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Archiv für die Kategorie ‘Sozialwesen’

Patrizier und Plebejer der Rentner in Griechenland

21. Juni 2017 / Aufrufe: 581 Keine Kommentare

Trotz aller Kürzungen und Reformen stehen sich in Griechenland viele Pensionäre des öffentlichen Sektors  nach wie vor sehr viel besser als die Rentner des privaten Sektors.

Die Pensionäre und Rentner der öffentlichen Elektrizitätsgesellschaft (DEI), der Telefon- bzw. Telekommunikationsgesellschaft (OTE), der elektrischen Stadtbahnbetriebe Athen – Piräus  (ISAP) und anderer ehemaliger staatlicher oder von dem Staat kontrollierter Unternehmen und Träger (DEKO) sind in den sogenannten Rentner-Penthäusern angesiedelt, mit monatlichen Bezügen von über 1.000 Euro, die sich trotz der Krise auf sehr viel höheren Niveaus als der Durchschnitt der Renten des „Einheitlichen Sozialversicherungsträger“ (EFKA) bewegen.

In den „Kellerräumen“ des „Rentengebäudes“ Griechenlands sind dagegen die Rentner des privaten Sektors, die Selbständigen und die Landwirte zusammengepfercht. (Ergänzend sei angemerkt, dass seit Anfang 2017 praktisch alle Rentenzahlungen über den „EFKA“ erfolgen, für die von den vormaligen eigenständigen Kassen kommenden / übernommenen Rentner und Pensionäre jedoch weiterhin weitgehend die speziellen Regelungen und Statuten der „zwangsfusionierten“ Kassen und Träger gelten.)
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23 Rentenkürzungen in Griechenland in 7 Jahren

5. Mai 2017 / Aufrufe: 2.188 Kommentare ausgeschaltet

Die innerhalb der letzten 7 Jahre erfolgten 23 Kürzungen bei den Renten kosteten Griechenlands Rentner über 50 Milliarden Euro.

Das Einheitliche Rentnernetzwerk (ENDISY) zeichnet die „Road-Map“ aller 23 Beschneidungen bei den Renten in Griechenland während der Dauer der Memoranden ab 2010 bis heute.

Die Memorandums-bedingten Verluste für die Rentner in den letzten sieben Jahren werden auf insgesamt über 50 Mrd. Euro geschätzt. Das ENDISY meint dazu: „Die Verarmung der Veteranen der Arbeit kommt zur Vollendung. Mit der neuen Beschneidung der sogenannten persönlichen Differenz im Jahr 2019 in Kombination mit der Senkung des Steuerfreibetrags werden die Renten (Kürzungen bis zu 50%) zu Trinkgeldern gemacht.
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Das Renten-Massaker in Griechenland

18. April 2017 / Aufrufe: 1.477 Kommentare ausgeschaltet

Was seit 2010 und nach drei Memoranden in Griechenland mit den Renten geschah und noch geschehen wird.

Nach der zwischen Griechenland und seinen Gläubigern erreichten Vereinbarung, die innerhalb des kommenden Monats finalisiert zu werden scheint, wurden die erneuten Kürzungen bei den Renten schließlich nicht abgewendet.

Und es sind wieder große Kürzungen, die zu vorherigen hinzukommen, was die Gestaltung eines noch niedrigeren Einkommensniveaus für die Rentner zum Resultat hat. Es besteht kein Zweifel, dass alle Kürzung schmerzhaft waren und sind. Einige von diesen waren aber schmerzhafter, in Wirklichkeit extrem, da sie Kürzungen von 30% bis 40% sogar auch bei Renten von Kleinrentnern zum Ergebnis hatten, wie es im übrigen auch mit Denen geschah, die einen Anspruch auf die sogenannte Soziale Solidaritätszulage für Rentner (EKAS) hatten.
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Anspruch auf eine vorläufige Rente in Griechenland

19. März 2017 / Aufrufe: 522 Kommentare ausgeschaltet

Griechenland verweigert Versicherten mit internationalen Versicherungsverläufen ohne eigenständigen Rentenanspruch im griechischen Versicherungssystem vorläufige Bezüge.

Die Verwaltung des neuen nationalen „Einheitlichen Trägers für Sozialversicherung (EFKA) in Griechenland verdeutlichte in einem (Rund-) Schreiben die Fälle, in denen eine sogenannte vorläufige Rente gewährt wird.

Es wird klargestellt, dass grundsätzlich (jedoch nur unter bestimmten Voraussetzungen!) die Anwärter aller Rentenkategorien einen Anspruch auf Erhalt einer vorläufigen Rente haben. Ebenfalls wird bezüglich der vor dem 12 Mai 2016, also vor dem Termin des Beginns der Geltung des neuen Versicherungsgesetzes (N. 4387/2016) gestellten Rentenanträge betont, dass die sich auf Basis der neuen Berechnungsmethode ergebende vorläufige Rente gewährt werden wird. Für alle, die vor dem 12 Mai 2016 Rentenanträge stellten, bleiben dagegen die Bestimmungen älterer Gesetze (z. B. Artikel 38 des N. 3996/2011) in Geltung.
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Rente aus dem Ausland in Griechenland

18. März 2017 / Aufrufe: 1.086 Kommentare ausgeschaltet

Wie für alle Länder der EU geltend haben auch in Griechenland arbeitende oder lebende EU-Bürger ihre Rente bei dem nationalen Rententräger zu beantragen.

Als Bürger der Europäischen Union sind sie berechtigt, in einem beliebigen anderen Land der Union zu leben und dort in Rente zu gehen beziehungsweise die Ihnen gegebenenfalls aus anderen EU-Ländern zustehenden Renten zu beantragen und zu beziehen.

