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Archiv für die Kategorie ‘Auto – Motorrad’

Rasanter Rückgang der Fahrzeugneuzulassungen in Griechenland

4. Juni 2011 / Aktualisiert: 02. Juli 2013 / Aufrufe: 367 1 Kommentar

Der rapide Rückgang der Erstzulassungen von Autos und Motorrädern in Griechenland setzt sich fort und hat inzwischen ungekannte Ausmaße erreicht.

Die halbherzigen und obendrein auch noch mit geradezu sträflicher Verspätung umgesetzten Maßnahmen zur Stützung des Kraftfahrzeugmarktes scheinen der Branche definitiv nicht den erhofften und bitternötigen Anstieg der Verkaufszahlen beschert zu haben. Die Konsumenten besuchen inzwischen nicht einmal mehr die Ausstellungsräume der Händler und wagen aus Sorge um ihre wirtschaftliche Zukunft kaum noch, an die Aufnahme eines Finanzierungskredits zum Fahrzeugkauf auch nur zu denken

Laut den Angaben der nationalen Behörde für Statistik (ELSTAT) wurden während des Zeitraums Januar – Mai 2011 insgesamt 59.604 Neuwagen und aus dem Ausland importierte Gebrauchtwagen erstmalig in Griechenland zugelassen. Im Vergleich zu dem entsprechenden Zeitraum des Vorjahres 2010 ging damit die Anzahl der Erstzulassungen um 43,7 % zurück. Für den Zeitraum Januar – Mai 2010 hatte die ELSTAT auf den entsprechenden Zeitraum des Vorjahres 2009 bezogen einen Rückgang der Neuzulassungen um 7,9 % ermittelt (siehe auch Rapider Rückgang der Kfz-Neuzulassungen in Griechenland).

Selbst bei Krafträdern, die angesichts der explodierenden Treibstoffpreise für viele Konsumenten eine ernsthafte bzw. inzwischen nicht selten die fortan einzige Alternative zum Auto darstellen, brach der Markt ebenfalls nachhaltig ein. Laut der ELSTAT wurden in Griechenland im Zeitraum Januar – Mai 2011 insgesamt 19.420 Krafträder mit einem Hubraum von über 50 cm³ neu zugelassen, was im Vergleich zu dem entsprechenden Zeitraum des Vorjahres 2011 einem Rückgang von 21,8 % entspricht. Für den Zeitraum Januar – Mai 2010 hatte die ELSTAT auf den entsprechenden Vorjahreszeitraum 2009 bezogen bei den Erstzulassungen von Motorrädern ab 50 cm³ einen Rückgang um 6,9 % verzeichnet.

(Daten: Vradynia / 04.06.2011, S. 18)

Angetrunkene Fahrer in Griechenland ohne Versicherungsschutz

31. Mai 2011 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 380 Kommentare ausgeschaltet

Laut einem Urteil des Obersten Gerichtshofs in Griechenland verlieren angetrunkene Fahrer den Versicherungsschutz und müssen verursachte Schäden aus eigener Tasche bezahlen.

Der oberste griechische Gerichtshof Areopag urteilte, dass für alle Schäden, die ein unter Alkoholeinfluss (mehr als 0,50 mg/l) stehender Fahrer bei einem Verkehrsunfall einem oder mehreren Dritten zufügt, der angetrunkene Fahrer selbst und nicht seine Versicherung aufkommen muss. Auch in Fällen, in denen anfänglich die Versicherungsgesellschaft den Geschädigten entschädigt, ist somit anschließend der Versicherer von dem alkoholisierten Fahrer zu entschädigen, der den Unfall verursacht hat.

