896 4 Kommentare

Die Verhandlungen mit der Troika stecken wieder einmal in einer Sackgasse, da die Gläubiger beharrlich die Freigabe des Verkaufs aller rezeptfreien Medikamente fordern.

Die meisten Themen, die sich auf die Apotheker und die nicht verschreibungspflichtigen Medikamente beziehen und den aktuellen Disput zwischen dem Gesundheitsministerium und den Vertretern der Gläubiger Griechenlands beziehen, bleiben weiterhin offen.

Der einzige Punkt, in dem beide Seiten eine Einigung erreichten, betrifft die Ausweitung der Öffnungszeiten der Apotheken an den Nachmittagen des Montags, Mittwochs und Samstags. In allen anderen Themen gab es eine völlige Meinungsverschiedenheit.
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Griechenland liberalisiert Vertrieb von Lebensmittelergänzungen

25. November 2013 / Aufrufe: 549 3 Kommentare

Trotz heftiger Proteste der Apotheker dürfen in Griechenland Lebensmittelergänzungen demnächst auch in Supermärkten und per Internet verkauft werden.

Gemäß dem gemeinsamen Ministerialbeschluss, den die zuständigen Minister für Gesundheit (Adonis Georgiadis) und Entwicklung (Kostis Chatzidakis) unterzeichneten, ist zu erwarten, dass ab Mitte Dezember 2013 der bisher nur Apotheken gestattete Verkauf von Vitaminpräparaten und Lebensmittelergänzungen auch in den Supermärkten beginnen wird.

In dem Ministerialbeschluss wird klargestellt, dass es sich um eine Harmonisierung der nationalen Gesetzgebung mit einer einschlägigen Verordnung der Europäischen Union handelt.
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Griechenland soll Medikamenten-Verkauf in Supermärkten gestatten

8. März 2013 / Aufrufe: 337 Keine Kommentare

Die Troika fordert von Griechenland die Freigabe des Verkaufs nicht erstattungsfähiger Medikamente in Supermärkten, was jedoch die Apotheker als Casus Belli erachten.

Informationen zufolge soll der Vertreter des IWF in der Troika, Poul Thomsen, von dem griechischen Gesundheitsminister Andreas Lykourentzos bei einem Treffen am 07 März 2013 die Liberalisierung des Vertriebs der rezeptfreien bzw. nicht erstattungsfähigen Medikamente und deren Verkauf durch die Supermärkte gefordert haben.

Es geht um Medikamente wie beispielsweise Schmerzmittel und Hustensäfte, die entweder einfach nur vom Arzt empfohlen oder auf ärztliches Rezept ausgegeben, jedoch auf keinen Fall von den Kassen erstattet werden.

Das Gesundheitsministerium lehnte die Forderung der Troika auf die Freigabe des Verkaufs dieser Medikamente in Supermärkten ab. Es stellt sich allerdings die Frage, was geschehen wird, wenn die Vertreter der Gläubiger bezüglich der Supermärkte nachgeben und den Verkauf der Medikamente gemäß dem Vorbild anderer europäischer Länder durch andere Stellen verlangen werden.

Für die Apotheker stellt jedenfalls die Möglichkeit des Verkaufs der in Rede stehenden Medikamente außerhalb der Apotheken einen Casus Belli dar und wird erwartungsgemäß eine neue Runde harter Konfrontationen mit der Regierung zünden.

(Quelle: Voria.gr)

Illegaler Export von Medikamenten aus Griechenland nach Deutschland

9. Februar 2013 / Aktualisiert: 07. Juli 2013 / Aufrufe: 1.021 3 Kommentare

Die Fahnder der Wirtschaftspolizei in Griechenland haben einen Ring aufgedeckt, der illegal Medikamente von Griechenland nach Deutschland exportierte.

Die Sondereinheit für Wirtschaftsverbrechen (SDOE) der griechischen Polizei machte auf der Peloponnes einen Ring aus, der Medikamente illegal aus Griechenland nach Deutschland exportierte und in den 16 Apotheken verwickelt zu sein scheinen.

