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Archiv für die Kategorie ‘Sozialwesen’

Griechenlands Rentensystem und der Mythos der Ausschüsse

1. September 2015 / Aufrufe: 1.288 2 Kommentare

In Griechenland wurde wieder einmal ein Ausschuss gebildet, der sich mit dem Rentensystem befasst, jedoch kaum zu einer essentiellen Lösung beitragen wird.

Wenn man ein Problem nicht lösen möchte, bildet man einen Ausschuss.“ Es handelt sich um einen alten Spruch, der in der politischen Szene Griechenlands ohne Ausnahmen bis heute gilt. Der Ausschuss diskutiert, wägt Für und Wieder ab, macht Vorschläge für die Lösung eines Problems, die politische Führung umarmt die Vorschläge als besonders signifikant … und letztendlich geschieht etwas ganz anderes.

Dies war bisher der Verlauf der Ausschüsse und es ist nicht zu erwarten, dass sich umgehend etwas zum Besseren ändern wird. Außer die Realität selbst straft uns Lügen, für welchen Fall wir vorab dem Ausschuss gratulieren würden, der es schaffen wird, sich durchzusetzen.
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Gläubiger Griechenlands wollen Rente ab 72!

31. Juli 2015 / Aktualisiert: 05. Oktober 2017 / Aufrufe: 2.483 1 Kommentar

Weil Griechen zu lange leben, fordern die Gläubiger eine Anhebung des Rentenalters auf 72 Jahre, während Delia Velculescu alias Draculescu rumänische Verhältnisse will.

Die Gläubiger Griechenlands beharren auf dem Thema des Renteneintrittsalters und bringen Informationen zufolge das Thema im Rahmen der von der griechischen Regierung geforderten vorab zu erfüllenden Voraussetzungen wieder mit Nachdruck auf den Tisch, wobei sie sogar eine Festsetzung der Altersgrenze auf 72 Jahre vorgeschlagen haben sollen.

Ein weiterer heißer Punkt sind die besonders von dem Internationalen Währungsfond (IWF) beharrlich geforderten radikalen „Liberalisierungen“ des Arbeitsmarktes, die praktisch auf die völlige Aufhebung der Arbeitsgesetzgebung und unter anderem die Festschreibung der Lohndiskriminierung junger Leute und weit unterhalb der offiziellen Armutsgrenze liegender Mindestlöhne und die Forcierung „flexibler“ Beschäftigungsformen abzielen.
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Griechenland aufgezwungene Maßnahmen sind nicht realisierbar

17. Juli 2015 / Aktualisiert: 14. September 2016 / Aufrufe: 1.663 1 Kommentar

Laut dem Generalsekretär für Sozialversicherung sind die Griechenland von den Gläubigern aufgezwungenen Maßnahmen im Rentensystem nicht realisierbar.

In dem Morgenmagazin des griechischen TV-Senders Mega erklärte der Generalsekretär für Sozialversicherung, Giorgos Romanias, die von der Regierung Griechenlands mit den „Partnern“ vereinbarten Maßnahmen können nicht umgesetzt werden, und dies sei auch der Grund, aus dem er sein Amt niederlegen werde.

Wie Herr Romanias – sich auf die Änderung des Modus der Berechnung der Renten im Vergleich zu dem Modus beziehend, der galt, als jemand seine Rente beantragte – charakteristisch meinte, werden mit den am kommenden Mittwoch zu ratifizierenden Bestimmungen alle Rentenanwärter „unabhängig davon, wann sie ihren Rentenanspruch fundamentierten, ab dem 01/01/2015 beeinträchtigt„. (Hierzu sei angemerkt, dass die Bewilligung von Rentenanträgen in Griechenland nach wie vor bis zu mehrere Jahre dauert und die Antragsteller derweilen nicht selten versterben!)

Herr Romanias versicherte jedenfalls, die Renten für August 2015 werden regulär auf die Konten der Berechtigten überwiesen werden.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

Wahrheit über die Renten in Griechenland

13. Juni 2015 / Aufrufe: 8.424 6 Kommentare

Der hartnäckig auf weiteren Kürzungen bei den Renten in Griechenland beharrende IWF scheint offensichtlich absichtlich mit unwahren Zahlen zu argumentieren.

