Die Beiträge dieses Blogs basieren überwiegend auf Publikationen griechischer Medien, aber auch eigenen Recherchen, wobei naturgemäß subjektive Positionen einfließen können. Alle Angaben und Informationen erfolgen ohne Gewähr und unter Ausschluss jeglicher Haftung!
Griechenland ohne Zukunft in Eurozone
Immobilien in Griechenland
Inserieren Sie jetzt kostenlos Ihre Immobilie in Griechenland.
Laut dem Präsidenten des deutschen Wirtschaftsinstituts Ifo hat Griechenland in der Eurozone keine Aussicht auf Wettbewerbsfähigkeit.
Griechenland wird als Mitglied der Eurozone nicht wettbewerbsfähig werden können, während sich auch andere Euro-Wirtschaften, welche Problemen begegnen, möglicherweise schwer tun werden, Löhne und Preise im nötigen Umfang zu senken, meint der Präsident des Ifo-Instituts.
“Persönlich glaube ich, dass Griechenland keinerlei Chance hat, innerhalb der Eurozone wettbewerbsfähig zu werden“, erklärte Hans-Werner Sinn im Rahmen eines Vortrags am 23 April 2012 in New York und betonte, dass sich auch andere Länder der Eurozone in eine entsprechende Lage geraten werden.
“Was immer auch die Politiker sagen mögen, ist die Senkung der Löhne und Preise im notwendigen Maß ist in bestimmten Ländern Südeuropas unmöglich“, erklärte Herr Sinn. “Die Politik kann sich nicht über die Gesetze der Wirtschaft hinwegsetzen“, ergänzte er und deutete an, dass Griechenland und andere Länder des europäischen Südens aus der Eurozone ausscheiden müssen, wenn sie … es zu etwas bringen wollen.
(Quellen: Imerisia)
Bodenschätze machen Griechenland zur reichsten peripheren Lagerstätte der EU
Bodenschätze wie Erze, Metalle und Minerale stellen den verborgenen Schatz in Griechenland dar, der das Land zur reichsten peripheren Lagerstätte in Europa macht.
Die Hütten- und Montanindustrie stellt heute einen der dynamischsten und extrovertiertesten Zweige der griechischen Wirtschaft dar, ist mit ungefähr 5% am Bruttosozialprodukt (BIP) beteiligt und beschäftigt direkt und indirekt rund 80.000 Arbeitskräfte. Obwohl speziell in der westeuropäischen Sphäre von der öffentlichen Meinung ignoriert bzw. ihr zweckdienlich verschwiegen wird, dass Griechenland bei etlichen einschlägigen Erzeugnissen und Produkten auf internationalem Niveau in der “Oberliga” mitspielt, ist seine Präsenz nicht zu leugnen.
Der Wert der in Griechenland vorhandenen Vorkommen an Bodenschätzen in Form von Edelmetallen, Erzen, Mineralien usw. wird mit wenigstens 28 Milliarden Euro veranschlagt. Die Nutzung allein der in Nordgriechenland vorhandenen Gold- und Silbervorkommen könnte das Land zu einem der größten Edelmetall-Lieferanten in der Europäischen Gemeinschaft machen. Eine signifikante Präsenz und besondere Position haben natürlich auch die großen führenden griechischen Unternehmen der Branche inne, die sich auf internationalem Niveau profilieren.
“VIOHALCO” – Internationale Kraft in der Metallurgie
Die Entschlossenheit und das unternehmirische Genius des Michalis Stasinopoulos erschufen den Konzern Viohalco (Βιοχάλκο), den größten Hüttenkonzern des Landes, mit einer signifikanten Präsenz im Ausland. Er wurde 1937 Gegründet und die erste Fabrik produzierte Rohre, Haushaltsgerät und Hydraulikartikel. Als der griechisch – italienische Krieg begann, wurde der Hüttenbetrieb in ein Rüstungsunternehmen umgewandelt, da er alte Patronen annahm und wieder zu Munition aufarbeitete. Bis dahin bestand in Griechenland diese Möglichkeit nicht, und so trug der Betrieb der Fabrik zu dem von dem Land ausgetragenen Kampf bei. Um die Produktion auszuschöpfen, arbeitete die Fabrik im 24-Stundenbetrieb mit vier Schichten, sogar auch sonntags.
In der Besatzungsperiode wurde die Fabrik geschlossen, nahm 1946 den Betrieb wieder auf und wurde 1947 an der Athener Börse eingeführt. Heute verfügt der Konzern über ungefähr 80 Gesellschaften unter seinem “Schirm”, von denen sechs (Elval, Holcor, Sidenor, Ellinika Kalodia, ETEM und Soulinourgia Korinth) an der Börse notiert sind, und beschäftigt mehr als 8.000 Arbeitskräfte. Er ist intensiv exportorientiert und exportiert in mehr als 60 Länder, was zum Ergebnis hat, dass der im Ausland getätigte Umsatz höher als der in Griechenland getätigte liegt. Der Gesamtumsatz für das Geschäftsjahr 2011 erreichte 3,53 Mrd. Euro und lag damit um 19,5% höher als in dem entsprechenden Vorjahreszeitraum 2010, während die Gesamtgewinne vor Steuern, Finanzierungs-, Investitions- und Abschreibungsergebnissen (EBITDA) 176,6 Mio. Euro erreichten und damit einen Anstieg um 11,34% im Vergleich zu 2010 verzeichneten.
