Freigabe der Nationalstraße bei Tempi in Griechenland

6. Mai 2010 / Aktualisiert: 09. Mai 2010 / Aufrufe: 227 Kommentare ausgeschaltet

Der seit Ende 2009 gesperrte Abschnitt der Nationalstraße Athen – Thessaloniki im Tal von Tempi (Tempe) in Griechenland wird endgültig für den Verkehr freigegeben.

Der Mitte Dezember 2009 wegen umfangreicher Erdrutsche und Steinschläge im Tal bei Tempi (Tempe) gesperrte Abschnitt der Nationalstraße 1 / Europastraße 75 Athen – Thessaloniki in Griechenland wird ab dem 08. Mai 2010 endgültig wieder für den gesamten Straßenverkehr freigegeben. In der diesbezüglichen Bekanntmachung der Betriebsgesellschaft Aegean Motorway wird angekündigt, dass mit der Freigabe des Straßenabschnittes auch wieder die lokalen Mautstationen in Betrieb genommen werden.

In der Bekanntmachung wird speziell betont, dass „die Arbeiten zum Schutz der Abhänge vor Steinschlägen und die allgemeinen Wiederherstellungsarbeiten erfolgreich und früher als gemäß dem anfänglichen Zeitplan vorgesehen abgeschlossen wurden. Während der 14 Wochen andauernden Arbeiten trugen 40 spezialisierte Alpinisten mehr als 2.000 Tonnen Felsgestein ab und installierten 2,8 Kilometer Schutzzäune, 5.000 Quadratmeter Netze und mehr als 500 einzelne Felsanker mit einer Länge von 6 – 8 Metern, wobei der in dem Tempi-Tal zur Beschleunigung der Arbeiten eingesetzte Helikopter mehr als 100 Flüge durchführte. Nach der Übergabe des Straßenabschnittes im Tempi-Tal werden fortan auch alle Mautstationen der Autostraße (Abschnitt Maliakos – Klidi) in Betrieb genommen.

Reisewarnungen aus Bulgarien und Skopje gegen Griechenland

6. Mai 2010 / Aktualisiert: 26. Juni 2010 / Aufrufe: 930 2 Kommentare

Anlässlich der Ereignisse am 05. Mai 2010 in Griechenland sprachen die Außenministerien in Bulgarien und Skopje eine Reisewarnung gegen Griechenland aus.

Im Schatten der tragischen Ereignisse, die sich in Griechenland im Rahmen der ein immenses Ausmaß erreichenden Protestkundgebungen gegen die verfügten rigorosen Sparmaßnahmen abspielten, warnen die Außenministerien in Bulgarien und der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik Skopje ihre Bürger derzeit vor Reisen nach Griechenland.

Aus Skopje wurde laut der staatlichen Informationsagentur die Reisewarnung „aufgrund der letzten Episoden während der Dauer von Massenkundgebungen und hauptsächlich auf die großen griechischen Städte bzw. primär Athen und Thessaloniki bezogen“ ausgegeben. Den in Athen und Thessaloniki befindlichen Staatsbürgern wird empfohlen, sich von den Zentren dieser Städte und Gegenden fern zu halten, in denen staatliche Behörden und Großbanken angesiedelt sind, sowie auch auf ihre Fahrzeuge zu achten.

Bulgarien legt seinen Bürgern nahe, derzeit auf Reisen nach Griechenland zu verzichten. In der von dem bulgarischen Außenministerium ausgesprochenen Reisewarnung wird empfohlen, die Zentren der griechischen Städte Athen und Thessaloniki zu meiden, und auch auf die Annullierungen in- und ausländischer Flüge und Schifffahrten nach Griechenland hingewiesen.

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Tote und Verletzte bei Krawallen in Athen in Griechenland

5. Mai 2010 / Aktualisiert: 06. Mai 2010 / Aufrufe: 269 Kommentare ausgeschaltet

Am 05. Mai 2010 verloren in einer von vermummten Randalierern in Brand gesetzten Filiale der Marfin Egnatia Bank in Athen in Griechenland drei Bankangestellte ihr Leben.