Wie sich aus den Kontrollen der SDOE ergab, wurden unter Mitwirkung der Apotheken bei einer Pharma-Großhandelsfirma Lagerbestände gebildet, um diese im weiteren Verlauf entweder direkt oder über Zypern nach Deutschland zu entsenden – zu exportieren.

Die Sache wurde auch dem griechischen Gesundheitsministerium gemeldet, damit es seine eigene Untersuchung durchführt.

(Quelle: Skai.gr)

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Medikamente in Griechenland ab September 2012 nur gegen Barzahlung

27. August 2012 / Aufrufe: 307 Keine Kommentare

Die Apotheker in Griechenland wollen ab dem 01 September 2012 Kassenrezepte nur noch gegen Barzahlung ausführen.

Am Nachmittag des vergangenen Samstags (25 August 2012) beschloss die Vollversammlung des Panhellenischen Verbands der Pharmazeuten (PFS) in einer stürmisch verlaufenen Sitzung, ab 01 September 2012 an die Versicherten des Nationalen Trägers für Gesundheitsleistungen (EOPYY) rezeptierte Medikamente nur noch gegen Barzahlung auszugeben.

Die Umsetzung dieses Beschlusses bedeutet, dass die gesetzlich Versicherten ein weiteres Mal gefordert sein werden, die Medikamente aus eigener Tasche zu bezahlen.

Die Vertreter der Verbände der Pharmazeuten ließen sich nicht von den Zusagen des Präsidenten des EOPYY, Gerasimos Voudouris, überzeugen, der Fluss der Gelder auf ihre Konten würde weitergehen, damit am kommenden Donnerstag (30 August 2012) die im Mai 2012 ausgeführten Rezepte beglichen sein würden.

Die Apotheker fordern:

  • Regelung aller außervertraglichen Verbindlichkeiten des EOPYY, die inzwischen 85 Tage erreichen.
  • Umgehende gesetzliche Regelung der Verrechnung der bestehenden Verbindlichkeiten sowie auch der Bedingungen, die sich auf Eintragungen der Apotheken in das Schuldnerregister TIRESIAS (= Gegenstück zur SCHUFA in Deutschland) beziehen.
  • Umgehende Finanzierung des EOPYY mit 0,6% des BIP und direkte Abführung der Versicherungsbeiträge an den EOPYY.
  • Bürgschaft des griechischen Staates für Bankkredite an die Apotheken und zur Verbesserung ihrer Liquidität.

(Quelle: in.gr)

Nach wie vor kein Aspirin in Griechenland

20. März 2012 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 980 2 Kommentare

In Griechenland bleibt das bekannte Schmerz- und Fiebermittel Aspirin© nach wie vor praktisch aus den Regalen der Apotheken verschwunden.

Wer in einer griechischen Apotheke eine Schachtel Aspirin© verlangt, erntet in der Regel von mitleidigen Blicken bis hin zu mehr oder weniger verhaltenem Gelächter, da abgesehen von dem originalen Medikament, das praktisch nicht erhältlich ist, auch sogenannte „Generika“ nur beschränkt verfügbar sind (siehe auch Kein Aspirin in Griechenland).

Es sei angemerkt, dass 2010 – als es in den griechischen Apotheken noch Aspirin zu kaufen gab – der Verkaufspreis für eine Schachtel mit 20 Tabletten á 500 mg 0,50 Euro betrug, während Ende 2011 ein (angesichts des aufgedruckten Verfallsdatums 12/2012 offensichtlich aus alten Lagerbeständen stammendes) Generikum in der selben (Wirkstoff-) Menge, jedoch in Pulverform mit 1,96 Euro zu Buche schlug.

Versorgungslücken bei Medikamenten in Griechenland

10. März 2012 / Aufrufe: 576 3 Kommentare

In Griechenland bestehen ernsthafte Versorgungslücken bei zahlreichen gängigen Medikamenten sowie auch Präparaten zur Behandlung von Krebserkrankungen.

