Inflationsrate in Griechenland bei fast fünf Prozent

9. Mai 2010 / Aufrufe: 988 Kommentare ausgeschaltet

Die Preisexplosion in Griechenland führte im April 2010 zu einer Preissteigerungsrate von 4,8 Prozent und schmälert insbesondere die Kaufkraft der finanziell schwächeren Bevölkerung.

Wie in einem Bericht der griechischen Tageszeitung TO VIMA vom 08. Mai 2010 dargelegt wird, erreichte in Griechenland im April 2010 die Preissteigerungsrate im Vergleich zu April 2009 den Rekordstand von 4,8 %, lag dagegen im April 2009 im Vergleich zu April 2008 bei nur 1,0 %. Weiter wird angeführt, dass in Griechenland die jeweils im Vergleich zum Vorjahresmonat verzeichnete Preissteigerungsrate im März 2010 mit 3,9% und im April 2010 mit 4,8 % rund dreimal höher lag als die entsprechenden Mittelwerte innerhalb der Eurozone, die für März 2010 mit 1,4 % und April 2010 mit 1,5 % ausgewiesen werden.
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Bürger in Griechenland ziehen Maßnahmen dem Bankrott vor

8. Mai 2010 / Aktualisiert: 24. September 2017 / Aufrufe: 277 Kommentare ausgeschaltet

Laut einer Erhebung der Kapa Research zieht die Mehrzahl der Bürger in Griechenland die harten Sparmaßnahmen der Regierung dem Staatsbankrott vor.

Im Rahmen einer für die Sonntagsausgabe der griechischen Zeitung To Vima am 06. Mai 2010 durchgeführten demoskopischen Erhebung der Kapa Research erklärten 55,2 % der befragten Bürger, das Maßnahmenpaket der Regierung zu akzeptieren (37,1 % ja, 18,1 % eher ja), gegenüber einem Anteil von 44,6 %, der sich ablehnend äußert (36,3 % nein, 8,3 % eher nein).

Gemäß dem Ergebnis der Umfrage ziehen 56,3 % der Befragten die Kürzungen der Löhne und Gehälter einem Bankrott des Landes vor, wobei 74,8 % erklären, dass Griechenland in der Eurozone bleiben müsse. Von 71,3 % der Befragten wird von den Oppositionsparteien eine einverständliche Kooperation mit der Regierung verlangt, wogegen 22,2 % dynamischen Widerstand fordern. Die Frage, ob nach den tragischen Ereignissen am Mittwoch (05. Mai 2010) die Demonstrationen aufhören müssen, beantworteten 45,3 % der Befragten mit „ja“ oder „eher ja“ und 53,2 % mit „nein“ oder „eher nein“.
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Freigabe der Nationalstraße bei Tempi in Griechenland

6. Mai 2010 / Aktualisiert: 09. Mai 2010 / Aufrufe: 236 Kommentare ausgeschaltet

Der seit Ende 2009 gesperrte Abschnitt der Nationalstraße Athen – Thessaloniki im Tal von Tempi (Tempe) in Griechenland wird endgültig für den Verkehr freigegeben.

Der Mitte Dezember 2009 wegen umfangreicher Erdrutsche und Steinschläge im Tal bei Tempi (Tempe) gesperrte Abschnitt der Nationalstraße 1 / Europastraße 75 Athen – Thessaloniki in Griechenland wird ab dem 08. Mai 2010 endgültig wieder für den gesamten Straßenverkehr freigegeben. In der diesbezüglichen Bekanntmachung der Betriebsgesellschaft Aegean Motorway wird angekündigt, dass mit der Freigabe des Straßenabschnittes auch wieder die lokalen Mautstationen in Betrieb genommen werden.

In der Bekanntmachung wird speziell betont, dass „die Arbeiten zum Schutz der Abhänge vor Steinschlägen und die allgemeinen Wiederherstellungsarbeiten erfolgreich und früher als gemäß dem anfänglichen Zeitplan vorgesehen abgeschlossen wurden. Während der 14 Wochen andauernden Arbeiten trugen 40 spezialisierte Alpinisten mehr als 2.000 Tonnen Felsgestein ab und installierten 2,8 Kilometer Schutzzäune, 5.000 Quadratmeter Netze und mehr als 500 einzelne Felsanker mit einer Länge von 6 – 8 Metern, wobei der in dem Tempi-Tal zur Beschleunigung der Arbeiten eingesetzte Helikopter mehr als 100 Flüge durchführte. Nach der Übergabe des Straßenabschnittes im Tempi-Tal werden fortan auch alle Mautstationen der Autostraße (Abschnitt Maliakos – Klidi) in Betrieb genommen.

Reisewarnungen aus Bulgarien und Skopje gegen Griechenland

6. Mai 2010 / Aktualisiert: 26. Juni 2010 / Aufrufe: 940 2 Kommentare

Anlässlich der Ereignisse am 05. Mai 2010 in Griechenland sprachen die Außenministerien in Bulgarien und Skopje eine Reisewarnung gegen Griechenland aus.