“S&B Industrieminerale” – Schwerpunkt auf Extrovertiertheit
Bis einschließlich der ersten Hälfte des 20. Jahrhundert blieb der Reichtum an Bodenerzen des Landes ungenutzt, da die Erzbetriebe sich mehr mit der Förderung und dem Vertrieb natürlicher Erze als mit deren Bearbeitung und Veredelung beschäftigte. Somit gingen die Rohstoffe unbearbeitet ins Ausland, wo sie in Produkte umgewandelt wurden, welche Griechenland danach zu teuren Preisen einkaufte. Diese Situation wollten Euripides Mavromatis, Ilias Iliopoulos, Georgios Iliopoulos und Athanasios Iliopoulos ändern, indem sie 1934 die “Silbererz & Bariumsulfat-Werke” (A&B, griechisch: Αργυρομεταλλευμάτων & Βαρυτίνης) auf Milos und die “AEM Bauxitwerke Parnassos” (Βωξίται Παρνασσού) in Fokida gründeten, Ahne der S&B Industriemineralien (S&B Βιομηχανικά Ορυκτά).
Heute nimmt die S&B Industrieminerale mittels einer Reihe strategischer Züge eine führende Rolle in den Zweigen ihrer Aktivitäten ein (Betonit, Perlit, Bauxit und Guss-Flussmittel) und hat eine signifikante Präsenz im Ausland. Sie verfügt über 46 Fabriken und Bearbeitungseinheiten, 26 Minen und 26 Vertriebszentren in zwanzig Ländern, realisiert Verkäufe in 75 Länder auf allen fünf Kontinenten und beschäftigt ungefähr 2.000 Arbeitskräfte. Für 2011 verzeichneten die Umsätze des Konzerns einen Anstieg um 8,5% im Verhältnis zu 2010 und erreichten 455,7 Mio. Euro, während die Reingewinne einen Anstieg um 57% verzeichneten und sich mit 20,6 Mio. Euro darstellten.
“Alumil” steigert Umsätze trotz Krise
Die Alumil (Αλουμύλ) stellt – auf Basis der Produktionskapazität – einen der größten privaten Industriekonzerne für integrative Aluminiumsysteme in Europa dar. Als Anerkennung für ihren Beitrag im Zweig der Planung, der Produktion und des Vertriebs architektonischer Aluminium-Systeme sowie ebenfalls auch der Profile industrieller Nutzung wurde sie zum liierten Mitglied der Europäischen Aluminium-Union ernannt.
Der Konzern “Alumil” verfügt über 29 Tochtergesellschaften, von denen sich 21 im Ausland befinden (Europa, Balkan, Mittlerer Osten), während seine Produktionsanlagen in dem griechischen Städten Kilkis, Serres, Komotini und in Rumänien, Bulgarien, Serbien, Bosnien und Albanien verteilt sind. 2011 schaffte er es trotz der Flaute auf dem Inlandsmarkts, die Umsätze zu steigern und die Ertragslage zu verbessern. Vision der Unternehmensleitung ist, dass die Alumil der geniale, führende, innovative und von einem interkulturellen Charakter geprägte Konzern in seinem Raum ist, mit Zentrum den Menschen und Respektierung der Umwelt.
“Titan” – Die erste Zementindustrie des Landes
Mit einem mehr als ein Jahrhundert andauernden Betrieb und genau 100 Jahren Präsenz auf den Anzeigetafeln der Athener Börse verfügt die Zementindustrie “Titan” (Τιτάν) über Produktions- und Handelspräsenz in 13 Ländern und beschäftigt ungefähr 5.800 Personen.
Sie ist in vier geographische Sektoren organisiert: Griechenland und Westeuropa, USA, Nordosteuropa und östliches Mittelmeer. 2011 verkaufte sie 15,3 Millionen Tonnen Zement und Materialien mit ähnlichen Eigenschaften, 3,7 Millionen Kubikmeter Fertigbeton, 10,9 Millionen Tonnen träge Materialien und auch verschiedene Baumaterialien wie Beton-Blocksteine, Fertigputz usw.
Die Lagerstätten im griechischen Boden – Vorkommen von über 28 Mrd. Euro
Griechenland zählt hinsichtlich sowohl der Qualität als auch der Quantität zu den reichsten peripheren Lagerstätten Europas. Laut dem Institut für Geologie und Mineralforschung (IGME) übersteigen die gesamten Erzvorkommen im Boden Griechenlands 28 Mrd. Euro, natürlich ohne Berücksichtigung auch der Kohlenwasserstoffvorkommen. Studien zeigen sogar, dass sich die geschätzten Mengen an Gold auf 8,5 Millionen Unzen und an Silber auf 65 Millionen Unzen belaufen.
Es wird angenommen, dass allein die Nutzung der bestätigten Vorkommen an Gold und Silber in Nordgriechenland das Land zu einem der größten Edelmetall-Erzeugerländer der Europäischen Union machen kann. Wie aus Marktkreisen angeführt wird, können infolge auch der neulich von der politischen Führung des Umwelt- und Energieministeriums angekündigten überparteilichen Unterstützung in der nationalen Politik zur Verwertung der mineralischen Rohstoffe die Möglichkeiten und Aussichten des Zweigs fortan besser genutzt werden.
Die Umstände bleiben jedenfalls günstig, da hauptsächlich wegen des Anstiegs des Konsumniveaus in den sich äußert schnell entwickelnden Wirtschaften Chinas, Indiens, Südostasiens, Lateinamerikas und Russlands die Nachfrage für mineralische Rohstoffe in den kommenden Jahren weiterhin steigend verlaufen wird. Heute nimmt der Bergbauzweig eine besondere Position in der griechischen Wirtschaft ein, während die auf diesem Bereich tätigen Unternehmen auf europäischem und internationalem Niveau eine führende Position bei Produkten wie Bauxit, Aluminiumoxid, Aluminium, Nickel, Magnesiumoxid, Betonit, Perlit, Bimsstein und Marmor inne haben.
