Bahnlinie Pyrgos – Kalamata auf Peloponnes in Griechenland wird stillgelegt

21. Januar 2011 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 2.111 1 Kommentar

Im Rahmen der Sanierung der Griechischen Bahn wird der Personenzugverkehr auf der Eisenbahnstrecke Pyrgos – Kalamata auf der Halbinsel Peloponnes in Griechenland eingestellt.

Wie bereits in einem früheren Beitrag über die geplante Stilllegung von Eisenbahnstrecken in Griechenland global angekündigt gab die griechische Bahnbetriebsgesellschaft TRAINOSE die Einstellung des Zugverkehrs auf der peloponnesischen Bahnstrecke Pyrgos – Kalamata ab Montag, dem 24. Januar 2011 bekannt. Betroffen sind konkret die Züge Nr. 1350, 1351, 1352 und 1353. Ob und gegebenenfalls in welchem Umfang der Personenzugverkehr auf dieser Bahnstrecke jemals wieder aufgenommen werden wird, steht bisher völlig offen.

Der Beschluss zur Stilllegung der Bahnlinie Pyrgos – Kalamata erfolgte im Rahmen der neuen Politik, zu deren Umsetzung die Unternehmensführung der TRAINOSE in Realisierung der Bestimmungen des Gesetzentwurfs zur Sanierung der griechischen Eisenbahn (OSE) angehalten ist. Der Sanierungsplan sieht unter anderem die Einstellung des Zugbetriebs auf defizitären Strecken vor, um die Betriebskosten der Griechischen Bahn zu senken.

Kräftige Preiserhöhungen bei öffentlichen Nahverkehrsmitteln in Griechenland

20. Januar 2011 / Aktualisiert: 31. Januar 2011 / Aufrufe: 711 Kommentare ausgeschaltet

Ab Februar 2011 treten in Griechenland bei den öffentlichen Nahverkehrsmitteln im Großraum Athen erhebliche Preiserhöhungen von bis zu 80 Prozent in Kraft.

Ab dem 01. Februar 2011 gelten für die öffentlichen Personenbeförderungsmittel der Nahverkehrsbetriebe im Großraum Athen neue Beförderungstarife, die um bis zu 40% höher liegen als die bisherigen Fahrpreise, während sich bei Dauerkarten die Preiserhöhungen sogar auf bis zu 80% belaufen!

Im städtischen Nahverkehr wird es fortan einen Einzelfahrschein zum Preis von 1,20 Euro geben, der für eine einfache Fahrt mit den Stadtbussen (ETHEL), den O-Bussen oder der Straßenbahn (Tram) gilt. Der Einheitsfahrschein zum Preis von bisher 1,00 Euro wird dagegen nun 1,40 Euro kosten und gilt ab der ersten Entwertung über eine Dauer von 90 Minuten für Fahrten mit allen Athener Nahverkehrsmitteln bis Koropi, jedoch nicht für die Express-Linien der ETHEL zum Flughafen und nach Saronida. Falls die 90 minütige Frist vor Beendigung der letzten Fahrt verstreicht, muss der Fahrschein erneut entwertet werden, um bis zum Abschluss der Fahrt zu gelten.
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Premierminister kippt Lockerung des Rauchverbots in Griechenland

19. Januar 2011 / Aktualisiert: 02. Juli 2013 / Aufrufe: 851 8 Kommentare

Entgegen den geschürten Erwartungen hat in Griechenland der Premierminister persönlich die in Aussicht gestellte Lockerung des globalen Rauchverbots abgeblockt.

Nach dem Veto des Premierministers Jorgos Papandreou gegen jede in Aussicht gestellte Lockerung des allgemeinen Rauchverbots in Griechenland kündigte der Gesundheitsminister Andreas Loverdos am vergangenen Dienstag (18.01.2011) die Verstärkung der Kontrollmechanismen zur uneingeschränkten Umsetzung der geltenden Verordnungen an: „Schluss mit dem Versteckspielen. Was während der letzten Monate in Bars, Restaurants und Cafés geraucht wurde, ist in Rauch aufgegangen. Das von dem Anti-Raucher-Gesetz vorgesehene globale Rauchverbot in allen öffentlichen Räumlichkeiten wird ohne Abstriche durchgesetzt werden.
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Anwälte in Griechenland streiken gegen Liberalisierung des Berufsstands

18. Januar 2011 / Aufrufe: 1.034 Kommentare ausgeschaltet

Aus Protest gegen die anstehende Liberalisierung ihres Berufsstands werden in Griechenland die Rechtsanwälte erneut für mehrere Tage ihren Pflichten fernbleiben.