Das Megaro Maximou (Anmerkung: gemeint ist die regierungszentrale) eilte klarzustellen, dass der Internationale Währungsfond in Zusammenhang mit den Renten in Griechenland falsche Zahlen genannt hat. Nach Kategorien aufgeschlüsselt beträgt in Griechenland die durchschnittliche Monatsrente 664,69 Euro bei den Hauptrenten und 168,40 Euro bei den Zusatzrenten.

44,8% der griechischen Rentner (1.189.396 von insgesamt 2.654.784) beziehen sogar eine Rente unterhalb der stabilen relativen Armutsgrenze, die in Griechenland bei 665 Euro liegt. Jedenfalls ist anzumerken, dass der durchschnittliche Wert der monatlichen Renten in Griechenland und Deutschland ungefähr der selbe ist.
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Die schwarzen Löcher im Versicherungssystem Griechenlands

10. Juni 2015 / Aufrufe: 1.522 Kommentare ausgeschaltet

Die Entwicklungen der letzten Jahre haben das Sozialversicherungssystem in Griechenland in eine Grenzsituation geführt und bewirkt, dass es nicht mehr tragfähig ist.

Die ungeheuren Einnahmeverluste, welche im Versicherungssystem Griechenlands die hohe Arbeitslosigkeit, die Beitragshinterziehung und die Senkung der Löhne verursachen, stellen ganz klar ein Thema seiner Tragfähigkeit.

Noch schwieriger wird die Lage wegen der kontinuierlichen Reduzierung der staatlichen Finanzierung, aber auch der Schulden, die an die Sozialversicherungsträger entstanden sind. Resultat dieses seit vier Jahren an mehreren Fronten erfolgenden Angriffs auf das Versicherungssystem ist, dass jeden Monat ein Kampf ausgefochten wird, damit reibungslos die Renten an 2,6 Mio. Rentner gezahlt werden.
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Renten in Griechenland – Einigung oder nicht?

7. Juni 2015 / Aktualisiert: 06. Februar 2017 / Aufrufe: 993 3 Kommentare

Obwohl in Griechenland bereits 45 Prozent der Renten unterhalb der Armutsgrenze liegen, fordern die Gläubiger erneut Rentenkürzungen und höhere Altersgrenzen.

Nach Monaten quälender Verhandlungen zwischen Griechenland und seinen Gläubigern über die Rettung hat sich ein Thema als schwieriger als alle übrigen erwiesen: die Reformen bei den Renten. Unter dem Beharren des Internationalen Währungsfonds fordern die Gläubiger von Athen, die Hähne in einem System zuzudrehen, das sie für nicht tragfähig halten.

Funktionäre der linksradikalen SYRIZA-Regierung monieren, dass bereits schmerzhafte Angleichungen erfolgt sind, und drohen damit, die Gespräche platzen zu lassen. Wie generös ist also das Rentensystem in Griechenland? Wie stellt es sich im Vergleich zu anderen Systemen in Europa dar?
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Griechenlands Gläubiger fordern Rentenkürzungen von bis zu 62 Prozent

6. Juni 2015 / Aufrufe: 3.285 9 Kommentare

Die Gläubiger Griechenlands verlangen weitere rigorose Einsparungen im Rentensystem und behalten sich die Genehmigung jeglicher Änderungen im Arbeitswesen vor.

Um von 10% bis zu 62% gekürzte Renten sollen alle erhalten, die ab dem 01 Januar 2016 in die Frührente gehen, während ab dem selben Jahr bis 2022 jedes Jahr 6 Monate (und 1 Jahr ab 2022) zu den für die „alten“ Versicherten weiterhin geltenden niedrigeren Altersgrenzen hinzukommen, so dass niemand mehr ein Motiv hat, vor 62 Jahren in Rente zu gehen.