“Impuls” bei den Exporten durch die Metalle
Den Beitrag der Hüttenindustrie zur Exportaktivität des Landes, aber auch die existierenden Aussichten betont die Vorsitzende des Panhellenischen Verbands der Exporteure. Im Gespräch mit “ItS” führt Frau Christina Sakellaridi an, dass während “die Fähigkeit Griechenlands, zu produzieren, häufig in Zweifel gezogen worden ist und aphoristisch Viele die Wettbewerbsvorteile des Landes verraten, produziert Griechenland dennoch in Luft, Land, Boden und Meer Produkte hoher Qualität, Produkte mit Innovationen und hoher Qualifikation. Unser Land befindet sich weltweit unter den 3 Spitzenpositionen bei der Produktion von Aluminiumoxid, Aluminium und Smektiten. Es ist Erstes in der EU bei der Produktion von Bauxit, das neben der Energieproduktion in dutzenden Industrieprodukten verwendet wird, während es auch über einzigartige Vorkommen an Nickel und Magnesit verfügt“.
(Quelle: Imerisia)
aluminium, bauxit, bodenschätze, export, gold, griechenland, montanindustrie, silber
1 Tonne Marihuana in Griechenland beschlagnahmt
In Griechenland wurde im Athener Stadtteil Voula über eine Tonne Marihuana gefunden und beschlagnahmt.
Im Rahmen einer in Zusammenarbeit mit dem griechischen Geheimdienst (EYP) durchgeführten Großaktion zur Aushebung eines internationalen Drogenrings entdeckte die Hafenpolizei in einer Wohnung im Athener Stadtbezirk Voula mehr als eine Tonne Cannabis.
Insgesamt wurden 1.089 Kilo Cannabis, zwei Kühllastwagen, ein PKW und 100.000 Euro in bar gefunden und beschlagnahmt. Weiter wurden zwei Männer und eine Frau verhaftet, während in der selben Sache ebenfalls eine weitere Person beschuldigt wird, die wegen eines Verstoßes gegen das Drogengesetz in der Strafvollzugsanstalt der Insel Chios inhaftiert ist.
Die Festgenommenen hatten eine kriminelle Organisation gebildet und mit Schnellbooten große Mengen Marihuana nach Griechenland gebracht, die sie dann mit Kühlwagen, in denen spezielle Verstecke hergerichtet waren, in westeuropäische Länder verbrachten.
Einem der Verhafteten gelang es während der Aktion zunächst zu fliehen, indem er aus dem zweiten Stockwerk des Gebäudes sprang. Gegen Abend wurde er jedoch in einer Privatklinik im Stadtteil Glyfada ausfindig gemacht und festgenommen.
(Quellen: in.gr)
Heuchelei über Griechenlands Rüstungsausgaben
Ein Artikel der englischen Zeitung Guardian lastet Berlin und Paris Verantwortung für die hohe Verschuldung Griechenlands an und bezichtigt Deutschland der Heuchelei.
“Hinter den ständigen Ermahnungen an Griechenland, seine Ausgaben zu zügeln – die lautesten erfolgten von Angela Merkel und dem Finanzminister Wolfgang Schäuble – existiert eine andere, für Deutschland weniger schmeichelhafte Realität.” Dies führt ein Artikel des Guardian mit dem Titel “Die deutsche Heuchelei über die Rüstungsausgaben und ihre erzürnten Kritiker” an, worin natürlich auch auf den Fall des Akis Tsochatzopoulos Bezug genommen wird.
Der Artikel beherbergt unter anderem Erklärungen des Abgeordneten der SYRIZA-Partei Dimitris Papadimoulis, der äußert: “Wenn es ein Land gab, das von den ungeheuren Geldern begünstigt wurde, welche Griechenland für die Rüstung ausgab, dann ist es Deutschland.”
Griechenland war größter Abnehmer konventioneller Waffen in Europa
Der Guardian betont, dass Deutschland 15% seiner Rüstungs-Exporte nach Griechenland realisiert, was es zum größten Markt in Europa macht. Parallel unterstreicht er die Daten des Stockholmer Instituts für internationale Friedensforschung (SIPRI), auf deren Basis mit geringem Abstand Frankreich folgt. “10% der gesamten Rüstungsexporte Frankreichs wurden von Griechenland abgenommen. Von 2002 bis 2006 war Griechenland der größte Importeur konventioneller Waffen. Jetzt liegt es an 10. Stelle“, führt der Guardian an und ergänzt: “Als Prozentsatz des BIPs gibt Griechenland für Rüstung doppelt so viel wie jedes andere Mitglied der EU aus.“
“Sogar nachdem die Wirtschaftskrise begann, versuchten Deutschland und Frankreich lukrative Vereinbarungen über den Verkauf von Waffen zu besiegeln, während sie uns parallel unter Druck setzten, größere Kürzungen auf Sektoren wie der Gesundheit vorzunehmen“, betont Papadimoulis. “Auf Basis des letzten Programms verpflichtete Griechenland sich, seine Rüstungsausgaben um 400 Mio. Euro zu reduzieren. Aber auch selbst danach entsprechen die Rüstungsausgaben 4% des BIPs, während der durchschnittliche Wert in der Eurozone bei 2% liegt“, führt der Guardian an.
