Preiskampf bei Zigaretten in Griechenland

12. August 2010 / Aktualisiert: 31. August 2010 / Aufrufe: 1.995 Kommentare ausgeschaltet

Der Zug der Philip Morris, in Griechenland ein Kleinpaket Marlboro für 3 Euro auf den Markt zu bringen, gilt als casus belli für die Konkurrenten, die entsprechend reagieren wollen.

Die rigorose Erhöhung der Zigarettensteuer in Griechenland hat etliche Konsumenten offensichtlich dazu bewegt, auf billigere Marken umzusteigen oder / und den Konsum einzuschränken: nach den letzten Steuermaßnahmen verzeichnete die Branche erneute Umsatzrückgänge von bis zu 20 Prozent.

Einerseits würde die Tabakindustrie den Preis für ein Paket Zigaretten gerne über 4 Euro halten, um auch weiterhin zufriedenstellende Gewinne zu erzielen, was sinngemäß ebenfalls für den Groß und Einzelhandel gilt. Andererseits scheinen jedoch auf dem griechischen Markt aufgrund der tiefen Rezession einfach keine weiteren Preiserhöhungen durchsetzbar zu sein.
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Inflation in Griechenland auf neuem Höchststand

7. August 2010 / Aufrufe: 884 Kommentare ausgeschaltet

Die Inflationsrate in Griechenland stieg im Juli 2010 auf fünfeinhalb Prozent und erreichte damit einen neuen Höchststand.

Infolge der ersten Welle der Steuererhöhungen kletterte in Griechenland die Inflationsrate bereits im April 2010 auf knapp 5 Prozent und steigt seitdem unaufhaltsam weiter in die Höhe. Zwar wurde im Juni 2010 im Vergleich zum Vormonat eine minimal rückläufige Entwicklung der Teuerungsrate auf 5,2 Prozent verzeichnet, im Juli 2010 erreichte dann jedoch die Preissteigerungsrate mit 5,5 Prozent wieder einen neuen Höchststand. Als primärer Grund für die enorme Teuerung gelten die erneuten Steuererhöhungen, gefolgt von den strukturellen Schwächen des inländischen Markts und der mangelnden Wettbewerbsfähigkeit.

Im Vergleich zu Juni 2010 wirkte sich im Juli zwar der begonnene Sommerschlussverkauf günstig auf die Inflationsrate aus, andererseits wurde jedoch die Preissteigerung durch die Anfang Juli in Kraft getretenen erneut erhöhten Mehrwertsteuersätze, steigende Benzinpreise, die Erhebung der Mehrwertsteuer auf die Beförderungstarife der Taxi und Preiserhöhungen bei Fleisch, Molkereiprodukten, Medikamenten, Autos und Haushaltswaren weiter angeheizt.
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Lastwagenbesitzer in Griechenland setzen Streik aus

1. August 2010 / Aufrufe: 207 Kommentare ausgeschaltet

Die Besitzer der Lastwagen und Tankwagen in Griechenland beschlossen am Sonntag, ihren bereits eine Woche andauernden Streik bis auf weiteres auszusetzen.

Im Rahmen der am Sonntag, dem 01. August 2010 abgehaltenen Generalversammlung der Eigentümer der LKW in Griechenland wurde schließlich mit knapper Mehrheit beschlossen, den Streik der Lastwagenbesitzer bis auf weiteres auszusetzen. Ab Montag, dem 02. August 2010 werden folglich die seit einer Woche stillgelegten Fahrzeuge der Spediteure und Transportunternehmen die Versorgung des Marktes mit Treibstoff und Gütern wieder aufnehmen.

Gleichzeitig unterstrichen die LKW-Besitzer, dass sie von Seite der Regierung die Aufhebung der Zwangsmobilisierung erwarten und ihren Kampf fortsetzen werden, falls das Ministerium die geleisteten Zusagen nicht einhalten werde. Verkehrsminister Dimitris Reppas stellte allerdings klar, dass der zugesagte Dialog sich auf die unterbreiteten Vorschläge (unter anderem bezüglich steuer- und versicherungstechnischer Themen) beschränken wird, die geplante Freigabe des Transportsektors als solche jedoch nicht zur Diskussion stehe.

LKW-Besitzer in Griechenland setzen Streik trotz Mobilmachung fort

31. Juli 2010 / Aufrufe: 491 Kommentare ausgeschaltet

Die Eigentümer der Lastwagen und Tankwagen in Griechenland setzen ihren Streik unbefristet fort und widersetzen sich auch aktiv der verfügten Zwangsmobilisierung.

Trotz erheblicher Differenzen in den eigenen Reihen beschlossen die Organe der Verbände der Besitzer der für den Nah- und Fernverkehr lizenzierten LKW und Tankwagen am Freitagnachmittag (30. Juli 2010), ihren am vergangenen Montag (26. Juli 2010) begonnenen Streik unbefristet fortzusetzen. Die LKW-Besitzer bzw. Inhaber der entsprechenden Lizenzen wollen auf diese Weise die Regierung zwingen, den Gesetzentwurf zur Liberalisierung des Straßentransportwesen in Griechenland zurückzunehmen.

