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Archiv für die Kategorie ‘Gesundheitswesen’

Sparmaßnahmen und Rentenkürzung in Griechenland

16. November 2009 / Aktualisiert: 23. Februar 2010 / Aufrufe: 276 Kommentare ausgeschaltet

Premierminister Jorgos Papandreou forderte am Freitag (13. November 2009) im Parlament in Beantwortung aktueller Anfragen seitens der Führer der oppositionellen Fraktionen die Opposition und insbesondere die SYRIZA-Partei sowohl auf als auch heraus, sich an der Reformation des Renten- und Sozialsystems zu beteiligen und dabei die Philosophie der globalen Einebnung zu überwinden.

Der Ministerpräsident und Regierungschef Jorgos Papandreou betonte, dass das Sozialversicherungssystem ein Thema von nationaler Bedeutung sei und die Versicherungsträger auf den wirtschaftlichen Kollaps zusteuern. Weiter äußerte sich der Premierminister in aller Härte unter anderem zu arbeitsrechtlichen Themen und den provokanten Bezügen der „Golden Boys“ des öffentlichen Sektors, wie beispielsweise bei der nationalen Rundfunk- und Fernsehanstalt ERT. „Ich bin fest entschlossen, damit ist Schluss. Die Wirtschaft befindet sich in einer Grenzsituation, Europa zeigt mit dem Finger auf uns.
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Steiler Anstieg der Schweinegrippe-Infektionen in Griechenland

13. November 2009 / Aktualisiert: 15. Januar 2010 / Aufrufe: 119 Kommentare ausgeschaltet

Das griechische Zentrum für Krankheitskontrolle und Vorbeugung (KEELPNO) gab einen steilen Anstieg der Schweinegrippe-Infektionen in Griechenland bekannt: während der letzten Woche wurden mehr als doppelt so viele neue Fälle wie in der Vorwoche verzeichnet.

Wie das KEELPNO in seinem Wochenbericht bekannt gibt, wurden inzwischen aus fast allen Gebieten Griechenlands laboratorisch bestätigte Infektionen mit der Grippe A beziehungsweise dem Virus H1N1 gemeldet. Auch die Professorin Eleni Giamarelou, Vorsitzende des nationalen Gremiums für Grippe-Pandemien, bestätigte ein rasantes Ansteigen der kontinuierlich von den Schulen gemeldeten Infektionsfällen, was als Anzeichen einer kurz bevorstehenden Pandemie gewertet werden müsse.

Von den in Griechenland bisher insgesamt etwa 3.200 offiziell bestätigten Fällen wurden über 330 neue Infektionen allein in der Woche bis zum 08. November 2009 verzeichnet. Von Seite des KEELPNO wird jedoch darauf hingewiesen, dass diese Zahlen nicht für die Summe aller an der Schweinegrippe Erkrankten stehen, sondern sich nur auf die laboratorisch bestätigten Fälle beziehen.

Ein ebenfalls erheblicher Anstieg der Neuinfektionen mit dem Virus H1N1 zeichnete sich auch bei den ständig zunehmenden ambulanten Arztbesuchen ab. Hier stieg während der vergangenen Woche der Anteil der diagnostizierten Schweinegrippe-Fälle unter den Patienten auf über 40%, während er in der Vorwoche noch knapp unter 30% lag.

Aufgrund des insbesondere auch in den Schulen zu verzeichnenden stürmisch zunehmenden Anstiegs der Infektionen mit der Schweinegrippe wurden inzwischen in ganz Griechenland zahlreiche Schulklassen bzw. sogar auch ganze Schulzweige vorübergehend geschlossen.  Nicht zuletzt angesichts eines möglichen totalen Zusammenbruchs des gesamten nationalen Gesundheitssystems wird eindringlich die Notwendigkeit zur Teilnahme an der anlaufenden Aktion zur Massenimpfung  gegen die Neue Grippe betont.

Griechen sollen sich gegen Schweinegrippe impfen lassen

9. November 2009 / Aufrufe: 180 Kommentare ausgeschaltet
Fofi Genimata + Mariliza Xenogiannakopoulou
Fofi Genimata (links) und
Mariliza Xenogiannakopoulou (rechts)

Ab dem 16. November 2009 läuft in Griechenland schrittweise das Programm zur Massenimpfung gegen die Schweinegrippe an. Das griechische Gesundheitsministeriums richtete erneut einen Appell an die Bevölkerung, sich gegen die Neue Grippe impfen zu lassen.

Die Impfung ist freiwillig, jedoch wird sowohl seitens des Gesundheitsministeriums als auch von zahlreichen Wissenschaftlern die Notwendigkeit der Impfung im Interesse der Allgemeinheit und zur Eindämmung der Neuen Grippe betont. Nach dem derzeitigen Stand der Dinge soll die Impfung gegen die Schweinegrippe gemäß dem folgenden Zeitplan anlaufen:

  • Ab dem 16. November beginnt die Impfung in den Krankenhäusern und Erste-Hilfe-Zentren (EKAB) für Krankenpfleger, Ärzte und allgemein im Gesundheitswesen tätige Personen.
  • Ab dem 23. November beginnt in den Krankenhäusern, Gesundheitszentren und Impfzentren die Impfung von Personen, welche den besonderen Risikogruppen zugerechnet werden.
  • Ab dem 01. Dezember sind alle gesunden Volljährigen im Alter von 18 – 49 Jahren zur Impfung aufgerufen.
  • Ab dem 17. Dezember soll die Impfung der Kinder und Jugendlichen im Alter von 4 – 17 Jahren sowie aller gesunden Personen im Alter ab 50 Jahren anlaufen.

Sowohl die Gesundheitsministerin Mariliza Xenogiannakopoulou als auch die Staatssekretärin Fofi Gennimata forderten Ärzte und Pflegepersonal auf, sich auf jeden Fall impfen zu lassen und somit auch dazu beizutragen, dass Misstrauen der Bevölkerung bezüglich der Sicherheit und eventueller Nebenwirkungen der Impfung zu zerstreuen.