Katerina Tsoukala, Expertin auf dem Rüstungssektor mit Sitz in Brüssel, führt gegenüber der britischen Zeitung aus: “Ab 1974 und der türkischen Invasion auf Zypern hat Griechenland ungefähr 216 Mrd. Euro für Rüstung aufgewendet, obwohl ich zu 100% sicher bin, dass in absoluten Zahlen die Rüstungsausgaben sehr viel höher sind als es die offiziellen Unterlagen zeigen, und zwar hauptsächlich wegen der … geheimen Mittel.“
Segelschiff mit 60 Immigranten vor Agistri in Griechenland aufgelaufen
In Griechenland lief am Morgen des 22 April 2012 im Saronischen Golf bei der Insel Angistri ein Segelschiff mit ungefähr 60 illegalen Immigranten an einer Felsküste auf.
Die illegalen Immigranten wurden von Kräften der Hafenpolizei eingesammelt, die von Einwohnern des Gebietes benachrichtigt worden war, und in ein Schulgebäude auf Angistri gebracht, wo sie mit Nahrung und Wasser versorgt wurden.
Der Kapitän des Schiffs konnte flüchten und wird von den Behörden gesucht.
(Quelle: in.gr)
543 Kilo Cannabis und 2 Kilo Heroin in Griechenland beschlagnahmt
In Griechenland wurde in einem Kühllastwagen eine halbe Tonne Marihuana und im Besitz eines Rumänen 2,2 Kilo Heroin gefunden und beschlagnahmt.
Im Rahmen einer koordinierten Aktion im Gebiet bei Megara / Attika beschlagnahmten die Verfolgungsbehörden am Morgen des vergangenen Samstag (21 April 2012) insgesamt 543 Kilo Marihuana. Polizeibeamte des Drogendezernats Attika stoppten in Zusammenarbeit mit den Drogendezernaten der SDOE und der Hafenpolizei am 40. Kilometer der Nationalstraße Athen – Korinth einen Speditions-Kühllastenwagen, mit dem die Drogen transportiert wurden, und verhafteten den 32-jährigen griechischen Fahrer.
Bei der Durchsuchung des in Bulgarien zugelassenen Lastwagens wurden in einem speziell hergerichteten Versteck im Boden der Ladefläche 540 Päckchen mit Marihuana gefunden und sichergestellt. Der festgenommene Fahrer wurde dem Staatsanwalt des Strafgerichts Athen vorgeführt, während die Untersuchungen zur Identifizierung und Auffindung auch weiterer in die Sache verwickelter Personen fortgeführt wird.
(Quellen: Zougla.gr)
Ebenfalls dem Staatsanwalt vorgeführt wurde ein 19-jähriger Rumäne, der am Freitag (20 April 2012) in dem Gemeindeteil Acharnes des Gemeindeverbands Athen / Attika wegen des Besitzes von 2,2 Kilo Heroin und anderer Drogen verhaftet wurden war.
Die Polizei hatte nach der Auswertung einschlägiger Informationen den Täter und das Haus ausfindig gemacht, welches er als Drogenversteck nutzte und in dem 2.200 Gramm Heroin, 720 unter das Drogengesetz fallende Tabletten und eine Kleinmenge Kokain gefunden und beschlagnahmt wurden.
(Quellen: Zougla.gr)
Griechenland der Bettler, Greise und Emigranten
Die aufgezwungene irrationale Sparpolitik macht Griechenland zu einem Land der Bettler, Greise und Emigranten, was den neuen Besitzern durchaus gelegen zu kommen scheint.
Nein, Gnade, wir ertragen keinen weiteren Aufschwung. Nicht noch mehr Kohle, keine weitere Spekulation über eine Wirtschaft, die sie aus drei Metern füsiliert haben. Es regnet Wahlkampfversprechen der beiden ewigen (?) “Luden” der Regierungsmacht, der abtretenden PASOK-Partei und der (wahrscheinlich) erneut antretenden Nea Dimokratia (ND), welche versprechen, was ihnen in den Sinn und gelegen kommt. Mit der Krönung die Modifizierung des Memorandums und den … Aufschwung, der angeblich den Ausgang aus der Krise bringen wird.
Nun schön, jeder wird – mehr oder weniger leicht – begreifen, dass das Gerede über den Aufschwung nicht mehr als ein Schleier ist, der nicht den … Bären zu verbergen mag – den der kontinuierlichen Rezession, der (unter Ausnahme Auserwählter) gewaltsamen Verarmung des gesamten griechischen Volkes, des völligen Ausverkaufs des Landes und der Zerschlagung der Wirtschaft.
Venizelos und Samaras mögen, mit dem … “freundlichen” Beitrag des Barroso, absolut der Notwendigkeit zur Vertuschung der gesellschaftlichen und nationalen Katastrophe bedürfen, deren Verlauf sich unmittelbar nach den Wahlen erschreckend intensivieren wird, jedoch ist die Realität für die überwältigende Mehrheit der Griechen hier, gegenwärtig und vollumfänglich wahrnehmbar.
Barroso, der Wohltäter
Venizelos schickte bereits ein Schreiben an den Präsidenten der Kommission und verlangte Maßnahmen – und natürlich Mittel – für den “Aufschwung”. Barrosos Antwort ist jedoch, wie zumindest ein von der Wall Street Journal enthülltes Schriftstück ankündigt, einfach und entwaffnend: Wenn Griechenland die vereinbarten “Reformen” umsetzt, wird es keine neuen Mittel benötigen. Unter den “Reformen” befindet sich die Eliminierung der Tarifverträge.