Die griechische Regierung hat inzwischen eine „Zwangsmobilisierung“ verfügt – was im Klartext bedeutet, dass – vergleichbar zu dem deutschen Notstandsgesetz – die Fahrzeuge angesichts eines nationalen Notstands praktisch (vorübergehend) beschlagnahmt und / oder deren Besitzer bzw. Fahrer gezwungen werden, die Fahrzeuge zur Verfügung zu stellen bzw. regulär zu betreiben.
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Lage auf Flughäfen in Griechenland normalisiert sich

27. Juli 2010 / Aufrufe: 260 Kommentare ausgeschaltet

Die Lage auf den Flughäfen und im Flugverkehr in Griechenland entspannt sich, da die Mehrzahl der nationalen und internationalen Flüge wird wieder planmäßig durchgeführt wird.

Nach den Strapazen der vergangenen Tage, die durch den am Samstag, dem 24. Juli 2010 beschlossenen  und ab Mitternacht zum Sonntag begonnenen Bummelstreik der griechischen Fluglotsen verursacht wurden, beginnt sich seit Dienstag, dem 27. Juli 2010 die Lage im Flugverkehr wieder zu normalisieren. In einer Geste des guten Willens haben die Fluglotsen nach einem Treffen mit der Führung des Ministeriums für Transportwesen und Infrastrukturen ihren Bummelstreik eingestellt und fertigen den Luftverkehr wie gewohnt ab.

Laut den Angaben des internationalen Flughafens Athen „Eleftherios Venizelos“ erfolgen am heutigen Dienstag die Flüge planmäßig. Wo sich fallweise kleinere Verzögerungen abzeichnen, sind diese nicht auf den bis gestern andauernden Bummelstreik der Fluglotsen zurück zu führen.

Im Rahmen der am Montagnachmittag erfolgten Begegnung der Vertreter der Fluglotsen und der politischen Führung des Verkehrsministeriums konnten sich die beiden Seiten bezüglich des Gesetzentwurfs nähern, den das Ministerium zur Reorganisation der Behörde für Zivilluftfahrt forciert. Von Seite des Ministeriums wurde zugesichert, dass der Sektor der Luftfahrt wirtschaftlich und verwaltungstechnisch eigenständig bleiben werde.

Versorgungsprobleme in Griechenland wegen Streik der Lastwagenbesitzer

26. Juli 2010 / Aktualisiert: 30. Juli 2010 / Aufrufe: 733 2 Kommentare

In Griechenland sind ernsthafte Versorgungsengpässe infolge des unbefristeten Streiks der Besitzer von Lastwagen und Tankwagen zu erwarten, die gegen die Liberalisierung der Branche protestieren.

Die Besitzer für den inländischen Nah- und Fernverkehr bzw. Speditionsverkehr lizenzierter Lastwagen und Tankwagen treten ab Montag, dem 26. Juli 2010 in einen unbefristeten Streik aus Protest gegen den – nicht zuletzt auch von der EU aufgezwungenen – Beschluss der griechischen Regierung, zur Liberalisierung des bisher „geschlossenen“ (sprich staatlich regulierten) Sektors der Straßentransporte in Griechenland zu schreiten und parallel die betroffenen Lizenzinhaber / Spediteure zur Gründung entsprechender Unternehmen (Gesellschaften für Straßentransport) in Form von Aktiengesellschaften (AG) oder Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH) zu verpflichten.

Obwohl der unbefristete Streik ursprünglich ab dem 27. August 2010 geplant war, beschlossen die Besitzer der Lastwagen und Tankwagen, ab sofort inmitten der laufenden touristischen Hochsaison in den Ausstand zu treten, um somit bewusst und vorsätzlich die allgemeine Versorgung des inländischen Marktes nachhaltig zum Zusammenbruch zu bringen.
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Bummelstreik der Fluglotsen in Griechenland behindert Flugverkehr

25. Juli 2010 / Aufrufe: 523 Kommentare ausgeschaltet

Der am 25. Juni 2010 begonnene Bummelstreik der Fluglotsen in Griechenland führt zu erheblichen Behinderungen im Flugverkehr und auch zur Streichung von Flügen.