Die Tragödie nahm ihren Lauf, als am Mittag des Mittwoch (05.05.2010) Demonstranten darauf aufmerksam wurden, dass in der Fiale der Marfin Egnatia Bank an der Straße Stadiou im Zentrum von Athen trotz der allgemeinen Protestkundgebungen gearbeitet wurde, woraufhin die Demonstranten die Bankangestellten mit Parolen zu beschimpfen und Steine zu werfen begannen. Laut Augenzeugenberichten warfen drei vermummte Randalierer erst die Scheiben der Bank ein und dann einen Behälter mit Benzin und mehrere Molotowcocktails in die im Erdgeschoss liegenden Geschäftsräume.
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Parlamentarier und Parlamentsbeamte in Griechenland provozieren Bürger

4. Mai 2010 / Aktualisiert: 09. Mai 2010 / Aufrufe: 415 1 Kommentar

Obwohl in Griechenland aufgrund der harten Sparmaßnahmen inzwischen tausende Familien mit Verarmung und Verelendung konfrontiert sind, bleiben Parlamentariern und Parlamentsbeamten provokante Bezüge erhalten.

Die im Rahmen der am 02. Mai bekannt gegebenen rigorosen Sparmaßnahmen beschlossene Streichung des sogenannten 13. und 14. Gehalts auf dem gesamten öffentlichen Sektor betrifft auch das kontinuierlich anwachsende Heer des Personal des griechischen Parlaments. Die Parlamentsbeamten erhalten jedoch trotz allem weiterhin ein 15. und 16. Gehalt, weil diese Bezüge als „Zulagen“ gelten und deshalb nicht gestrichen werden, sondern nur unter die allgemeinen Kürzungen aller auf dem öffentlichen Sektor gezahlten Zulagen fallen. Selbst nach diesen Kürzungen verbleiben den Parlamentsbeamten somit Bezüge, die von der gemeinen Bevölkerung einfach als skandalös empfunden werden müssen.
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Benzinpreis in Griechenland auf neuem Rekordstand

3. Mai 2010 / Aktualisiert: 09. Mai 2010 / Aufrufe: 2.985 4 Kommentare

Die in Griechenland am 02.Mai 2010 mit sofortiger Wirkung angekündigte Erhöhung der Mineralölsteuer hat die Preise für Benzin und Diesel auf einen neuen Rekordstand getrieben.

Obwohl die am Sonntag (02. Mai 2010) verfügte und in dem laufenden Jahr bereits dritte Erhöhung der Mineralölsteuer in Griechenland um weitere 10 Prozent formal noch nicht ratifiziert ist, wies das Wirtschaftsministerium die Raffinerien an, die Steuererhöhung mit sofortiger Wirkung (sprich ab Montag / 03.Mai 2010) in die Rechnungsstellung einzubeziehen. Da diese Anweisung der Öffentlichkeit mit erheblicher Verzögerung bekannt gegeben wurde, verloren einige Massenmedien nicht die Gelegenheit, prompt wieder einmal völlig ungerechtfertigt die Tankstellenbesitzer als unverschämte Wucherer zu diskreditieren.

Jedenfalls hat die erneute Erhöhung der Treibstoffsteuer, welche sich nach offizieller Lesart mit gut 7 Cent pro Liter Benzin und etwa 4 Cent pro Liter Diesel auswirken soll, prompt zu einem kräftigen Anstieg der Treibstoffpreise geführt. Der statistisch erhobene mittlere Preis für einfaches Bleifrei (95 Oktan) hat inzwischen die Marke von 1,55 Euro pro Liter erreicht, in einigen Gegenden kostet der Liter Bleifrei jedoch bereits bis zu deutlich über 1,70 Euro (siehe auch Übersicht der aktuellen Benzinpreise in Griechenland).

Angesichts der steigenden Rohölpreise sowie nicht zuletzt auch der nach den derzeitigen Informationen ab 01. Juli 2010 in Kraft tretenden Erhöhung des Mehrwertsteuersatzes auf 23 Prozent wird inzwischen nicht mehr ausgeschlossen, dass in Griechenland der Preis für einfaches bleifreies Benzin im Sommer 2010 auf breiter Basis bei wenigstens 1,70 Euro liegen und regional möglicherweise sogar 2 Euro pro Liter erreichen wird.

