Griechenlands Verschuldung verschlägt einem den Atem

Die öffentliche Verschuldung Griechenlands erreichte Ende 2016 über 326 Milliarden Euro beziehungsweise 185 Prozent des BIP.

Die öffentliche Verschuldung Griechenlands belief sich Ende 2016 auf die schwindelerregende Höhe von 326,3 Mrd. Euro bzw. ungefähr 185% des Brutto-Inlandsprodukts (BIP) und verzeichnete damit im Verhältnis zu Ende 2015 einen Anstieg um ungefähr 5 Mrd. Euro.

Die Ausweitung beruht auf dem Zufluss zusätzlicher Gelder aus dem Europäischen Stabilitätsmechanismus (EMS), der inzwischen auch den Hauptgläubiger des Landes darstellt, da es dem Mechanismus 227,7 Mrd. Euro schuldet. Weiterlesen

Verhandlungen zwischen Griechenland und Gläubigern stecken fest

In einer telefonischen Unterredung einigten Griechenlands Premierminister und die Direktorin des Internationalen Währungsfonds sich darauf, sich nicht einig zu sein.

Alle in die griechische Krise involvierten Seiten scheinen die Taktik der „Verlagerung des griechischen Problems auf später“ („to kick the can down the road„) vorzuziehen, da sie wahrnehmen, dass die „Intentionen“ der Regierung Griechenlands und der Gläubiger des Landes in eine völlige Sackgasse führen.

Die Situation wird als „explosiv“ charakterisiert, falls es kein Nachgeben hinsichtlich der sogenannten „roten Linien“ geben wird. Weiterlesen

Überbesteuerung macht Griechenland zum Königreich der Schwarzarbeit

Laut einem Artikel in der NYT werden in Griechenland wegen der horrenden Steuern und Abgaben immer mehr Bürger in die Schattenwirtschaft gedrängt.

Wie in einem Artikel in der New York Times (NYT) geschildert wird, ist Griechenland für die EU die Krise, die nie verschwindet, und während für diese Woche eine weitere angespannte Verhandlung mit den Gläubigern programmiert ist, rackert das Land sich ab, sich von der größten Rezession in der Eurozone aufzurappeln.

Der in der Samstagsausgabe (18 Februar 2017) der amerikanischen Zeitung und auf ihrer Website beherbergte Artikel konzentriert sich auf die zigtausend Griechen, die in letzter Zeit ihre Gewerbe abmeldeten – mit dem Resultat, dass sie sich fortan der Schwarzarbeit zuwenden, wie auch der entsprechende Titel der New York Times anführt. Weiterlesen

IWF verspricht Griechenland … nichts

Auf seiner harten Position gegenüber Griechenland und den übrigen Gläubigern des Landes beharrend lässt der IWF seine Beteiligung an dem Programm für Griechenland offen.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) ist nicht zu einer Vereinbarung über seine Beteiligung an dem Programm für Griechenland bereit und glaubt, für eine Einigung bedürfe es noch etlicher Arbeit auch in anderen Themen, die er gegenüber Athen und den übrigen Gläubigern erhebt.  Des weiteren gab der Währungsfonds die Rückkehr seiner Delegation unter Delia Velculescu (in Griechenland alias „Draculesu“) nach Athen bekannt.

Informationen der Website mignatiou.com zufolge haben die Positionen des IWF sich auch nach der Konferenz der Eurogruppe am 20 Februar 2017 nicht geändert, was der (stellvertretende) Direktor der Europa-Abteilung des IWF, Poul Thomson, klar stellte, der sich zusammen mit Delia Velculescu bei der Eurogruppe einfand. IWF-Chefin Christine Lagarde nahm nicht teil. Weiterlesen

Schäuble drohte Griechenland nie mit Grexit!

In Griechenland wird sich manch einer perplex in den Arm gekniffen haben, als die jüngste Erklärung Wolfgang Schäubles bekannt wurde, er habe nie mit einem Grexit gedroht.

In einem Interview an den öffentlichen deutschen TV-Sender ARD am 19 Februar 2017 (also einen Tag vor der gestrigen Eurogruppe) bestritt der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble, jemals gesagt zu haben, Griechenland werde aus der Eurozone ausscheiden müssen, wenn es nicht zu wirtschaftlichen Reformen schreite.

Konkret vertrat Schäuble in seinem Gespräch mit der ARD, Griechenland werde keinerlei Problem haben, wenn es die vereinbarten Reformen umsetzt, werde jedoch eins haben, wenn wenn es nicht zu deren Realisierung schreitet. Weiterlesen