Auf Beschluss der Vollversammlung der Präsidenten der griechischen Anwaltskammern werden unter Ausnahme der Anwälte der Rechtsanwaltskammer Athen ab Mittwoch (19.01.2011) bis einschließlich Freitag (21.01.2011) dieser Woche in ganz Griechenland alle Anwälte ihren Pflichten fernbleiben. Die griechischen Rechtsanwälte wollen damit zum wiederholten Mal ihrem Protest gegen diverse Bestimmungen des Gesetzentwurfs zur Lockerung der bestehenden beruflichen Beschränkungen Nachdruck verleihen.

Es ist anzumerken, dass der Vorsitzende der Vollversammlung und Präsident der Anwaltskammer Athen die Versammlung verließ und nicht an der Abstimmung teilnahm. Der Vorstand der Anwaltskammer Athen wird am Mittwoch (19.01.2011) zusammentreten und über die Teilnahme an den Protestaktionen entscheiden.
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Apotheker in Griechenland streiken gegen Freigabe des Apothekenmarkts

17. Januar 2011 / Aufrufe: 527 Kommentare ausgeschaltet

Die Apotheker in Griechenland beschlossen aus Protest gegen die angstrebte Liberalisierung des griechischen Apothekenmakts mehrtägige Streiks.

Aus Protest gegen die angestrebte Öffnung des Apothekenmarkts in Griechenland beschloss der panhellenische Pharma-Verband zwei jeweils dreitägige Streiks vom 19. bis 21. und vom 26. bis 28. Januar 2011. Abgesehen von dem Notdienst werden somit sowohl in der laufenden als auch in der kommenden Woche alle Apotheken ab Mittwoch bis einschließlich Freitag geschlossen sein. In Piräus bleiben die Apotheken sogar die ganze Woche über geschlossen, da hier die Apotheker bereits ab heute (Montag, 17.01.2011) in den Ausstand getreten sind.

Gegen Ende Januar 2011 wird der panhellenische Berufsverband der Apotheker eine neue Sitzung einberufen und über seine weitere Haltung beschließen. Der Verbandsvorsitzende Th. Ampatzoglou charakterisierte den Gesetzentwurf zur Liberalisierung des Berufsstands als „Konstrukt“, welches zur Schließung der kleineren Apotheken führen wird.
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Rauchersteuer anstatt Rauchverbot in Griechenland

14. Januar 2011 / Aktualisiert: 02. Oktober 2011 / Aufrufe: 915 2 Kommentare

In Griechenland sollen bestimmte Gaststätten und Vergnügungsbetriebe gegen Zahlung einer monatlichen Sondersteuer die Ausnahme von dem allgemeinen Rauchverbot erkaufen können.

Die griechische Regierung beabsichtigt, bestimmten Kategorien von Gaststätten- und Vergnügungsbetrieben die Befreiung von dem globalen Rauchverbot in Griechenland zu ermöglichen, und will in der kommenden Woche einschlägige Änderungen des derzeitigen Gesetzes über das allgemeine Rauchverbot in der Öffentlichkeit bekannt geben. Nach den bisherigen Informationen soll speziell in Betrieben, in denen hauptsächlich alkoholische Getränke serviert werden, nämlich konkret in Vergnügungsstätten (Tanzlokalen, Musikhallen, Diskotheken usw.), Bars jeder Art und Kasinos das Rauchen gegen Zahlung einer monatlichen Sondersteuer fortan wieder gestattet werden könne.

