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Archiv für die Kategorie ‘Politik’

Warum Griechenland bei Privatisierungen scheitert

12. Januar 2018 / Aufrufe: 856 1 Kommentar

Den utopischen Vorgaben des ersten Memorandums zufolge hätte Griechenland ab 2011 bis einschließlich 2015 rund 50 Milliarden Euro aus Privatisierungen einnehmen sollen.

Die Einnahmen Griechenlands aus den sogenannten Privatisierungen werden für 2018 auf 2,74 Mrd. Euro veranschlagt, das Wahrscheinlichste ist jedoch, dass (auch) dieses Ziel nicht erreicht werden wird.

Seit den im Jahr 2011 auf (Anmerkung: schon damals absolut utopische) 50 Mrd. Euro veranschlagten Schätzungen bzw. Einnahmen wiederholen sich die Fehler bis heute.
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Wird Griechenland neue Krücken brauchen?

9. Januar 2018 / Aufrufe: 632 1 Kommentar

Angesichts des im Sommer 2018 auslaufenden Memorandums stellt sich die Frage, ob Griechenland aus eigener Kraft auf die Beine kommen oder neue Krücken brauchen wird.

Wird Griechenland aus seinen eigenen Kräften und ohne externe Hilfe – wie beispielsweise Irland, Portugal und Zypern – voranschreiten können, wie es im übrigen auch die Regierung des Landes wünscht? Oder wird dem am 20 August 2018 auslaufenden Rettungsprogramm ein ähnliches folgen, wie es etliche Analytiker erwarten?

Dies ist die Frage, die Bloomberg in einem Griechenland gewidmeten Artikel stellt, worin betont wird, wie kritisch das Jahr 2018 für die Wirtschaft des Landes ist und welch maßgebliche „Wette“ der Ausgang aus dem Programm im August ist. Parallel führt die Agentur auch zehn kritische Schritte an, die zu befolgen sind, damit dieser Kurs erfolgreich ist.
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Griechenlands Premierminister lügt unverfroren

6. Januar 2018 / Aufrufe: 526 1 Kommentar

Die Lüge des Premierministers Alexis Tsipras, Griechenland komme endlich aus den Memoranden heraus, ist nicht weniger dreist als das Märchen vom Weihnachtsmann.

Griechenlands Premierminister Aelexis Tsipras beharrt darauf, dass Griechenland endlich aus den Memoranden herauskommt. Es handelt sich um eine außerordentlich große „Inkorrektheit“ (und das weiß er natürlich!), weil wir uns bereits auf hohe (Primär-) Überschüsse von 3,5% des BIP bis einschließlich 2022 und Überschüsse der Größenordnung bei 2% ab 2023 bis mindestens einschließlich 2060 eingelassen haben.

Die Höhe dieser (provokanten) „Ungenauigkeit“ wiederum ist der groben Lüge ebenbürtig, … ein einziger Weihnachtsmann könne in ein und der selben Nacht an alle Kinder der Welt Geschenke verteilen … .

Griechenlands Überschüsse basieren auf absurder Überbesteuerung

Jedenfalls scheinen die Finanzmärkte sich mit Griechenlands vorstehender „Verpflichtung“ zu Super-Überschüssen zu begnügen, was (bis zu einem gewissen Grad) auch die Deeskalation des Investitionsrisikos erklärt (siehe Bloomberg – Markets).

Das Problem, das Griechenland heute hat und auch in den kommenden Jahren haben werden wird, ist jedoch, dass die Erzielung von Überschüssen mit der (Über-) Besteuerung als „Speerspitze“ geschieht. Es reicht aus, Nachstehendes anzumerken:

  1. Die Besteuerung für eine griechische Familie mit zwei berufstätigen Eltern und zwei Kindern befindet sich bei 38,35% der Arbeitskosten (Angaben für 2016), im Verhältnis zu 30,94% in der OECD als Gesamtheit. Die Besteuerung für einen einfachen Arbeitnehmer (ohne Kinder) steigt auf 40,24% der Arbeitskosten, im Verhältnis zu 36,02% in der OECD als Gesamtheit (siehe OECD – Taxing Wages 2017).
  2. Sich bei 23% befindend übersteigt die griechische Mehrwertsteuer signifikant die auf die Gesamtheit der OECD bezogenen 19,2%.
  3. Die Besteuerung des Benzins entspricht in Griechenland 66,8% des Gesamtpreises, im Verhältnis zu 56,9% in der OECD als Gesamtheit (siehe OECD – Taxes on Consumption).
  4. Sich heute bei 29% befindend übersteigt der Steuersatz für die Unternehmen den Durchschnittswert der OECD um 5 volle Prozentpunkte (siehe OCD – Statutory corporate income tax rate). Die Besteuerung der Unternehmen stellt folglich trotz der eventuellen Vorteile, die sich logischerweise aus dem Rückgang des Investitionsrisikos ergeben, ein großes Hemmnis für Investitionen in Griechenland dar.

Warum sollten ausländische Investoren in Griechenland investieren?

Ich möchte nicht den Umstand verkennen, dass der Rückgang des Investitionsrisikos (siehe auch „Spread“ der griechischen Staatsanleihen) eine positive Entwicklung darstellt. Dennoch haben wir als Land weiterhin ein großes Problem: Die jüngsten Fakten des von dem „World Economic Forum“ publizierten Global Competitiveness Index 2017-18 platzieren Griechenland hinsichtlich des Vertrauens seiner Bürger in die griechischen Politiker leider fast auf der „Talsohle“ (sprich auf dem außerordentlich niedrigen Platz 106 unter 137 Staaten).

Warum also sollen die (ausländischen) Investoren ihre Gelder in einem Land investieren, das von Politikern geführt wird, denen sich wir selbige Griechen zu vertrauen weigern? Unter diesen Umständen wird keinerlei Rückkehr zur „Normalität“ und keinerlei Ausgang aus memorandischen Beaufsichtigungen stattfinden …

(Quelle: insider.gr, Autor: Kostas Milas)

Plant Griechenland die indirekte Auslieferung türkischer Offiziere?

3. Januar 2018 / Aufrufe: 333 Keine Kommentare

Beabsichtigt Griechenlands Regierung, die 8 türkischen Militärs per Abschiebung in ein Drittland letztendlich doch in die Arme des türkischen Diktators Erdogan zu treiben?

Politische Faktoren schildern das Szenarium, gemäß dem die griechische Regierung die im Sommer 2016 nach Griechenland geflohenen acht türkischen Offiziere – ihnen das Asyl verweigernd – in ein Drittland abzuschieben und von dort praktisch in die Arme des „Sultans“ (Erdogan) zu führen beabsichtigt.

Der Abstand zwischen dem gerichtlichen Verbot der Auslieferung der 8 türkischen Militärs an die Türkei und der Gewährung politischen Asyls ist letztendlich sehr groß. In ihn passt bis hin zu der Möglichkeit, dass die 8 türkischen Offiziere sich in Ketten geworfen in den Gefängniszellen des Tayyip Erdogan wiederfinden werden – mit der griechischen Regierung zwar desinteressiert vor sich hin pfeifend, jedoch sehr gut … ihren Job erledigt habend.
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Warum Griechenland und Türkei sich nicht vertragen können

19. Dezember 2017 / Aufrufe: 674 Keine Kommentare

Solange der türkische Sultan Erdogan auf seiner derzeitigen Rhetorik beharrt, besteht keine Aussicht auf eine Versöhnung zwischen Griechenland und der Türkei.

Die renommierte britische Wirtschaftszeitschrift „The Economist“ unternimmt die Gründe zu erklären, aus denen die beiden Ägäis-Anrainer, sprich Griechenland und die Türkei, sich – zumindest in der gegenwärtigen Phase – nicht zu versöhnen vermögen.

Anlass sind der jüngste (Staats-) Besuch des türkischen Präsidenten Tayyip Erdogan in Griechenland und die sich als falsch erwiesenen Hoffnungen, diese Reise würde zu einer Verbesserung der bilateralen Beziehungen zwischen Griechenland und der Türkei führen.
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Die EU als Experiment

30. November 2017 / Aufrufe: 927 3 Kommentare

Das Experiment der EU macht Europa zu einem Kontinent der Dritten Welt.

Falls ein wissenschaftliches Experiment in einem geschlossenen, begrenzten Raum fehlschlägt, macht das weiter nichts aus. Möglicherweise ist ein kleiner investierter Betrag und ein Teil der wertvollen Zeit der Wissenschaftler verloren gegangen. Kaum jemand interessiert sich für einen solchen Misserfolg oder wird davon beeinträchtigt.