In letzter Zeit werden auf dem griechischen Markt erhebliche Versorgungslücken bei zahlreichen Medikamenten beobachtet, wobei es auch Beschwerden über das Fehlen onkologischer Medikamente bei bestimmten Krankenhäusern und Apotheken der IKA gibt. Laut der Zeitung „Ethnos“ sind von den 500 „populärsten“ Medikamenten rund 250 Präparate aus den Regalen der Apotheken verschwunden. Es handelt sich unter anderem um Antibiotika sowie auch Medikamente zur Behandlung von Diabetes, Hypertonie oder auch Präparate zur Behandlung von Gastroenteritis, die in Ansteckungszeiten sehr häufig ist.

Gesundheitsminister Andreas Loverdos gestand in einer Sendung der Station Vima 99,5 ein, dass es Versorgungslücken gibt und es sich – gemäß den ihm vorliegenden Informationen – um Präparate mit niedrigen Preisen handelt. „Die Firmen ziehen vor, diese – natürlich illegal – zu exportieren, anstatt sie auf den inländischen Markt zu bringen„, erklärte Herr Loverdos und kündigte die Verhängung von Sanktionen an.
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Medikamente in Griechenland nur noch gegen Barzahlung

3. Januar 2012 / Aktualisiert: 12. Januar 2012 / Aufrufe: 905 6 Kommentare

Die Apotheker in Griechenland beschlossen anlässlich der eskalierenden Konfrontation mit dem Gesundheitsministerium, Medikamente nur noch gegen Barzahlung abzugeben.

Die Apotheker in Griechenland schreiten in Reaktion auf die Ankündigungen der Ministerien für Gesundheit und Arbeit bezüglich der erneuten Senkung ihrer Gewinnspanne zu weiteren Protestaktionen. Konkret rief der Panhellenische Pharmazeuten-Verein für den 02. und 03. Januar 2012 einen 48-stündigen Streik aus und bekräftigte den bereits gegen Ende 2011 gefassten Beschluss, ab Januar 2012 Medikamente nur noch gegen Barzahlung abzugeben.

Letzteres betrifft die Versicherten aller Kassen (also auch jener, die ihren Verpflichtungen regulär nachkommen!) und bedeutet in der Praxis, dass alle Versicherten gezwungen sind, den vollen Preis der Medikamente aus eigener Tasche vorzustrecken und dann die Erstattung des ihnen nach Abzug der Selbstbeteiligung zustehenden Kassenanteils zu beantragen. Die Apotheker verlangen eine „Vereinbarung mit der Branche über einen stabilen Rahmen der Arzneimittelpolitik sowie auch, die Jagd auf die Apotheken einzustellen„.

Aktualisierung: Seit dem 12. Januar 2012 führen die Apotheken Rezepte aller Kassen wieder regulär aus.
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Ärzte und Apotheker legen Gesundheitswesen in Griechenland lahm

4. Februar 2011 / Aufrufe: 533 2 Kommentare

In Griechenland bringen Ärzte und Apotheker aus Protest gegen geplante Reformen das staatliche Gesundheitswesen zunehmen zum Erliegen.

Nachdem die griechischen Apotheker bereits seit Mitte Januar 2011 mit Streiks gegen die anstehende Liberalisierung des Apothekenmarkts in Griechenland protestieren, laufen nun seit Tagen auch die im staatlichen Gesundheitswesen beschäftigten bzw. speziell für den Versicherungsträger IKA-ETAM tätigen Ärzte gegen die geplanten Reformen auf dem Gesundheitssektor Sturm und drohen zu Lasten der Versicherten die öffentliche Gesundheitsversorgung völlig zum Erliegen zu bringen.

Der umfangreiche Gesetzentwurf bezüglich der strittigen Reformen soll in der kommenden Woche dem griechischen Parlament zur Debatte vorgelegt werden und sieht unter anderem die Vereinheitlichung der Gesundheitsleistungen aller gesetzlichen Krankenkassen vor.
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