In diesem Zusammenhang haben Sie allerdings zu wissen, dass konkrete Regeln, die Ihre Bezüge beeinflussen können, aber auch in Zusammenhang mit den Steuern gelten, die Sie (möglicherweise sogar in mehr als einem Land) zu entrichten verpflichtet sind.
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Rentenanspruch in Deutschland und Griechenland?

12. März 2017 / Aufrufe: 1.285 Kommentare ausgeschaltet

Kostenlose Informierung und Beratung für Personen, die sowohl in Deutschland als auch in Griechenland pflichtversichert waren oder sind.

Der neue „Einheitliche Träger für Sozialversicherung“ (EFKA) in Griechenland wird eine Reihe von Tagesveranstaltungen (genauer gesagt Beratungstagen) für Bürger / Versicherte durchführen, die in Deutschland und in Griechenland versichert sind oder waren.

Ziel ist, die Interessenten über das geltende Rentensystem und ihre persönlichen Ansprüche auf eine Rente sowohl von deutscher als auch griechischer Seite zu informieren.
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Griechenland beklaut erneut die Rentner

7. März 2017 / Aufrufe: 1.214 2 Kommentare

In Griechenland gilt rückwirkend ab Juni 2016 für alle Renten ein Plafond von 2000 und im Fall des Anspruchs auf mehre Renten insgesamt 3000 Euro brutto monatlich.

Ab April 2017 werden in Griechenland die Bezüge aller Rentner und Pensionäre, die bisher monatlich einen Betrag von über 2.000 Euro brutto, sofern es sich um eine einzige Rente handelt, oder über 3.000 Euro brutto bezogen, wenn sie mehr als eine Rente erhalten, beschnitten ausgezahlt werden, da der – aus der Zwangsfusion aller bisherigen Rentenkassen hervorgegangene – „Einheitliche Sozialversicherungsträger“ (EFKA) jeden über die neuen Höchstgrenzen hinausgehenden Betrag einbehalten sowie gegebenenfalls sogar rückwirkend ab dem 01 Juni 2016 einfordern wird.

Diese Einbehaltung / Rückforderung wird in monatlichen Raten gleicher Höhe selbst auch bei all Denen erfolgen, die nach Juni 2016 die neuen Höchstgrenzen überschreitende Rentenbeträge erhalten bzw. bewilligt bekommen haben.
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Griechenland belastet Minijobs mit fast 50 Prozent

6. Februar 2017 / Aufrufe: 1.031 5 Kommentare

Geringfügige Gelegenheitsarbeiten und Nebenverdienste sind in Griechenland seit Anfang 2017 nicht nur steuerpflichtig, sondern auch voll sozialversicherungspflichtig.

Die sogenannte „Lex Katrougkalos“ (sprich das 2015 unter dem inzwischen substituierten Arbeitsminister verabschiedete neue Versicherungsgesetz) schloss das einzige „Fensterchen“, das in Griechenland Arbeitslosen, Arbeitsmarktneulingen, Niedrigverdienern und Rentnern noch geblieben war, um ein kleines Einkommen zu verdienen, ohne es mit den Büchern des Finanzamts, der MwSt., den Sozialversicherungsbeiträgen an den OAEE und der Gewerbeabgabe zu tun zu bekommen.

Die Möglichkeit zur Einnahme von Beträgen im Bereich von 5.000 – 10.000 Euro brutto jährlich auf Basis sogenannter Quittungen über gewerbliche Ausgaben (Erwerbstitel) wird fortan ad absurdum geführt, da auch diese Kategorie der Beschäftigten wie die Freiberufler und Gesellschaftsmitglieder zur Entrichtung von Versicherungsabgaben mit einem Satz von 26,95% verpflichtet ist.
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Kriterien für Bezug von Sozialhilfe in Griechenland

18. Januar 2017 / Aufrufe: 1.627 1 Kommentar

Wer Anspruch auf die ab 2017 in Griechenland erstmals landesweit eingeführte Grundsicherung beziehungsweise sogenannte soziale Solidaritätsbeihilfe hat.

In Griechenland beginnt nach Mitte Januar 2017 die Umsetzung der sogenannten sozialen Solidaritätsbeihilfe (KEA), die landesweit voraussichtlich bis zu ungefähr 700.000 Berechtigte decken wird, die unter Verhältnissen extremer Armut leben und folgende (Höchst-) Beträge beziehen können werden:

  • Für einen 1-Personen-Haushalt 200 Euro im Monat.
  • Für jedes weitere volljährige Mitglied des Haushalts zusätzlich 100 Euro pro Monat.
  • Für jedes minderjährige Mitglied des Haushalts zusätzlich 50 Euro pro Monat.


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Umverteilung der Armut anstatt des Reichtums in Griechenland

3. Januar 2017 / Aufrufe: 774 Kommentare ausgeschaltet

Laut dem ehemaligen Arbeitsminister Giorgos Koutroumanis wird in Griechenland nicht der Reichtum, sondern die Armut umverteilt.

Wie bekannt ist, gab und gibt es in Griechenland immer noch kein garantiertes Mindesteinkommen. Alles, was anfänglich 2012 und im weiteren Verlauf bis einschließlich vor einigen Tagen ratifiziert wurde, liegt in Richtung der Umsetzung einer solchen Maßnahme für die Gesamtheit der Bevölkerung unseres Landes. Bleibt abzuwarten, wie sie in der Praxis funktionieren wird.

(Um Missverständnissen vorzubeugen, sei ausdrücklich betont, dass hier und nachstehend nicht etwa von einem „pauschalen Mindesteinkommen für alle„, sondern allein von einer minimalen „sozialen Grundsicherung“ die Rede ist!)
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