Die Richter des Areopags, die aufgefordert waren, in einem solchen Fall zu entscheiden und mit ihrem Urteil die Rechtsprechung zu formen, gaben unter Auslegung der geltenden griechischen Gesetzgebung, des Zivilgesetzbuchs und der Straßenverkehrsordnung einer berufungsbeklagten Versicherungsgesellschaft Recht.
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Autobahnausbau und Mautminderung in Griechenland zweifelhaft

29. Mai 2011 / Aktualisiert: 12. August 2017 / Aufrufe: 583 Kommentare ausgeschaltet

Finanzzierungsprobleme gefährden den weiteren Ausbau der Autobahnen in Griechenland und machen auch die erwartete Minderungen der Mautgebühren unwahrscheinlich.

Wie Funktionäre des griechischen Ministeriums für Infrastrukturen zugaben, hängen die Autobahnbauprojekte derzeit praktisch in der Luft, da die Banken die Finanzierung der laufenden Projekte gestoppt haben und sich die Verhandlungen an einem kritischen Punkt befinden. Angesichts dieser Entwicklung erscheint auch die erwartete Senkung der Mautgebühren nicht erfolgen zu können. „Während der letzten Zeit haben sich die Banken auf die Hinterbeine gestellt, weil sie die Projekte als nicht überlebensfähig beurteilen„.

Falls sich zwischenzeitlich nicht doch noch etwas ändern wird ist somit kaum damit zu rechnen, dass die von Seite des Ministeriums für Ende Juni 2011 in Aussicht gestellten Senkungen der Mautgebühren auf den Autostraßen Griechenlands stattfinden werden. Geplant war, dass für die nächsten 3 Jahre der Fiskus die Kosten der Mautsenkungen übernimmt und parallel in einer ersten Phase den Betrag von 500 Millionen Euro aus dem Staatshaushalt sicherstellt um über die nächsten 6 – 8 Monate für die Finanzierung der Projekte zu bürgen. Innerhalb dieses Zeitraums soll die Gesellschaft „Griechische Autobahnen“ (Ελληνικοί Αυτοκινητόδροµοι) gegründet werden, die als „Mitgift“ die Anrechte an den zukünftigen Mauteinnahmen (etwa 20 Milliarden Euro) erhält und die Bürgschaften für die Finanzierungen übernehmen wird. 
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Klage gegen staatliche Preiskontrolle bei Benzin in Griechenland

26. Mai 2011 / Aktualisiert: 12. August 2017 / Aufrufe: 391 Kommentare ausgeschaltet

Treibstoffhändler in Griechenland klagen vor dem Obersten Verwaltungsgerichtshof gegen die in einigen Regionen des Landes verfügten Höchstpreise für bleifreies Benzin.

Der Verband der Treibstoffhändler Griechenlands und 14 Tankstellenbesitzer bzw. -inhaber aus verschiedenen Regionen des Staatsgebietes (Korfu, Andros, Kefallinia und Paxous) haben den obersten griechischen Verwaltungsgerichtshof (StE) angerufen und verlangen die Annullierung der beiden Ministerbeschlüsse, mit denen für einige Regionen des Landes Höchstpreise für bleifreies Normalbenzin festgesetzt wurden.

In ihrer Beschwerde argumentieren die Treibstoffhändler, dass die griechische Energie-Regulierungsbehörde (RAE) in ihrem einschlägigen Gutachten, welches obligatorisch der Fassung eines Beschlusses zur Verhängung von Großhandelshöchstpreisen für bleifreies Benzin vorhergeht, „von der Notwendigkeit zur Festsetzung von Höchstpreisen für bleifreies Benzin nicht vollständig überzeugt worden ist„.

Somit sei laut der Argumentation der Treibstoffhändler die Verfügung von Höchstpreisen „experimenteller Natur“ ohne die Gewissheit, dass diese wirklich verhängt werden müssen, rechtswidrig. Zusätzlich lautet es in der Klage, dass die Verhängung von Höchstpreisen im Gegensatz zu dem Prinzip der Entwicklung des freien Wettbewerbs und Artikel 5 der Verfassung stehe, der die wirtschaftliche Freiheit schützt.
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Hohe Geldstrafen für Kraftfahrzeuge ohne TÜV und ASU in Griechenland

8. Mai 2011 / Aktualisiert: 18. Mai 2011 / Aufrufe: 2.220 Kommentare ausgeschaltet

Ab Juni 2011 erhöhen sich in Griechenland die Strafgebühren für nicht fristgemäße TÜV-Prüfungen auf bis zu 200 Prozent der regulären Prüfgebühr.