Die Umsetzung der … “Reformen” sieht allerdings für für 2013 und 2014 zusätzliche volkswirtschaftliche Maßnahmen vor, um – immer gemäß … Barroso – die Verschuldung 2020 auf das Ziel von 117% des BIP zu bringen. Au0erdem erhielt – gemäß Barroso – Griechenland weniger als die Hälfte der 20 Mrd. Euro der Gemeinschaftsmittel für die Periode 2007 – 2013. “Dieser Umstand impliziert eine beachtliche ungenutzte Möglichkeit zur kurzfristigen Stimulierung der Nachfrage und der Investitionen und der Schaffung von Arbeitsplätzen, bei gleichzeitiger Schaffung der Grundlagen für einen überlebensfähigen zukünftigen Aufschwung.“
Mit anderen Worten verspricht die Kommission, dass Griechenland es schaffen wird, mit etwas mehr als 10 Mrd. Euro zum … Aufschwung zu gelangen, der sogar klar vorgegeben ist: Verkehrsachsen, Tourismus und Modernisierung der öffentlichen Verwaltung. Also hauptsächlich zugunsten der nationalen Unternehmer und Hoteliers, da nicht bekannt ist, wie die öffentliche Verwaltung zu einer Zeit profitieren wird, wo der öffentliche Sektor zusammen mit seinen sozialen und produktiven Diensten zusammenbricht.
Wer es nun fertig bringt, unter diesen Bedingungen und mit diesen Geldern von … Aufschwung zu sprechen, mag es gerne behalten. Nicht einmal Houdini kann derart zaubern. Und noch zwei Anmerkungen zu dem Vorstehenden:
1. Barroso mag weiterhin von einem Verschuldungsziel von 117% des BIP bis 2020 reden, der IWF spricht jedoch in einem neuen Berichts bereits von einer Verschuldung von
- 153,2% des BIP 2012
- 160,9% des BIP 2013
- 158,1% des BIP 2014
- 150,9% des BIP 2015
- 143,7% des BIP 2016
- 136,8% des BIP 2017
Natürlich unter der delikaten Voraussetzung, dass Griechenland es fertig bringen wird, ab 2014 kontinuierlich jedes Jahr einen primären Haushaltsüberschuss von mehr als 4% des BIP zu haben …
2. Zusätzlich vertritt der IWF, dass Griechenland wegen der Alterung der Bevölkerung “Anpassungsmaßnahmen” von 7,3% des BIP bis 2010 (15 – 16 Mrd. Euro) und insgesamt 10,7% des BIP bis 2030, also ungefähr 24 Mrd. Euro ergreifen muss, um seine Verschuldung bis 2030 auf 60% des BIP zu reduzieren.
Einfach formuliert kündigt der IWF also vorab an, dass ein Land der Greise bis 2030 kontinuierlich alptraumhafte Spar- und Steuermaßnahmen ergreifen muss. Ungefähr dies beschreiben die ständigen “Partner” (und “Hetären”) der Macht als … Aufschwung.
Aufschwung? Wie?
Noch etwas bei der Plapperei über den Aufschwung inne haltend, ist die grundsätzliche Frage, wie sie diesen Aufschwung genau erzielen wollen. Was genau werden sie ändern?
- Werden sie die öffentlichen Investitionen stärken, die für jedes Land den Aufschwungsfaktor No 1 darstellen? Mit welchen Geldern, wenn alle staatlichen Einnahmen vorrangig in die Bedienung der … nicht verwaltbaren Kredite fließen? Und wenn sie vorhaben, die Investitionen zu verstärken, warum haben sie diese dann bereits eliminiert?
- Werden sie den nationalen Konsum stimulieren, der den Aufschwungsfaktor No 2 darstellt? Wie? Mit den Löhnen … Bulgariens, die dem Land auch nicht eine einzige ernsthafte Investition gebracht und die Hälfte der Einwohner zu Emigranten gemacht haben?
- Werden sie die Exporte stimulieren? Wie genau, wenn selbst Deutschland sieht, dass wegen der Krise in der Eurozone seine Exporte nicht mehr “ziehen”, und das zu tun gezwungen ist, was … Griechenland nicht tut: nämlich sich der Stimulierung des Inlandskonsums zuzuwenden und Lohnerhöhungen auf dem öffentlichen Sektor zu gewähren? Wie, wenn das produktive Gerüst zerfleddert wird, die Landwirtschaft strauchelt und die Kapitalausstattung ignoriert wird? Eine Steigerung der Exporte wird es also nicht einmal in ihren Träumen geben …
Wie also werden sie den … Aufschwung erzielen, wenn derweilen mit schnellstem Rhythmus die Folgen der sich kontinuierlich ausweitenden Arbeitslosigkeit und der zunehmenden Firmenschließungen kumulieren? Außer wir sprechen von einem Aufschwung, der ausschließlich den ausländischen Eigentümern und Besitzern des nationalen Vermögens zugute kommen wird. Aber wer will selbst sei es auch solch einen Aufschwung in einem Land haben, in dem die Wenigsten kaufen können, was spottbillig produziert wird?
Wahrscheinlich läuft in den Ankündigungen der “Luden” der Macht etwas falsch. Trotz aller ihrer Versprechungen ist sicher, dass sie zumindest ein Ding realisieren können: ein Land der Bettelarmen und Greise.
Haut ab, geht woanders hin
Nachdem jedoch dieses Land nicht mehr uns gehören wird, bleiben nicht mehr viele alternative Lösungen. Wir können folglich auch den Rat des Angelos Stagkos befolgen, so wie er in der “Kathimerini” in dem Beitrag mit dem Titel “Ganz Europa ist ein Arbeitsplatz” formuliert wurde. Also … wandert aus!