Die Höhe dieser „Rauchersteuer“ soll nicht in Abhängigkeit von der Höhe der Umsätze, sondern auf Basis der Fläche des jeweiligen Etablissements bemessen werden. Nach Erteilung der entsprechenden Lizenz ist von den Inhabern die Abgabe jeden Monat und unabhängig davon zu entrichten, an wie vielen Tagen oder zu welchen Stunden der Betrieb überhaupt geöffnet hat. Nach dem bisherigen Stand der Informationen soll sich die Regelung auf Betriebe mit einer Fläche ab 300 – 400 Quadratmetern beziehen.
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40 Gymnasiallehrer in Griechenland zu Haft auf Bewährung verurteilt

12. Januar 2011 / Aktualisiert: 16. August 2011 / Aufrufe: 462 Kommentare ausgeschaltet

In Griechenland wurden 40 Gymnasiallehrer aus Giannitsa wegen Pflichtverletzung und Urkundenfälschung zu 12 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.

Laut dem Urteil der Drei-Richter-Kammer des Strafgerichts Giannitsa akzeptierten die Lehrer während des Schuljahrs 2007/08 von drei Schülern des 2. Allgemeinen Gymnasiums in Giannitsa, an dem die verurteilten Lehrkräfte zu der in Rede stehenden Zeit Unterricht erteilten, die  fristwidrig eingereichten Unterlagen zur Rechtfertigung unentschuldigter Fehlzeiten und veränderten gleichzeitig die Noten der konkreten Schüler für das zweite Halbjahr des Schuljahres, um sie in die nächste Klasse zu versetzen.

Zusammen mit den 40 Gymnasiallehrern saßen der damalige Leiter des lokalen Schulamts sowie ebenfalls vier Ärzte aus der Präfektur Pellas und die Eltern von zwei Schülern auf der Anklagebank. Das Gericht verurteilte schließlich die Lehrer wegen der in Rede stehenden Vergehen zu je 12 Monaten Haft. Ebenso sprach es die Ärzte fallweise der Ausstellung wahrheitswidriger ärztlicher Bescheinigungen und der Anstiftung dazu schuldig und verurteilte zwei der Ärzte zu 18 Monaten Haft und die beiden übrigen Ärzte zu 29 Monaten Haft.

Weiter wurde der Leiter des Schulamts wegen Verleumdung und Beihilfe zur Pflichtverletzung zu 17 Monaten Haft verurteilt, während die Mutter einer Schülerin der Anstiftung zur Ausstellung einer gefälschten ärztlichen Bescheinigung für schuldig befunden und zu 18 Monaten Haft verurteilt wurde.

Die Angelegenheit war vor Gericht gekommen, nachdem der damalige Direktor der Schule und heutige Schulrat von Thessalien Strafanzeige erstattet hatte. Die Angeklagten stritten vor Gericht alle gegen sie erhobenen Beschuldigungen ab. Das Gericht setzte die verhängten Haftstrafen auf Bewährung aus, während die Verurteilten Widerspruch gegen das Urteil einlegten und auf freien Fuß gesetzt wurden. Gegen die verurteilten Ärzte und Lehrer sind außerdem Dienstaufsichtsverfahren anhängig.

(Quelle: in.gr  – 11.01.2011 / APE)

Ernsthafte Versorgungsengpässe bei Medikamenten in Griechenland

11. Januar 2011 / Aktualisiert: 25. August 2015 / Aufrufe: 732 1 Kommentar

In Griechenland stellen sich zunehmend ernsthafte Versorgungsengpässe selbst bei enfachen Medikamenten wie Aspirin und sonstigen Präparaten des täglichen Bedarfs ein.

In den griechischen Apotheken werden die Regale von Tag zu Tag leerer, da während der letzten Zeit enorme Versorgungsengpässe sowohl bei Basismedikamenten und Produkten wie Aspirin und sogar Alkohol, aber auch Insulinpräparaten, Herz- und Kreislaufmedikamenten und starken Psychopharmaka zu verzeichnen sind – was die Apotheker auf Spekulation und Wucherei der Pharma-Industrie und des einschlägigen Zwischenhandels zurückführen.