Nachdem die ursprünglich ab Sonntag, dem 25. Juni 2010 geplanten fortlaufenden 24-stündigen Streiks der Fluglotsen in Griechenland auf Beschluss des Landgerichts Athen als rechtswidrig und missbräuchlich erklärt wurden, üben die Fluglotsen nun strikten „Dienst nach Vorschrift“ aus. Aufgrund des Bummelstreiks kam es allein auf dem internationalen Flughafen „Eleftherios Venizelos“ bei Athen bis zum fSonntagnachmittag bei über 120 Flügen zu Verspätungen von bis zu vier Stunden oder mehr, wenigstens drei Flüge wurden gestrichen. Ähnlich ist die Lage auf dem Flughafen „Makedonia“ bei Thessaloniki, wo sowohl bei Inlands- als auch Auslandsflügen bis zum frühen Nachmittag anfänglich Verspätungen von 40 – 90 Minuten und später auch erheblich mehr zu verzeichnen waren.

Es sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Verzögerungen und Streichungen nationaler und internationaler Flüge kumulativ zunehmen. Am frühen Abend des Sonntags (25.07.2010) waren fallweise bereits Verzögerungen von etlichen Stunden zu verzeichnen. Angesichts der unnachgiebigen Haltung der Fluglotsen ist davon auszugehen, dass sich während der nächsten Tage die Lage im Flugverkehr in Griechenland dramatisch zuspitzen wird.
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Parteien in Griechenland sind bei Banken hoch verschuldet

24. Juli 2010 / Aktualisiert: 23. Juli 2011 / Aufrufe: 560 Kommentare ausgeschaltet

Offiziellen Angaben zufolge sind in Griechenland insbesondere die beiden großen politischen Parteien bei den Banken mit insgesamt weit über 200 Millionen Euro hoch verschuldet.

Laut den offiziellen Daten, welche das Wahldezernat des griechischen Innenministeriums bereitstellte, haben die meisten politischen Parteien in Griechenland nicht nur die jährlichen staatlichen finanziellen Zuschüsse aufgebraucht, sondern parallel auch hohe Kredite in Höhe von insgesamt 244,2 Millionen Euro bei griechischen Banken aufgenommen und dafür zum Teil bereits bis zum Jahr 2015 die Zuwendungen aus dem Staatshaushalt als Sicherheit verpfändet. Am höchsten verschuldet ist mit 120 Millionen Euro die die Partei „Nea Dimokratia“ (ND), gefolgt von der PASOK-Partei mit 114,8 Millionen Euro Schulden.

Laut den Daten des Innenministeriums nicht bei Banken verschuldet ist nur die Partei LAOS, welche im übrigen auch die Daten vom Innenministerium angefordert hatte. Einzelheiten weist die nachstehende Tabelle aus:
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ALDI zieht sich endgültig aus Griechenland zurück

21. Juli 2010 / Aufrufe: 3.797 Kommentare ausgeschaltet

Der Konzern ALDI Süd gab bekannt, aufgrund der ungünstigen Bedingungen in Griechenland den Betrieb seiner Tochtergesellschaft ALDI Hellas bis Ende 2010 endgültig einzustellen.

Die griechische Tochtergesellschaft ALDI Hellas des Konzerns ALDI Süd betreibt derzeit in Griechenland 38 Verkaufsgeschäfte und verfügt über ein Logistik-Zentrum in Thessaloniki und ein zentrales Auslieferungslager in Patras. Weiter beschäftigt die Gesellschaft in Griechenland zur Zeit ungefähr 700 Arbeitskräfte und kooperiert auf dem Sektor der Produktion mit mehr als 130 griechischen Industriebetrieben, und Manufakturen zu denen unter anderem etablierte und namhafte Unternehmen wie Nikas (Fleisch- und Wurstwaren), MEVGAL und AGNO (Molkereiprodukte), die Getreidemühlen Loulis, Melissa – Kikizas (Nudeln / Teigwaren), Gebr. Haitoglou (Sesam-Produkte) und die Papierfabriken Patras zählen.

Es sei angemerkt, dass der Tengelmann-Konzern seine griechische Tochtergesellschaft Plus Hellas bereits 2009 an die griechische Supermarkt-Kette Alfa Beta Vassilopoulos verkaufte und die griechische Kette ATLANTIS kürzlich einen Konkursantrag stellte.
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Maßnahmen zur Beschleunigung der Rechtsprechung in Griechenland

15. Juli 2010 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 276 Kommentare ausgeschaltet

Der griechische Justizminister Haris Kastanidis gab Maßnahmen zur Beschleunigung der Rechtsprechung und Entlastung der Gerichte in Griechenland bekannt.

Die erste Maßnahme bezieht sich auf die Einführung der Institution des Vermittlers in zivilrechtlichen und handelsrechtlichen Fällen des privaten Sektors, was zu einer bedeutenden Minderung der Auslastung der Gerichte führen wird.

Die Vermittlung stellt eine alternative Art der Beilegung privatrechtlicher Differenzen dar, wobei die Parteien eine Vergleichslösung durch einen Vermittler anstreben, der ein Rechtsanwalt sein wird. Laut Justizminister Haris Kastanidis zählt zu den Vorteilen der Vermittlung die Entlastung der Gerichte und die zügigere und kostengünstigere Beilegung von Streitigkeiten.
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