Im Schatten der tragischen Ereignisse, die sich in Griechenland im Rahmen der ein immenses Ausmaß erreichenden Protestkundgebungen gegen die verfügten rigorosen Sparmaßnahmen abspielten, warnen die Außenministerien in Bulgarien und der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik Skopje ihre Bürger derzeit vor Reisen nach Griechenland.

Aus Skopje wurde laut der staatlichen Informationsagentur die Reisewarnung „aufgrund der letzten Episoden während der Dauer von Massenkundgebungen und hauptsächlich auf die großen griechischen Städte bzw. primär Athen und Thessaloniki bezogen“ ausgegeben. Den in Athen und Thessaloniki befindlichen Staatsbürgern wird empfohlen, sich von den Zentren dieser Städte und Gegenden fern zu halten, in denen staatliche Behörden und Großbanken angesiedelt sind, sowie auch auf ihre Fahrzeuge zu achten.

Bulgarien legt seinen Bürgern nahe, derzeit auf Reisen nach Griechenland zu verzichten. In der von dem bulgarischen Außenministerium ausgesprochenen Reisewarnung wird empfohlen, die Zentren der griechischen Städte Athen und Thessaloniki zu meiden, und auch auf die Annullierungen in- und ausländischer Flüge und Schifffahrten nach Griechenland hingewiesen.

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Tote und Verletzte bei Krawallen in Athen in Griechenland

5. Mai 2010 / Aktualisiert: 06. Mai 2010 / Aufrufe: 282 Kommentare ausgeschaltet

Am 05. Mai 2010 verloren in einer von vermummten Randalierern in Brand gesetzten Filiale der Marfin Egnatia Bank in Athen in Griechenland drei Bankangestellte ihr Leben.

Die Tragödie nahm ihren Lauf, als am Mittag des Mittwoch (05.05.2010) Demonstranten darauf aufmerksam wurden, dass in der Fiale der Marfin Egnatia Bank an der Straße Stadiou im Zentrum von Athen trotz der allgemeinen Protestkundgebungen gearbeitet wurde, woraufhin die Demonstranten die Bankangestellten mit Parolen zu beschimpfen und Steine zu werfen begannen. Laut Augenzeugenberichten warfen drei vermummte Randalierer erst die Scheiben der Bank ein und dann einen Behälter mit Benzin und mehrere Molotowcocktails in die im Erdgeschoss liegenden Geschäftsräume.
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Parlamentarier und Parlamentsbeamte in Griechenland provozieren Bürger

4. Mai 2010 / Aktualisiert: 09. Mai 2010 / Aufrufe: 418 1 Kommentar

Obwohl in Griechenland aufgrund der harten Sparmaßnahmen inzwischen tausende Familien mit Verarmung und Verelendung konfrontiert sind, bleiben Parlamentariern und Parlamentsbeamten provokante Bezüge erhalten.

Die im Rahmen der am 02. Mai bekannt gegebenen rigorosen Sparmaßnahmen beschlossene Streichung des sogenannten 13. und 14. Gehalts auf dem gesamten öffentlichen Sektor betrifft auch das kontinuierlich anwachsende Heer des Personal des griechischen Parlaments. Die Parlamentsbeamten erhalten jedoch trotz allem weiterhin ein 15. und 16. Gehalt, weil diese Bezüge als „Zulagen“ gelten und deshalb nicht gestrichen werden, sondern nur unter die allgemeinen Kürzungen aller auf dem öffentlichen Sektor gezahlten Zulagen fallen. Selbst nach diesen Kürzungen verbleiben den Parlamentsbeamten somit Bezüge, die von der gemeinen Bevölkerung einfach als skandalös empfunden werden müssen.
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Benzinpreis in Griechenland auf neuem Rekordstand

3. Mai 2010 / Aktualisiert: 09. Mai 2010 / Aufrufe: 2.993 4 Kommentare

Die in Griechenland am 02.Mai 2010 mit sofortiger Wirkung angekündigte Erhöhung der Mineralölsteuer hat die Preise für Benzin und Diesel auf einen neuen Rekordstand getrieben.

Obwohl die am Sonntag (02. Mai 2010) verfügte und in dem laufenden Jahr bereits dritte Erhöhung der Mineralölsteuer in Griechenland um weitere 10 Prozent formal noch nicht ratifiziert ist, wies das Wirtschaftsministerium die Raffinerien an, die Steuererhöhung mit sofortiger Wirkung (sprich ab Montag / 03.Mai 2010) in die Rechnungsstellung einzubeziehen. Da diese Anweisung der Öffentlichkeit mit erheblicher Verzögerung bekannt gegeben wurde, verloren einige Massenmedien nicht die Gelegenheit, prompt wieder einmal völlig ungerechtfertigt die Tankstellenbesitzer als unverschämte Wucherer zu diskreditieren.