Die griechischen Apotheker beschuldigen die großen Pharma-Unternehmen, die billigen Medikamente und Präparate zur Erzielung höherer Gewinne in Länder zu exportieren, in denen die konkreten Pharmazeutika erheblich teurer gehandelt werden als in Griechenland. Bei anderen Präparaten wiederum, deren Export verboten ist oder gesetzlichen Beschränkungen unterliegt, werden laut einem Bericht der griechischen Tageszeitung Eleftherotypia diese Produkte auf dem inländischen Markt gezielt verknappt, um auf diese Weise der Forderung nach Preiserhöhungen Nachdruck zu verleihen.

Weiter behaupten die Apotheker, dass preiswert nach Griechenland importierte Medikamente in konkrete Länder (re-) exportiert werden, wo sich die Preise der Präparate gut und gerne auf das Zehnfache betlaufen. Zur Unterbindung dieser Praxis wurde dem griechischen Gesundheitsministerium der Vorschlag unterbreitet, die Pharma-Unternehmen zur elektronischen Registrierung jeder einzelnen von ihnen exportierten Medikamentenschachtel zu verpflichten.

Erhöhung der Gerichtskosten in Griechenland soll Justiz und Fiskus entlasten

10. Januar 2011 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 998 4 Kommentare

Die rigorose Erhöhung der Gerichtskosten in Griechenland soll das Justizwesen entlasten und dem Fiskus erhebliche Mehreinnahmen bescheren.

Auf gemeinsamen Beschluss des Finanzministeriums und des Justizministeriums treten in Griechenland signifikante Erhöhungen der Gerichtgebühren und Gerichtskosten von bis zu 1.000 Prozent in Kraft, die einerseits der Prozessfreudigkeit der Griechen entgegen wirken und anderseits dem Fiskus erkleckliche Zusatzeinnahmen bescheren sollen.

Konkret erhöhen sich die Gebühren für die Erstattung einer Strafanzeige von derzeit 10 Euro auf fortan 100 Euro und die Gebühren für die Einreichung einer Zivilklage / Nebenklage von derzeit 10 Euro auf fortan 50 Euro. In strafrechtlichen Verfahren erhöhen sich gemäß dem in Rede stehenden Beschluss die nach Instanzen gestaffelten Gerichtskosten wie folgend:
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Energieausweis für Immobilien in Griechenland ab 2011 obligatorisch

9. Januar 2011 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 928 2 Kommentare

Ab Januar 2011 können abgesehen von diversen Ausnahmen Immobilien in Griechenland nur noch unter Vorlage eines gültigen Energieausweises verkauft oder vermietet werden.

Wie bereits im Rahmen des Artikels „Energiepass und Regelungen für Immobilien in Griechenland ab 2011“ berichtet wurde, treten ab dem 10. Januar 2011 die Bestimmungen über den obligatorischen Energieausweis – Energiepass (PEA) in Kraft. Für jede Übereignung und Übertragung einer Immobilie (Gebäude, Wohnung, Geschäftsraum usw.) ist fortan die Vorlage eines gültigen Energieausweises für die Immobilie erforderlich, da anderenfalls kein notarieller Vertrag abgeschlossen werden kann.

Für den Abschluss von Mietverträgen wird dagegen die Vorlage einer gültigen Bescheinigung über die Energiebilanz der jeweiligen Immobilie erst ab Juli 2011 zur Pflicht. Bezieht sich ein Vertragsabschluss allerdings auf die Vermietung eines gesamten Gebäudes, ist in solchen Fällen der Energiepass bereits ab 10. Januar 2011 obligatorisch beizubringen.

Von den Bestimmung ausgenommen sind bis auf weiteres Immobilienübertragungen, die im Rahmen einer elterlichen Schenkung / Zuwendung erfolgen, sowie global alle Immobilien und Eigentumseinheiten mit einer Gesamtfläche von bis zu 50 Quadratmetern und die Erneuerung / Verlängerung bereits bestehender bzw. vor dem 10. Januar abgeschlossener Mietverträge.

Ergänzende Informationen über Bestimmungen, Verfahren und Kosten (!) bietet der Artikel Energieausweis für Immobilien in Griechenland.