Steuererhöhungen und Kürzungen der Löhne und Renten in Griechenland

2. Mai 2010 / Aktualisiert: 04. Mai 2010 / Aufrufe: 1.243 2 Kommentare

Unter dem Druck der EU und des IWF beschloss die Regierung in Griechenland erneute Steuererhöhungen und neue Steuern, weitere rigorose Kürzungen der Gehälter und Renten und härteste Sparmaßnahmen.

Als Grundvoraussetzung für die Gewährung der in Aussicht gestellte Finanzierungshilfe seitens der EU und des IWF wurde Griechenland zu einem Paket weiterer rigoroser Sparmaßnahmen verpflichtet. Die am Sonntag, dem 02. Mai 2010 von dem griechischen Finanzminister Jorgos Papakonstantinou bekanntgegebenen ersten Einzelheiten umfassen erneute Erhöhungen der Verbrauchssteuern (Mehrwertsteuer, Mineralölsteuer, Tabaksteuer, Getränkesteuer, Luxussteuer), neue Steuern und Abgaben, Sondersteuern auf Unternehmensgewinne, weitere nachhaltige Kürzungen der Bezüge auf dem allgemeinen öffentlichen Sektor nebst einem dreijährigen Gehaltsstopp sowie einschneidende Kürzungen aller Altersrenten sowohl des öffentlichen als auch privaten Sektors.
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Blutiger Raubüberfall in Thessaloniki in Griechenland

30. April 2010 / Aktualisiert: 02. Mai 2010 / Aufrufe: 291 Kommentare ausgeschaltet

Bei einem Raubüberfall am Abend des 29. April 2010 in Thessaloniki in Griechenland wurden durch eine Handgranate zwei Polizisten schwer verletzt und einer der beiden Täter getötet.

Laut den vorliegenden Informationen drangen am Donnerstagabend (20. April 2010) gegen 10:00 Uhr in dem Stadtteil Evosmos in Thessaloniki drei bewaffnete Täter in einen Supermarkt ein, in dem zu diesem Zeitpunkt die Tageseinnahmen abgerechnet wurden, und verlangten die Herausgabe des Geldes. Ein Anwohner bemerkte das Geschehen und informierte die Polizei. Als die Polizeibeamten am Tatort eintrafen und die Räuber zur Übergabe aufforderten, eröffneten letztere das Feuer. Bei dem darauf folgenden Schusswechsel mit den Polizisten wurde von den Kugeln der Polizeibeamten einer der Täter getroffen, der jedoch noch eine Handgranate  gegen die Polizisten werfen konnte, durch deren Splitter zwei Polizeibeamte schwer verletzt wurden.
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Kategorien: Allgemein
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Hafen Piräus in Griechenland droht Boykott aus Spanien

28. April 2010 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 482 2 Kommentare

In Reaktion auf die letzten Zwischenfälle im Hafen Piräus in Griechenland untersuchen die spanischen Betreiber des Kreuzfahrtschiffs Zenith ernsthaft, Piräus von der Liste der Zielhäfen ihrer Kreuzfahrten zu streichen.

Der Verband griechischer Touristikunternehmen (SETE) unterstrich, dass „eine Einstellung der turnusmäßigen Fahrten der Zenith für Griechenland den Verlust von wenigstens 10 Millionen Euro an Einnahmen und 400 Arbeitsplätzen bedeuten würde„, und fordert von der Regierung, den griechischen Tourismus und das Land davor zu schützen, international in Verruf zu geraten.

Laut der griechischen Tageszeitung Ta Nea und dem SETE waren für Sommer 2010 insgesamt 33 einwöchige Kreuzfahrten der Zenith mit Abfahrts- und Ankunftshafen Piräus geplant, womit etwa 100.000 spanische Touristen nach Griechenland gebracht worden wären.
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Rentenkürzungen in Griechenland ab September 2010

27. April 2010 / Aktualisiert: 11. Mai 2010 / Aufrufe: 1.131 Kommentare ausgeschaltet

Spätestens ab September 2010 wird es in Griechenland empfindliche Kürzungen der Altersrenten geben, um dem unmittelbar bevorstehenden Bankrott der Rentenkassen entgegen zu wirken.

