Besteuerung ausländischer Einkommen in Griechenland

Hinweise zu Deklaration und Besteuerung von Steuerinländern oder Steuerausländern im Ausland erzielter Einkommen in Griechenland.

In Anknüpfung an den Beitrag über die Besteuerung im Ausland ansässiger Personen in Griechenland wird in dem gegenwärtigen Beitrag auf Themen bezüglich der Besteuerung im Ausland erzielter Einkommen eingegangen, die sowohl viele griechische Bürger als sinngemäß auch Ausländer beschäftigen, die in Griechenland fallweise unbeschränkt oder beschränkt steuerpflichtig  oder aus einem anderen Anlass aufgefordert sind, die Herkunft ausländischer Einkommen nachzuweisen bzw. zu rechtfertigen.

In diesem Zusammenhang ist unbedingt zu realisieren, dass eine in Griechenland ansässige Person (Steuerinländer) unabhängig von ihrer Staatsangehörigkeit für das weltweite Einkommen in Griechenland besteuert wird, außer wenn eine Besteuerung im Ausland einbehalten wurde, die unter die Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung zwischen Griechenland und dem ausländischen Staat fallen. Im Ausland ansässige Personen (Steuerausländer) werden dagegen in Griechenland nicht für im Ausland erzielte Einkommen, sondern nur für das in Griechenland erzielte Einkommen besteuert. Weiterlesen

Besteuerung im Ausland ansässiger Personen in Griechenland

Globales Kriterium für die Bestimmung des Steuerwohnsitzes und gegebenenfalls bedingte Steuerpflicht stellt seit 2011 auch in Griechenland die sogenannte 183-Tage-Regel dar.

Das Thema der Besteuerung der sogenannten Auslandsansässigen hat uns besonders zu beschäftigen begonnen, und zwar nicht wegen der bereits seit Jahren existierenden „Diaspora“, sondern hauptsächlich der Tendenz zur Emigration, die in den letzten Jahren die griechische Gesellschaft wegen der kontinuierlich ansteigenden Arbeitslosigkeit kennzeichnet.

Natürlich macht der Wegzug eines griechischen Bürgers ihn nicht automatisch auch zu einem Auslandsansässigen bzw. Steuerausländer, da der Aufenthalt im Ausland in den meisten Fällen vorübergehend ist und sich auf vorläufige Gründe der Bestreitung des Lebensunterhalts bezieht. Im übrigen sei angemerkt, dass die nachstehenden Informationen sinngemäß weitgehend auch auf Ausländer zutreffen, die sich in Griechenland aufhalten oder / und über Vermögenswerte – u. a. speziell Immobilien – in Griechenland verfügen. Weiterlesen

Juristische Ohrfeige wegen Express-Pfändungen in Griechenland

Ein Urteil des Verwaltungsgerichtshofs in Griechenland könnte den ohne Vorwarnung erfolgenden Express-Pfändungen durch den griechischen Fiskus ein Ende setzen.

Eine vor der 6. Kammer des Obersten Verwaltungsgerichtshofs (StE) verhandelte Sache stellt möglicherweise das Ende der sogenannten „elektronischen Express-Pfändungen“ von Bankkonten durch den griechischen Fiskus dar, wenn der Schuldner vorher nicht informiert worden ist.

Konkret führt der Beschluss der 6. Kammer des StE an, die Verordnung zur Beitreibung Öffentlicher Einnahmen (KEDE) impliziere, dass im Fall der Pfändung der Forderung gegen einen Gläubiger des Fiskus in Händen Dritter die Zustellung des Pfändungsbescheids an den Schuldner nicht erforderlich ist. Weiterlesen

Steuerbescheide in Griechenland nur noch per Internet

Die Einkommensteuerbescheide 2014 werden in Griechenland nicht per Post verschickt, sondern nur noch in elektronischer Form per Internet bereitgestellt werden.

Die Steuerpflichtigen in Griechenland werden den Steuerbescheid 2014 nur noch in elektronischer Form erhalten, da die Zentrale für öffentliche Einnahmen die Bescheide zur Steuererklärungen 2014 nicht per Post versenden wird.

Konkret haben die Steuerpflichtigen in diesem Jahr den Bescheid über das griechische Steuerportal Taxisnet aufzurufen und auszudrucken, um ihn für die einschlägigen alltäglichen Geschäfts- und Behördenvorgänge verwenden zu können. Weiterlesen

Schockierende Pfändungs-Welle in Griechenland

Angst und Schrecken rufen in Griechenland die Angaben über die Zwangsmaßnahmen des Finanzministeriums zu Lasten hunderttausender Schuldner des Fiskus hervor.

Laut einer Reportage der „Zeitung der Redakteure“ ist das griechische Finanzamt an einem Punkt angelangt, 160 Pfändungen pro Stunde zu realisieren, indem es im Alleingang auf den Bankkonten Steuerpflichtiger aufgefundene Gelder „abhebt“ um damit die ihm geschuldeten Verbindlichkeiten „auszugleichen“. Die automatischen Abbuchen erfolgen von 08:00 Uhr bis 13:30 Uhr, und der Rhythmus, mit dem sie erfolgen, ist geradezu stürmisch.

Aus den selben Angaben geht hervor, dass die Finanzämter im ganzen Land an jedem Werktag im Durchschnitt ungefähr 700 Pfändungen durchführen, indem sie intensiven Gebrauch von ihrer genau zu diesem Zweck geschaffenen elektronischen „Waffe“ machen. Weiterlesen