- Wie im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts, als “die Griechen in die USA auszuwandern begannen“.
- Wie “im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts“, als “dass Land unter internationaler wirtschaftlicher Kontrolle stand” und “die Auswanderung Massencharakter annahm“.
- Wie damals, “als parallel zu den massenhaften Strömen in die USA Griechen über den gesamten Zeitraum bis zum 2. Weltkrieg auch nach Ägypten und in Länder des Schwarzen Kontinents auswanderten“.
- Wie nach dem Ende des 2. Weltkriegs, “als Griechenland von dem Bürgerkrieg, der unsäglichen Armut und den Verfolgungen der Andersdenkenden heimgesucht wurde” und “ungeheure Massen nach Amerika, Kanada und Australien auswanderten“.
Außerdem “wurde die letzte große Emigrationswelle in einer Periode des wirtschaftlichen Wiederaufbaus, gegen Ende der 50er und zu Anfang der 60er Jahre beobachtet, diesmal nach Deutschland, Belgien und in andere europäische Länder. Ohne auch die Seefahrt zu vergessen, die bis ungefähr 1980 junge Leute “absorbierte”, für die es im Land absolut keinerlei Perspektiven gab“.
Nach einem halben Jahrhundert haben wir uns also damit abzufinden. Es ist die Zeit gekommen, wieder zu Emigranten zu werden, weil dieses Land uns nicht ernähren wird.
- Lassen wir uns wieder dem Gebet und … Kazantzidis zuwenden, wie uns neulich Antonis Samaras ermunterte.
- Lassen wir uns neu Erfahrungen machen, wie uns neulich Giorgos Papandreou ermunterte.
Eine Gelegenheit, “es zu etwas zu bringen” … so und wie es alle Emigranten exportierenden Länder des ehemaligen Osteuropas, des Balkans, Asiens und Afrikas “zu etwas bringen”. Lassen wir uns den … “Blödmännern”, die auf ihren Aufschwung bauen, den massenhaften Import billiger qualifizierter Arbeitskräfte aufbürden.
Ihr versteht, wenn sich ein Land ergibt, wäre das Letzte, was seine neuen Besitzer wollen würden, junge – speziell gebildete – Menschen, die auf Arbeit und Fortschritt drängen. Wie immer wir es auch betrachten, ein Land der Bettelarmen, Greise und in der Fremde Lebenden ist leichter zu handhaben. Und unendlich folgsamer …
(Quelle: To Pontiki)
Gerichte in Griechenland wegen Wahlen geschlossen
Wegen der anstehenden Parlamentswahlen in Griechenland im Mai 2012 werden Gerichtsverhandlungen und Versteigerungen für eine Woche ausgesetzt.
Anlässlich der auf den 06 Mai 2012 angesetzten Parlamentswahlen in Griechenland werden die Gerichte für 8 Tage, nämlich für den Zeitraum 02 – 09 Mai 2012 geschlossen bleiben, während in dem selben Zeitraum auch die Durchführung sämtlicher Versteigerungen ausgesetzt wird.
Speziell das Landgericht Athen wird sogar vom 02. bis zum 11. Mai 2012 geschlossen bleiben. Die vor dem 02. Mai 2012 begonnen und nicht abgeschlossenen Strafprozesse werden dagegen auch nach dem 02. Mai 2012 fortgeführt werden.
Ein einschlägiges Rundschreiben schickte das Justizministerium an die Präsidenten der drei großen Gerichte des Landes (Verwaltungsgerichtshof, Areopag und Rechnungskammer), die Leiter der Gerichte des Landes, die Kammern der Rechtsanwälte und Notare sowie auch an die Verbände der Gerichtsvollzieher.
(Quellen: in.gr)
Öltanker vor Thessaloniki in Griechenland aufgelaufen
Am Morgen des 21 April 2012 lief im Seegebiet Paleomana des Thermaischen Golfs vor Thessaloniki in Griechenland das Tankschiff BLUE OCEAN auf eine Schlammbank auf.
Der mit 3.000 Tonnen Schweröl beladene Tanker mit einer 14-köpfigen Besatzung hatte vom Hafen Thessaloniki nach Larnaka / Kreta abgelegt. Bei der Havarie wurde niemand verletzt und bisher auch kein Auslaufen der Ladung oder ein Wassereinbruch verzeichnet. Die Betriebsgesellschaft hat ein Privatunternehmen mit der Ergreifung aller angezeigten Maßnahmen zum Schutz des Seegebiets vor eventuellen Verschmutzungen beauftragt.
Von der zentrale des Hafenamts Thessaloniki, das auch die Voruntersuchung führt, wurden der Kapitän und die Betriebsgesellschaft des Tankers benachrichtigt, um einen Plan zu unterbreiten, die BLUE OCEAN auf sichere Weise wieder in Fahrwasser zu schleppen.
(Quellen: Zougla.gr)
IWF legt Grabstein für Griechenland
Der Internationale Währungsfond legt mit seinem aktuellen Bericht den Grabstein für das heutige Griechenland und zeichnet den Absturz des Landes auf Dritte-Welt-Niveau vor.
Im Rahmen des Aufenthalts des derzeitigen griechischen Finanzministers Filippos Sachinidis in Washington anlässlich der Frühjahrskonferenz des Internationalen Währungsfonds (IWF) übergab der IWF den griechischen Behörden am Freitag (20 April 2012) offiziell seinen vernichtenden Bericht über Griechenland. Der Bericht befand sich natürlich bereits in den Händen der griechischen Regierung und ein (jedenfalls kleiner) Teil davon hat schon das Licht der Öffentlichkeit erblickt.