Wie der griechische Arbeitsminister Andreas Loverdos in einer Sendung des griechischen Fernsehsenders ALTER erklärte, wird die als „Solidaritätsabgabe“ ausgewiesene Zwangsabgabe auf Renten in Höhe von ab 1.400 Euro pro Monat bereits ab September 2010 und nicht wie anfänglich geplant erst ab November 2010 einbehalten werden. Abhängig von der jeweiligen Höhe einer Rente soll nach dem derzeitigen Stand (27.04.2010) der Dinge der Satz der Zwangsabgabe 5, 7 oder 9 Prozent betragen. Sowohl die Bemessungsgrundlage als auch die Höhe und Staffelung der LAFKA-Abgabe stehen allerdings noch nicht endgültig fest, und möglicherweise wird die Abgabe sogar schon bereits ab August 2010 einbehalten werden. Über die Abgabe sollen defizitäre gesetzliche Rentenkassen finanziert werden.

Diese in Griechenland kurz LAFKA genannte Sonderabgabe auf Altersrenten geht auf das bereits im Jahr 1992 unter dem damaligen Minister Sioufas verabschiedete Gesetz 2084/92 zurück und sorgte für ein gleichermaßen peinliches wie fatales Politikum. Die Erhebung der Zwangsabgabe wurde nach jahrelangen gerichtlichen Auseinandersetzungen schließlich im Jahr 2004 unter der damaligen Regierung Konstantinos Karamanlis per gesetzlicher Regelung gestoppt. Die sich nach einschlägigen Urteilen abzeichnenden horrenden Regressforderungen der betroffenen Rentner wurden allerdings politisch auf eine Weise verhindert, die unter keinem Aspekt mit den Prinzipien eines Rechtsstaates in Einklang zu bringen ist.

Die nun von der PASOK-Regierung erneut beschlossene Erhebung der LAFKA-Abgabe in Kombination mit weiteren teils neuen, teils schon vor geraumer Zeit verfügten Maßnahmen wie „Deckelung“ der Renten, allgemeiner Rentenstopp usw. bedeutet für die – sei es auch für griechische Verhältnisse als privilegiert geltenden – betroffenen Rentner nominale Kürzungen ihrer derzeitigen Altersbezüge von fallweise bis zu fast 20 Prozent.

Seeleute setzen in Griechenland 970 Touristen fest

26. April 2010 / Aktualisiert: 26. Juni 2010 / Aufrufe: 365 Kommentare ausgeschaltet

Im Rahmen des 24-stündigen Streiks des Panhellenischen Verbandes der Seeleute PNO wurden in Piräus 970 Touristen daran gehindert, die programmierte Fahrt mit dem maltesischen Kreuzfahrtschiff Zenith anzutreten.

Das unter maltesischer Flagge fahrende Kreuzfahrtschiff Zenith legte am Montagmorgen (26. April 2010) im Hafenbereich „Akti Xiveriou“ / Piräus an, um nach dem Ausschecken der Passagiere der abgeschlossenen Kreuzfahrt 970 neue Passagiere für die nächste Fahrt nach Kroatien aufzunehmen. Hauptsächlich der gewerkschaftlichen Organisation PAME angehörende Aktivisten hatten sich jedoch inzwischen vor dem Portal der Mole versammelt und hinderten die Busse mit den Touristen an der Einfahrt.

Die 970 ausländischen Touristen wurden schließlich mit Fürsorge der Reedereigesellschaft in lokalen Hotels untergebracht und werden am Dienstagmorgen (27. April 2010) an Bord der Zenith gehen und die geplante Fahrt antreten. Aufgrund der Verzögerung musste allerdings der Abstecher nach Kroatien / Dubrovnik gestrichen werden, die Zenith wird direkt nach Venedig fahren.

Es sei angemerkt, dass die Zenith Kreuzfahrten im Mittelmeer mit Ausgangspunkt Piräus in Griechenland durchführt und dazu selbst auch im Rahmen der derzeit in Griechenland noch geltenden Beschränkungen der Kabotage berechtigt ist, weil das Schiff unter der Flagge eines Mitgliedsstaates der Europäischen Gemeinschaft registriert ist.