Jedenfalls hat die erneute Erhöhung der Treibstoffsteuer, welche sich nach offizieller Lesart mit gut 7 Cent pro Liter Benzin und etwa 4 Cent pro Liter Diesel auswirken soll, prompt zu einem kräftigen Anstieg der Treibstoffpreise geführt. Der statistisch erhobene mittlere Preis für einfaches Bleifrei (95 Oktan) hat inzwischen die Marke von 1,55 Euro pro Liter erreicht, in einigen Gegenden kostet der Liter Bleifrei jedoch bereits bis zu deutlich über 1,70 Euro (siehe auch Übersicht der aktuellen Benzinpreise in Griechenland).

Angesichts der steigenden Rohölpreise sowie nicht zuletzt auch der nach den derzeitigen Informationen ab 01. Juli 2010 in Kraft tretenden Erhöhung des Mehrwertsteuersatzes auf 23 Prozent wird inzwischen nicht mehr ausgeschlossen, dass in Griechenland der Preis für einfaches bleifreies Benzin im Sommer 2010 auf breiter Basis bei wenigstens 1,70 Euro liegen und regional möglicherweise sogar 2 Euro pro Liter erreichen wird.

Steuererhöhungen und Kürzungen der Löhne und Renten in Griechenland

2. Mai 2010 / Aktualisiert: 04. Mai 2010 / Aufrufe: 1.251 2 Kommentare

Unter dem Druck der EU und des IWF beschloss die Regierung in Griechenland erneute Steuererhöhungen und neue Steuern, weitere rigorose Kürzungen der Gehälter und Renten und härteste Sparmaßnahmen.

Als Grundvoraussetzung für die Gewährung der in Aussicht gestellte Finanzierungshilfe seitens der EU und des IWF wurde Griechenland zu einem Paket weiterer rigoroser Sparmaßnahmen verpflichtet. Die am Sonntag, dem 02. Mai 2010 von dem griechischen Finanzminister Jorgos Papakonstantinou bekanntgegebenen ersten Einzelheiten umfassen erneute Erhöhungen der Verbrauchssteuern (Mehrwertsteuer, Mineralölsteuer, Tabaksteuer, Getränkesteuer, Luxussteuer), neue Steuern und Abgaben, Sondersteuern auf Unternehmensgewinne, weitere nachhaltige Kürzungen der Bezüge auf dem allgemeinen öffentlichen Sektor nebst einem dreijährigen Gehaltsstopp sowie einschneidende Kürzungen aller Altersrenten sowohl des öffentlichen als auch privaten Sektors.
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Blutiger Raubüberfall in Thessaloniki in Griechenland

30. April 2010 / Aktualisiert: 02. Mai 2010 / Aufrufe: 300 Kommentare ausgeschaltet

Bei einem Raubüberfall am Abend des 29. April 2010 in Thessaloniki in Griechenland wurden durch eine Handgranate zwei Polizisten schwer verletzt und einer der beiden Täter getötet.

Laut den vorliegenden Informationen drangen am Donnerstagabend (20. April 2010) gegen 10:00 Uhr in dem Stadtteil Evosmos in Thessaloniki drei bewaffnete Täter in einen Supermarkt ein, in dem zu diesem Zeitpunkt die Tageseinnahmen abgerechnet wurden, und verlangten die Herausgabe des Geldes. Ein Anwohner bemerkte das Geschehen und informierte die Polizei. Als die Polizeibeamten am Tatort eintrafen und die Räuber zur Übergabe aufforderten, eröffneten letztere das Feuer. Bei dem darauf folgenden Schusswechsel mit den Polizisten wurde von den Kugeln der Polizeibeamten einer der Täter getroffen, der jedoch noch eine Handgranate  gegen die Polizisten werfen konnte, durch deren Splitter zwei Polizeibeamte schwer verletzt wurden.
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Hafen Piräus in Griechenland droht Boykott aus Spanien

28. April 2010 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 483 2 Kommentare

In Reaktion auf die letzten Zwischenfälle im Hafen Piräus in Griechenland untersuchen die spanischen Betreiber des Kreuzfahrtschiffs Zenith ernsthaft, Piräus von der Liste der Zielhäfen ihrer Kreuzfahrten zu streichen.

Der Verband griechischer Touristikunternehmen (SETE) unterstrich, dass „eine Einstellung der turnusmäßigen Fahrten der Zenith für Griechenland den Verlust von wenigstens 10 Millionen Euro an Einnahmen und 400 Arbeitsplätzen bedeuten würde„, und fordert von der Regierung, den griechischen Tourismus und das Land davor zu schützen, international in Verruf zu geraten.

Laut der griechischen Tageszeitung Ta Nea und dem SETE waren für Sommer 2010 insgesamt 33 einwöchige Kreuzfahrten der Zenith mit Abfahrts- und Ankunftshafen Piräus geplant, womit etwa 100.000 spanische Touristen nach Griechenland gebracht worden wären.
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