Kürzungen bei Hauptrenten, Beibehaltung der Null-Defizit-Klausel für die Zusatzrenten und Abfindungen, Streichung der Solidaritätszulage für Rentner (EKAS), aber auch sofortige Abschaffung der vorzeitigen Verrentungen ab dem 30 Juni 2016 sind jedoch nur einige der Maßnahmen, welche die Gläubiger in Zusammenhang mit der Versicherungsreform verlangen.
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Neue Bombe bedroht Versicherungssystem in Griechenland

31. Mai 2015 / Aufrufe: 5.007 1 Kommentar

Eine neue Bombe bedroht das Versicherungssystem in Griechenland und es besteht die Gefahr, dass sie die Versicherungskassen in die Luft jagen wird.

Laut der Zeitung „Imerisia“ befinden sich ungefähr 130.000 Arbeitnehmer im „Vorraum“ zum Renteneintritt, während weitere 150.000 derzeit „feststecken“, da sie noch nicht entweder das nötige Alter erreicht oder die erforderlichen Versicherungsjahre zusammengebracht haben. Diese beiden Kategorien Versicherter werden also früher oder später zu den derzeit 2.654.748 Rentnern hinzukommen und die jährlichen Aufwendungen für Renten auf über 28,14 Mrd. Euro emporschnellen bzw. einen Rekord der letzten 16 Jahre verzeichnen lassen.

Zur selben Stunde werden sich gefährlich die Defizite der Kassen ausweiten, bezüglich derer veranschlagt wird, dass sie allein in diesem Jahr (2015) 1,8 Mrd. Euro erreichen werden. Funktionären des Versicherungswesens zufolge nimmt diese rapide Zunahme der Rentner, aber auch der Aufwendungen für Rentenzahlungen, die derzeit monatlich 2,35 Mrd. Euro betragen und von denen 1,35 Mrd. Euro den Staatshaushalt „belasten“, neue Umstürze im Versicherungssystem vorweg.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

Griechenland diskutiert keine erneuten Rentenkürzungen

6. Mai 2015 / Aktualisiert: 04. Oktober 2017 / Aufrufe: 2.347 4 Kommentare

In Griechenland beträgt derzeit die durchschnittliche Hauptrente knapp 665 Euro und fast 45 Prozent der Rentner beziehen unterhalb der Armutsgrenze liegende Renten.

Gemäß den Fakten, die der stellvertretende griechische Minister für Sozialversicherung, Dimitris Stratoulis, am 04 Mai 2015 an die griechische Botschaft in Berlin übermittelte, liegt in Griechenland derzeit die durchschnittliche Hauptrente bei 664,60 Euro.

Herr Stratoulis schritt anlässlich der Debatte im deutschen Bundestag zu diesem Zug, um detaillierte Angaben über die Höhe der durchschnittlichen Rente in Griechenland zu gegeben.
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Korrupte Beamte in Griechenland haben Recht auf Pension

15. Februar 2015 / Aufrufe: 2.123 1 Kommentar

Laut dem Obersten Rechnungshof in Griechenland darf auch unwiderruflich verurteilten öffentlichen Bediensteten nicht pauschal der Pensionsanspruch aberkannt werden.

Der Senat des Obersten Rechnungshofs in Griechenland urteilte, dass ein öffentlicher Bediensteter, der mit einem unwiderruflichen Urteil verurteilt worden ist, nicht seinen Rentenanspruch verliert, und gab so einem Finanzbeamten Recht, dem die Pension verweigert wurde, weil es seinen Lasten ein gerichtliches Urteil – konkret wegen Korruption – vorlag.

Wie in dem Urteil angeführt wird, kollidiert die Aberkennung der Rente im Fall des Vorliegens einer gerichtlichen Verurteilung mit dem grundgesetzlichen Prinzip der Verhältnismäßigkeit, während sie parallel die menschliche Würde angreift und das Recht auf Entfaltung der Persönlichkeit beeinträchtigt. Im selben Moment stellt sie eine übermäßig beschwerende und unverhältnismäßige Sanktion dar, da sie nicht in einem gerechten Verhältnis der Ausgewogenheit bezüglich des angestrebten Zwecks des öffentlichen Nutzens steht.
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