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Ärzte der Welt beklagen humanitäre Krise in Griechenland

12. Oktober 2012 / Aufrufe: 1.087 8 Kommentare

Die Ärzte der Welt sehen in Griechenland einen sehr schwierigen Winter kommen und sind über die humanitäre Krise besorgt, die zunehmend einen dauerhaften Charakter annimt.

Einen Ruf der Besorgnis sendet der Präsident der Ärzte der Welt, Nikitas Kanakais, wegen der humanitären Krise in Griechenland, die „tendiert, Merkmale der Beständigkeit anzunehmen„, und wegen des „sehr schwierigen Winters, der kommt„.

Im Gespräch mit in.gr beschreibt er die Bilder, denen er alltäglich in den Multi-Praxen der Organisation begegnet, ist erzürnt über die Verlegenheit, mit welcher der Staat das Griechenland der Armut und der Verelendung beobachtet, und zögert nicht sich mit denen anzulegen, welche die Hilfe für die Armen für politische Zwecke nutzen. „Wir sagen nicht ‚Hilfe nur für Griechen‘, wir sagen ‚Hilfe nur für Menschen‘„, unterstreicht er.

Vor einem Jahr machten die Griechen, welche sich um Hilfe an die Ärzte der Welt wendeten, etwa 30% aus. Wie bei einer Pressekonferenz der Organisation gesagt wurde, ist dieser Anteil in diesem Jahr höher. „Es kommen nunmehr Menschen, die vor einem Jahr nicht einmal eingestanden, ein Problem zu haben. Und dieses Problem wird mit Sicherheit stärker werden. Zu der Bevölkerung, die Problemen begegnet, sind inzwischen Menschen hinzugekommen, die Arbeitslosenhilfe bekamen und jetzt keine mehr erhalten, Menschen, die ihre Arbeit verloren haben, Menschen, die gewisse Ersparnisse hatten und die nun aufgebraucht sind„, erklärt Herr Kanakis.
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Ärzte der Welt in Athen ohne Wasser

29. März 2012 / Aufrufe: 335 2 Kommentare

In Griechenland wurde den Einrichtungen der Ärzte der Welt wegen einer unbezahlten Rechnung überraschend die Trinkwasserversorgung gekappt.

Laut Mitgliedern der Organisation „Ärzte der Welt“ schritten die Athener Wasserwerke EYDAP überraschend zur Unterbrechung der Trinkwasserversorgung eines Gebäudes, in dem neben den Büroräumen auch die beiden größten Programme der Organisation in Athen untergebracht sind, nämlich die offene Multi-Praxis und die Herberge für Asylbewerber.

Nach der Unterbrechung der Trinkwasserversorgung wurde der Betrieb der Multi-Praxis der Ärzte der Welt, in der täglich 100 – 150 oder noch mehr Patienten ärztlich behandelt und mit Medikamenten versorgt werden, als auch der Herberge, in der 70 Personen – darunter 20 Kinder – untergebracht sind, bis auf weiteres eingestellt.

Laut den Ärzten der Welt beruht das Unvermögen zur Begleichung der konkreten (seit 15 Tagen fälligen) Rechnung auf der großen Verzögerung der Auszahlung des Betrags, den der Träger von der Europäischen Flüchtlingskasse als Finanzierung erhält, um die Betriebskosten einer Herberge zu decken.

„Wir merken an, dass die Verwaltung der EYDAP den Ärzten der Welt die Gewährung des für Fürsorgeorganisationen vorgesehenen speziellen Sondertarifs mit dem formalen Vorwand verweigerte, dass auf Basis des Gesetzes die Ärzte der Welt keine karitative Organisation darstellen“, führt die Organisation an und bringt ihren energischen Protest zum Ausdruck.

(Quelle: in.gr)