Was geschieht jedoch, wenn das Experiment nicht in einem geschlossenen Raum durchgeführt wird und das Versuchskaninchen die selbigen Nationen Europas sind?
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Wie Deutschlands politische Krise Griechenland beeinflusst

22. November 2017 / Aufrufe: 454 Keine Kommentare

Warum die Regierung Griechenlands mit angehaltenem Atem die politischen Entwicklungen in Berlin beobachtet.

Nach dem Rückzug der Liberalen (sprich FDP) des Christian Lindner aus den Verhandlungen über die Bildung einer Koalitionsregierung und der sich für Angela Merkel am Horizont abzeichnenden Sackgasse hat sich für die griechische Regierung die politische Krise in Deutschland zu einem schwer zu lösenden Problem entwickelt.

Von deutscher Seite mag zu Gelassenheit geraten werden, wobei die Erklärungen Wolfgang Schäubles, der „von einer Prüfung, jedoch keiner Staatskrise“ sprach, für die in Berlin herrschende Situation aufzeigend sind, die jedoch diametral entgegengesetzt zu der in Athen herrschenden Lage ist, wo man die Entwicklungen in Deutschland mit angehaltenem Atem beobachtet, wobei die Möglichkeit von Neuwahlen die schlimmste Entwicklung wäre.
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Griechenland steht Kritisches bevor

10. November 2017 / Aufrufe: 798 Keine Kommentare

Die Zahlen zeigen das völlige Scheitern der Programme zur Rettung Griechenlands.

Die jüngsten Erklärungen des Eurogruppen-Leiters Jeroen Dijsselbloem, aber auch des Vorsitzenden der deutschen Liberalen, Christian Lindner, bezüglich des im Sommer 2018 auslaufenden griechischen Rettungsprogramm beweisen, dass für Griechenland das Kritische noch kommt.

Die höchsten europäischen Amtsträger haben klar gestellt, keine Entlastung der griechischen Verschuldung zu wünschen, jedoch eventuell eine Umstrukturierung der Verschuldung Griechenlands mit einem neuen, von einem neuen harten Maßnahmenpaket begleitetes Finanzierungsprogramm akzeptieren könnten, oder anderenfalls das Ausscheiden Griechenlands eine Einbahnstraße darstellen wird.
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120 Jahre Troika in Griechenland

7. November 2017 / Aufrufe: 546 Keine Kommentare

Von Edward Law bis zu Delia Velculescu – 120 Jahre Troika in Griechenland.

Seit ungefähr eineinhalb Jahrhunderten tut Griechenland so, als ob es reformiert werde, und seine Gläubiger tun so, als ob sie ihm glauben. So funktionierte das Schema und so funktioniert es immer noch.

Die Regierungen tauften die Maßnahmen Reformen und täuschten – wie jüngst im Parlament Finanzminister Evklidis Tsakalotos – vor, dass diese zur Übererfüllung von Einnahmezielen führten, wogegen die Wahrheit ist, dass sie alle – abgesehen von einigen wenigen historischen Ausnahmen – ihr Gewicht auf die Beitreibung von Steuern warfen und die Ratschläge der Gläubiger bezüglich tiefer Zäsuren im Staat systematisch ignorierten.
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Mittelschicht in Griechenland wird bewusst ausgelöscht

6. November 2017 / Aufrufe: 670 Keine Kommentare

Die Regierung löscht bewusst den Mittelstand aus und der Mittelstand weiß dies.

Der Untertitel des Artikels ist die deskriptive Wiedergabe des zynischen Eingeständnisses des stellvertretenden Finanzministers Giorgos Chouliarakis bezüglich einer bewussten Überbesteuerung des Mittelstands in Griechenland.

Sein Argument, dies geschehe zur Unterstützung der Schwachen, ist jedoch schizophren, da es mittelfristig mit absoluter Sicherheit zu dem Resultat führt, dass alle Griechen zu Schwachen werden, da die Mittelschicht eines Augenblicks aufhören wird, in der Mitte zu sein. Dann werden wir alle „in Armut gleich“ sein und niemand wird sich mehr beschweren.
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