Fahrzeughalter in Griechenland, die ihr Fahrzeug nicht fristgemäß zur technischen Kontrolle bei einer autorisierten Prüfstelle (KTEO = Κέντρο Τεχνικού Ελέγχου Οχημάτων) vorführen, haben ab Juni 2011  erhebliche Strafgebühren zu entrichten, die sich auf bis zu 200% der regulären Prüfgebühr belaufen. Außerdem müssen fortan bei der technischen Überprüfung obligatorisch eine gültige ASU-Karte ein Versicherungsnachweis vorgelegt werden.

Diese und weitere Bestimmungen sind Bestandteil der neuen Gesetzgebung, die in Griechenland ab Juni 2011 in Kraft tritt und im Fall einer nicht fristgemäßen TÜV-Prüfung nach Dauer der jeweiligen Überfälligkeit gestaffelte Strafgebühren vorsieht, die sich speziell für PKW folgendermaßen ergeben:
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Gesetzliche Höchstpreise für Benzin in Griechenland

3. Mai 2011 / Aufrufe: 1.397 Kommentare ausgeschaltet

Angesichts der zum Teil unverhältnismäßig hohen Benzinpreise in Griechenland wurden in 13 griechischen Präfekturen bis auf weiteres Höchstpreise für Benzin verfügt.

Das griechische Ministerium für periphere Entwicklung und Wettbewerbsfähigkeit schritt am Dienstag (03. Mai 2011) zur Festsetzung regionaler Höchstpreise für bleifreies Benzin in 13 griechischen Präfekturen, in denen während der letzten Zeit übermäßig hohe Benzinpreise verzeichnet worden waren.

Die mittels dieser Maßnahme der staatlichen Preiskontrolle verfügten regionalen Höchstpreise für bleifreies Normalbenzin liegen um bis zu 0,169 Euro / Liter unter den aktuellen Abgabepreisen der lokalen Tankstellen. Konkret gilt ab Mittwoch (04. Mai 2011) in folgenden Präfekturen der jeweils angeführte (Einzelhandels-) Höchstpreis:
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Reform des Systems der Vergabe von Führerscheinen in Griechenland

5. April 2011 / Aufrufe: 853 Kommentare ausgeschaltet

In Griechenland soll der institutionelle Rahmen für den Erwerb von Führerscheinen für Autos und Motorräder grundlegend reformiert werden.

Nicht zuletzt wegen der immer wieder verzeichneten Korruptionsfälle schreitet das griechische Verkehrsministerium in dem Bestreben um die Wiederherstellung der Transparenz und Seriosität des Systems zu einer grundlegenden Neugestaltung des institutionellen Rahmens für Erwerb und Vergabe von Führerscheinen. Bis zum 11. April 2011 besteht die Möglichkeit, sich an dem entsprechenden öffentlich Dialog zu beteiligen.

Der neu Rahmen für die Vergabe von Führerscheinen sieht 4 grundlegende Änderungen vor:
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Kfz-Versicherer Evropaiki Pronia AEGA in Griechenland geschlossen

2. April 2011 / Aufrufe: 850 Kommentare ausgeschaltet

Nachdem in Griechenland erneut eine Versicherungsgesellschaft schließen musste, verlieren etwa 154000 Fahrzeughalter ihren Versicherungsschutz.

Das Gremium für Kredit- und Versicherungsthemen der Griechischen Bank beschloss die endgültige Widerrufung der Lizenz der Versicherungsgesellschaft „Evropaiki Pronia AEGE“ (Ευρωπαϊκή Πρόνοια ΑΕΓΑ). Das Unternehmen war in Griechenland seit 1995 auf dem Sektor der Schadenversicherungen und insbesondere im Zweig der Kfz-Haftpflichtversicherung aktiv und verfügte gemäß einschlägigen Informationen über ein Portefeuille von rund 154.000 Kfz-Haftpflichtverträgen, was einem Gesamtmarktanteil von etwa 2% entspricht.