Der Bericht zerschlägt alle Illusionen, welche vor den Wahlen sowohl die PASOK-Partei als auch die Nea Dimokratia (ND) darüber zu schaffen versuchen, wie sie agieren werden, wenn sie die Regierungsführung des Landes übernehmen. Das, was er jedoch mit Pauken und Trompeten enthüllt, ist das klare Misslingen des ganzen Programms der wirtschaftlichen Regierungsführung, welche die Regierung unter Georgios Papandreou in Zusammenarbeit mit der Troika befolgte.
Laut dem IWF müssen die griechischen Wähler wissen, dass Griechenland bis 2030 nicht aus dem Tunnel der Sparpolitik herauskommen wird! Und dies ist die … optimistische Prognose! Bis dahin müssen Löhne, Renten und das elementare Überleben obligatorisch auf Dritte-Welt-Niveau abstürzen, womit der Grabstein für das Griechenland gelegt wird, so wie es uns bekannt ist.
Zügige Verelendung
Die griechischen Wähler müssen sich also konkret darüber bewusst sein, dass:
1. Die Ausgaben, welche die neue Regierung kürzen muss, neuen volkswirtschaftlichen Maßnahmen von 16 Mrd. Euro bis 2010 und weiteren 8 Mrd. Euro bis 2030 entsprechen! Insgesamt müssen wir also erwarten, bis 2030 auf die eine oder andere Weise Kürzungen von 24 Mrd. Euro über uns ergehen lassen zu müssen.
2. Es kommt ein Sturm neuer Maßnahmen auf dem öffentlichen Sektor und im Versicherungssystem. Außer den Entlassungen von Bediensteten des weiteren und engeren öffentlichen Sektors stehen uns also neue Kürzungen bei Löhnen und Renten und die Streichung von Weihnachts- / Oster- und Urlaubsgeld bevor.
- Ebenfalls wird die umfassende Änderung bei der Sozialversicherung untersucht werden, um die Aufwendungen im Gesundheitssystem auf ein Minimum zu senken.
- Es wird erwartet, dass die Sozialabgaben der Arbeitgeber gesenkt, die Beiträge der Selbstversicherten jedoch erhöht werden, während bis heute von den Kassen gedeckte Therapien, ärztliche Untersuchungen und Medikamente gekürzt werden.
- Dies bringt natürliche eine klare Verschlimmerung bei den Lebensbedingungen der Gesellschaft mit sich, jedoch haben (hört, hört …) die Funktionäre des IWF klargestellt, dass der durchschnittliche Lebensstandard der Griechen sehr tief sinken muss, damit das Land überlebt!
3. Der IWF mag in seinem derzeitigen Bericht sagen, dass keine weiteren Steuern erhoben werden können und das Rezept falsch war, jedoch gibt es keinerlei Vorsehung für die Senkung der Steuern. Die eingeführten Steuern werden also bestehen bleiben, mit gewissen kleinen kommunikativen Änderungen, welche sie der neuen Regierung vermutlich gestatten werden, damit letztere sagen kann … etwas erreicht zu haben.
Thomsen und seine Clique führen an, dass der Grund für das Fehlschlagen der Prognosen über die Einnahme der Steuern weniger die Rezession und die Tatsache, dass die Bürger kein Geld hatten um zu zahlen, sondern die Unfähigkeit der Steuereintreiber war, Gelder einzutreiben. In dem geheimen Bericht der Troika erfolgt sogar eine vollständige Planung über private “Inkasso-Rambos”, welche auch Drohungen anwenden werden, um die Verbindlichkeiten einzutreiben, wobei die Verflüssigung mobilen und immobilen Vermögens gestattet sein wird.
Wir werden also möglicherweise Phänomene á la Far West sehen, mit privaten Bediensteten, welche für Rechnung des Finanzministeriums agieren und in die Häuser eindringen, um sie zu … plündern. Diese Logik zeigt klar, dass niemand das Überleben der Bürger, sondern die völlige Verelendung zugunsten der volkswirtschaftlichen Größen und Einnahmen im Sinn hat.
Auf einen zweiten Blick kann man natürlich nichts anders als sich zu überlegen, welcher von Anfang an der Plan des IWF und der Interessen an Griechenland war, die sich dahinter verbergen. Die “P” (Anmerkung: gemeint ist die Zeitung “To Pontiki”) hat – sei es auch zu einer Zeit der Ungläubigen und Tauben – wiederholt vor allem gewarnt, was wir sich sogar noch ab 2012 entwickeln sehen werden.
Die große Erpressung
Das Eigentum an dem mobilen und immobilen Vermögen des griechischen Staates wird – wie bereits bekannt – auf eine konkrete Kasse zur Verwaltung der Verschuldung übergehen. Was wir jedoch nicht wissen ist, dass bis 2015 die Verwaltung in die Hände der Gläubiger übergehen wird, damit das Vermögen schrittweise verflüssigt und die Bedürfnisse der öffentlichen Verschuldung beglichen werden. Dem letzten Punkt gebührt besondere Beachtung, da bereits die Kontakte über die Förderung von Erdgas im Rahmen der griechischen AWZ fortschreiten. Folglich wird auch diese Entwicklung der Verwaltung der Gläubiger und Interessen unterliegen, die sich hinter diesen und in ihrem Umfeld einreihen.
