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Piräus Bank übernimmt ATEbank in Griechenland

29. Juli 2012 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 565 Kommentare ausgeschaltet

Die Piräus Bank übernimmt den gesunden Teil der staatlichen Agrarbank in Griechenland nebst allen Filialen und Mitarbeitern der ATEbank.

Mit einem Beschluss der Griechischen Bank (TtE) wurde die Spaltung der staatlichen Agrarbank in eine „gute“ und eine „schlechte“ Bank und die Übertragung des „guten“ Teils, welcher Einlagen in Höhe von 15 Mrd. Euro umfasst, auf die Piräus Bank genehmigt. Wie die griechische Zentralbank  anführt, wurde der Beschluss unter dem Aspekt der Gewährleistung der Einlagen und allgemein der finanziellen Stabilität gefasst.

Die Piräus Bank hatte einen einschlägigen Antrag an die Finanzstabilitätsfazilität (FSF) gestellt, der genehmigt wurde. Die Differenz des Wertes der übertragenen Teile der Aktiva und Passiva wird gemäß den gesetzlichen Bestimmungen von der FSF gedeckt. Die Lizenz der alten Bank wurde widerrufen, während es bezüglich der mit landwirtschaftlichem Nutzland besicherten problematischen Kredite, die nicht auf die Piräus Bank übertragen werden, in Kürze eine gesetzliche Regelung geben soll. Die Tochtergesellschaften der ATEbank, die nicht transferiert werden, sollen von dem Fiskus als eigene Vermögensteile verwertet werden.

Die Piräus Bank verpflichtete sich ihrerseits, alle Arbeitsplätze der Beschäftigten der Agrarbank sicherzustellen. Ab dem kommenden Montag wird das gesamte Filialnetz der Agrarbank das Logo der Piräus Bank führen, jedoch die Firmierung „ATEbank“ beibehalten. Alle Geschäfte der Kunden der Agrarbank werden wie bisher ohne irgendeine Änderung regulär durchgeführt werden.

Nach der Übernahme der Agrarbank wird der Piräus-Konzern insgesamt über Aktiva von 75 Mrd. Euro, Einlagen von 35 Mrd. Euro und Kredite von 47 Mrd. Euro verfügen. Das Personal des Konzerns beläuft sich auf 17.000 Beschäftigte und das gesamte Netz auf 1.230 Filialen, mit einer Präsenz in weiteren neun Ländern außer Griechenland.

(Quelle: in.gr, Vradyni) S. 7

Spaltung und Verkauf der ATEbank in Griechenland

19. Juli 2012 / Aufrufe: 264 Kommentare ausgeschaltet

Die Spaltung der Agrarbank in Griechenland gilt als beschlossene Sache, womit der Staat die Verbindlichkeiten übernehmen und der gesunde Teil der Bank verkauft werden soll.

Für die ATEbank sind die Würfel gefallen, da ihre Spaltung in Bad Bank und Good Bank und der Verkauf des gesunden Zweigs an eine private Bank beschlossen wurde. Dieses Szenarium wurde auf Sofokleousin.gr seit dem 15 März unter dem Thema „Sie ließen die ATE den Bach hinunter gehen“ enthüllt. Abgesehen von der Forderung Troika stellt dieses Szenarium auch einen komfortablen Ausgang auch für PASOK und Nea Dimokratia dar, da sie in einer zweiten Phase und auf längere Zeit gesehen anstreben werden, ihre sich auf 230 Mio. € addierende Verschuldung zu reduzieren oder gar völlig loszuwerden.

Mit dem Bad-Bank-Modell wird der Fiskus aufgefordert sein, die Verpflichtungen und „roten“ Kredite der Bank zu übernehmen, während eine private Bank die Einlagen aufkaufen und das Netzt und das Personal absorbieren und parallel zu Entlassungen schreiten wird. Publikationen und Gerüchte sprechen von einem bekundeten Interesse seitens der Nationalbank, Piräus-Bank und Eurobank.
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Privatisierungen in Griechenland beginnen mit Bahn und Agrarbank

2. Juli 2012 / Aktualisiert: 11. Februar 2014 / Aufrufe: 394 3 Kommentare

Die neue Regierung unter Antonis Samaras in Griechenland will die Privatisierung öffentlicher Organismen und staatlicher Unternehmen entschlossen vorantreiben.

Den „Reigen“ der Privatisierungen werden Eisenbahn (OSE) und Agrarbank (ATE) eröffnen, während Informationen zufolge auch in alle öffentlichen Unternehmen (DEKO) und die staatlichen Banken Privatleute eintreten werden, damit der Staat sich aus der unternehmerischen Aktivität zurückzieht. Spezieller führen Informationen an, dass die Abtretung der Betriebssparte der Bahn beschlossen worden ist, für welche Gesellschaften aus China, Russland, Frankreich, Deutschland und Rumänien Interesse bekundet haben sollen (siehe auch Russland will Eisenbahn in Griechenland aufkaufen).

Für die Agrarbank sieht der Plan der Regierung vor, dass in einer ersten Phase das Verfahren der Privatisierung mittels Verkaufs oder Schließung von Tochtergesellschaften der Bank beginnen wird. Funktionäre des Wirtschaftsstabs betonen, mit diesen beiden drastischen und überraschenden Zügen werde die Regierung den Märkten ein deutliches und klares Zeichen bezüglich ihrer Absicht setzen, die strukturellen Änderungen zu beschleunigen und zu vertiefen.

Die Regierung begegnet den Privatisierungen als einem Konjunkturwerkzeug, wobei die aus dem Verkauf eines jeden Unternehmens herrührenden Einnahmen der Wirtschaft das Dreifache an Mitteln bringen werden. In einer einschlägigen Untersuchung der IOBE ist errechnet worden, dass jeder aus der Privatisierung herrührende Euro für die Wirtschaft 3 Euro abwirft.

(Quelle: Marketbeast.gr)