Laut der griechischen Tageszeitung Ta Nea führte die zuständige Dienststelle der Griechischen Bank Kontrollen der Finanzen des Unternehmens aus, dessen gesamtes Vermögen seit Februar 2011 „eingefroren“ worden war. Nachdem die Gesellschaft nicht das notwendige Kapital sicherstellen konnte, wurde der Reorganisationsplan des Unternehmens abgelehnt und die endgültige Einziehung der Lizenz beschlossen.
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Neue Mautstellen auf der Egnatia-Autobahn in Griechenland

21. März 2011 / Aktualisiert: 23. März 2011 / Aufrufe: 2.176 7 Kommentare

Auf der bisher weitgehend mautfreien Egnatia-Autobahn A2 – E90 in Griechenland werden auf Druck der EU demnächst sechs neue Mautstellen in Betrieb genommen.

Das Bau- und Betriebskonsortium „Egnatia Odos AG“ schreitet am 23. März 2011 zur öffentlichen Ausschreibung bezüglich neuer Mautstellen auf der Egnatia-Autobahn A2 / Europastraße E90 in Griechenland. Während der ersten Jahre werden Maut-Einnahmen in Höhe von 70 bis 90 Millionen und ab dem Jahr 2015 in Höhe von jährlich 150 Millionen Euro erwartet, die dringend zur Deckung der hohen Unterhaltskosten der geschlossenen Autostraße benötigt werden.

Neben den bereits existierenden Mautstellen bei Polymylos (Kozani) und Malgara (Thessaloniki) sollen damit über die gesamte Länge der Egnatia-Straße verteilt sechs neue Mautstationen bei Igumenitsa, Giannina, Grevena, Nymfopetra, im Gebiet des Pangeon und bei Komotini in Betrieb genommen werden. Die neuen Mautstellen werden vorerst konventioneller Art sein und so lange in Betrieb bleiben, bis das elektronische Mautsystem installiert und vollständig in Betrieb genommen ist, womit dann auch die Erhebung der Gebühren auf einer völlig anderen Basis erfolgen wird. Laut dem griechischen Ministerium für Infrastrukturen wird das elektronische Mautsystem der Egnatia-Autobahn im Jahr 2012 vollständig installiert und mit den Mautsystemen aller übrigen mautpflichtigen Nationalstraßen in Griechenland kompatibel sein.
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Preise für Heizöl und Benzin in Griechenland auf neuem Rekordstand

8. März 2011 / Aktualisiert: 11. März 2011 / Aufrufe: 2.668 Kommentare ausgeschaltet

In Griechenland brechen die Preise für Benzin und Heizöl infolge der hohen Besteuerung und steigenden internationalen Ölpreise alle Rekorde.

Die Heizölpreise erreichten in Griechenland am Dienstag (08.03.2011) in einigen Gebieten das Rekordniveau von bis zu fast 1 Euro pro Liter, und auch die Benzinpreise liegen dauerhaft höher als jemals zuvor. Der steile Anstieg der Heizöl- und Benzinpreise während der vergangenen Tage wird mit den steigenden internationalen Rohölpreisen begründet, andererseits jedoch auch durch die enormen Verbrauchssteuern und die oligopolistische Marktstruktur in Griechenland forciert.

Laut den Erhebungen der staatlichen Preiserhebungsstelle (siehe auch Übersicht der aktuellen Benzinpreise in Griechenland) belief sich am Stichtag der durchschnittliche Heizölpreis auf 87,8 Cent pro Liter, bei einem realen Preisgefüge je nach Anbieter und Region von minimal 80,0 bis maximal 99,8 Cent pro Liter. Zu Beginn des Jahres 2011 lag dagegen der durchschnittliche Heizölpreis noch bei 78 – 79 Cent pro Liter.
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