Das Interesse ist groß und es scheint, dass niemand bereit ist, die Verwaltung in griechischen Händen zu belassen – und natürlich auch nicht die Einnahmen aus dem Erdgas. Einfach gesagt wird das Land nur so viel erhalten wie notwendig ist, um Raten und Zinsen der Verschuldung zu bedienen, vielleicht auch eine kleine Zulage für interne Zahlungen, der Rest wird jedoch in die Taschen der Gläubiger – Pächter fließen. Wir führen dies an, weil das zweite Memorandum – noch bevor es überhaupt ratifiziert wurde – so geplant worden ist, dass es in eine Havarie führt.
Auch in dem in Rede stehenden Bericht führt der IWF den bekannten Spruch an: “alles wird von der getreuen Umsetzung der Maßnahmen und der Eintreibung der Einnahmen abhängen“. Wenn wir aus den kontinuierlichen Entgleisungen und den Misserfolgen der letzten beiden Jahre urteilen, wird allerdings zu verstehen sein, dass sogar auch die vorstehend angeführten unheilverkündenden Prognosen extrem … optimistisch sind! Also müssen wir zwischen den Zeilen lesen um festzustellen, was uns von nun an erwartet.
Nachdem die Troikaner, also primär der IWF, alle Spielräume an Maßnahmen erschöpft haben, indem sie alles kürzten und besteuerten, werden sie zum Filet übergehen, welches der Reichtum des Staates ist. Die Privatisierungen sind einfach nur der Deckmantel. Nachdem sie bereits das Banksystem zum Zusammenbruch gebracht haben und es exakt so neu montieren, wie sie es verfolgen, nachdem sie bereits das politische, unternehmerische und mediale Geschehen zerschlagen haben, wartet der IWF einfach nur noch den Augenblick ab, in dem endgültig entschieden wird, dass Griechenland wegen der Rezession und der Entgleisung der Ziele sich aufgrund der hohen Verschuldung nicht mehr erholen kann.
Dann – und mit dem deutschen Finanzminister Wolfgang Schäuble an der Spitze der Eurogroup – werden die Gläubiger die große Erpressung aufs Tapet bringen: Ausscheiden aus dem Euro oder Verflüssigung von allem, damit wir gerettet werden und die Verschuldung reduzieren. Als Köder wird erwartet, dass uns ein neuer Kredit (immer unter vollständiger Aufsicht) gewährt wird, da der Gang auf die Märkte für die kommenden Jahre nicht einmal … spaßeshalber vorgesehen ist.
Griechenland im Visier
Es wird also die Heuchelei der Berichte der Troika fortgesetzt, in denen die Schwächen des Wirtschaftsprogramms festgestellt werden, jedoch wird sich die Taktik nicht ändern, da sie ihr Ziel anders nicht erreichen können. Ist all dies jedoch den beiden großen Parteien nicht bekannt? Können sie nach zwei Jahren nicht begreifen, worin der Plan genau besteht? Wohin Griechenland geführt wird? Nur Gott und ihre Seele wissen, was sie denken.
Das Sichere ist, dass sie den Wünschen der Gläubiger völlig unterworfen sind: Samaras auf der einen Seite beharrt auf einem Wirtschaftsplan, der einfach nur gewisse Maßnahmen durch andere ersetzen wird, Venizelos auf der anderen Seite setzt weiterhin die beständige Taktik der PASOK-Partei bezüglich kommunikativer Tricks um, wie “mehr Zeit für die volkswirtschaftliche Angleichung bis 2015, also weniger Maßnahmen pro Jahr” usw.
Venizelos beispielsweise, als ehemaliger Finanzminister mit unmittelbarer Kenntnis dessen, was in Brüssel diskutiert wird, hat verstanden, dass es per Definition eine Verlängerung der volkswirtschaftlichen Angleichung geben wird, da die Zahlen nicht aufgehen. So beschloss er, dies zu seinem … Wahlkampf-Slogan zu machen, um nach den Wahlen davon zu profitieren. Was er nicht sagt ist, dass die Verlängerung gewährt werden wird, jedoch zusammen mit zusätzlichen Maßnahmen, damit die Ziele erreicht werden! Samaras hat seinerseits so viele Male seine Rhetorik gewechselt, dass es unmöglich ist, daraus schlau zu werden.
Noch schlimmer werden die Dinge für Griechenland jetzt, wo Spanien in das Trommelfeuer der Märkte gerät. Die mögliche Erteilung eines Kredits an Madrid hat die Europäer in Panik versetzt, da sie Mammut-Gelder benötigen werden, die es nicht gibt und die sich nicht finden werden. Somit verfolgen die Deutschen, Holländer und Finnen, die internationale Aufmerksamkeit wieder auf … Griechenland zu richten.
So merkwürdig es erscheinen mag, wird in Berlin auch die Variante diskutiert, dass es – speziell nach den Wahlen – einen kommunikativen Tsunami über die griechischen Probleme geben wird, um Spanien Entlastung zu verschaffen! Und falls die Märkte … Blut fordern sollten, wird Schäuble dann nicht zögern, das Thema des Ausscheidens Griechenlands aus der Eurozone aus der Schublade zu holen.
Während einige Idioten annehmen, dass die Destabilisierung Spaniens und Italiens zu … Griechenlands Vorteil sei, zeigt das Unvermögen der EU, sich auf eine beherzte Erhöhung der Mittel des Hilfsmechanismus zu einigen, leider genau das gegenteilige Resultat.
(Quelle: To Pontiki)










Letzte Kommentare