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Die postmoderne Auffassung des Tourismus in Griechenland

7. September 2017 / Aufrufe: 965 1 Kommentar

Was sich hinter dem Jubel über den stetig zunehmenden Massentourismus in Griechenland verbirgt und wie es dazu kam.

In den letzten Jahren – mit Kostas Karamanlis als Vorreiter seit dem 2000er Jahrzehnt – gewöhnte man sich in Griechenland daran, von dem Tourismus als „Schwerindustrie unseres Landes“ oder als „Arbeitsplätze schaffende Treibkraft der Wirtschaft“ etc. pp und allgemein als „wirtschaftliches Manna“ zu vernehmen, das jedwede Krankheit und Unfähigkeit heilt.

Wir hörten – und hören weiterhin – in fast trommelfeuerartigen Rhythmen über die positiven Auswirkungen des Tourismus auf das BIP, aber auch das lokale / periphere Einkommen und – hauptsächlich – das Privateinkommen in den touristischen Regionen.
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Griechenland im Kampf gegen … die Investoren

6. September 2017 / Aufrufe: 585 1 Kommentar

Die Regierung der SYRIZA bekämpft obsessiv Investitionen in Griechenland, jubiliert jedoch, wenn diese trotzdem erfolgen.

Das griechische Wirtschaftsministerium antworte mit einer Bekanntmachung auf die Erklärungen des Vorsitzenden der Nea Dimokratia (ND), Kyriakos Mitsotakis, der jüngst die sogenannten sozialen Partner empfing und ihnen sagte, wenn sie wollen, dass Investitionen erfolgen, seien sie zu der richtigen Adresse – also den Geschäftsräumen der N.D. und nicht dem Megaro Maximou (sprich der Regierungszentrale) – gekommen.

Das Ministerium rühmte sich also, dass in letzter Zeit der Anstieg der Investitionen signifikant sei, da sich – laut den Angaben – in den ersten fünf Monaten des Jahres 2017 die Anziehung von Investoren auf 1,6 Mrd. Euro belief und auch die größte der letzten Jahre war.
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Griechenland als zweitklassige Tourismus-Kolonie

5. September 2017 / Aufrufe: 2.940 4 Kommentare

Beachbars und Liegestühle können nicht die Schwerindustrie Griechenlands darstellen.

Ich hatte schon in der Vergangenheit betont, eins der „abstrafenden“ Ziele der memorandischen … (fiskalischen) Angleichung sei die Umwandlung Griechenlands in eine Art spottbilliger touristischer Kolonie für die Mitteleuropäer mit mittleren und niedrigen Einkommen, die ihre Füße in den blitzsauberen, aber auch sicheren griechischen Gewässern baumeln lassen und dabei von neu-armen eingeborenen Kellnern bedient werden möchten.

Die Erfahrung des diesjährigen Sommers (2017) überzeugte mich hinsichtlich der Genauigkeit der Prognose. Griechenlands Inseln versanken unter touristischen Horden, mit ersten und besten die Deutschen, die nichts mit Gefühlen einer Sympathie oder Antipathie für die einheimische Bevölkerung am Hut haben, da sie unerschütterlich glauben, es gehe nicht an, dass ein dermaßen privilegiertes Urlaubsziel … „Undankbaren und Faulpelzen“ niedrigeren rassistischer Wesens geschenkt wird.
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Vergütungen der Reinigungskräfte an Griechenlands Schulen

4. September 2017 / Aufrufe: 615 Kommentare ausgeschaltet

An Schulen in Griechenland unter Vertrag genommenen scheinselbständigen Reinigungskräften werden für das Putzen der Toiletten monatlich 2 Euro zugestanden!

Ein gemeinschaftlicher Ministerialbeschluss des Kultusministers und des Finanzministers setzt die Vergütung fest, die in diesem Jahr die Reinigungskräfte erhalten werden, die für die Sauberkeit der Schulen Griechenlands tätig sein werden.

Konkret wird gemäß dem Beschluss der beiden Minister die Höhe der Vergütung der mit einem Dienstleistungsvertrag mit dem öffentlichen Sektor verbundenen (sprich „scheinselbständigen) Reinigungskräfte der Schulen des primären und sekundären Bildungszweigs auf 2.230,04 Euro je Schuljahr (10 Monate) festgesetzt, sofern die Schule mit sechs (6) Klassenzimmern nebst den gemeinschaftlich genutzten Räumlichkeiten und „Hygieneräumen“ betrieben wird.
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Der große Raub an Griechenlands Rentnern

3. September 2017 / Aufrufe: 1.031 2 Kommentare

Millionen Rentner in Griechenland werden weniger als die Hälfte ihrer in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlten Beiträge als Rente zurückbekommen.

Nach den in Griechenland von der Regierung SRIZA – ANEL verhängten brutalen Kürzungen und Abzocken bei den Beiträgen wird die Mehrheit der gesetzlich Versicherten Renten erhalten, die sehr viel niedriger als die Beträge sind, die sie als Beiträge an die Rentenkassen eingezahlt haben. Dies macht  das Sozialversicherungssystem des Landes versicherungsmathematisch ungerecht und räuberisch.

Renten, die der Hälfte der eingezahlten Beiträge entsprechen, sind für Millionen Versicherte in Griechenland die neue schmerzhafte Realität. Es geht um den großen Umsturz im Verhältnis von Renten zu Beiträgen, den die Versicherungsreform bzw. sogenannte „Lex Katrougkalos“ herbeiführte, die 2019 mit dem Schnitt bei der sogenannten persönlichen Differenz bei allen Rentnern vollendet werden wird.
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Griechenland verspricht Verwaltungsreform

2. September 2017 / Aufrufe: 580 Kommentare ausgeschaltet

Griechenlands Regierung will endlich eine Verwaltungsreform in Angriff nehmen, gegen die Vetternwirtschaft vorgehen und den öffentlichen Dienst entpolitisieren.

Die SYRIZA-Regierung in Griechenland kündigte an, endlich zu der von den Gläubigern des Landes schon seit eh und je vehement geforderten Verwaltungsreform schreiten zu wollen und den öffentlichen Sektor bis 2010 entpolitisieren“ zu werden.

Es ist aber kein Zufall, dass die Regierung unter Alexis Tsipras ausgerechnet jetzt bekannt gibt, die seit Jahren systematisch verschleppte Verwaltungsreform realisieren und gegen die Klientel-Beziehungen und Vetternwirtschaft auf dem öffentlichen Sektor vorgehen zu wollen.
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Griechenland: Tourismus gefährdet sozialen Zusammenhalt

1. September 2017 / Aufrufe: 1.288 4 Kommentare

Der ausufernde Massentourismus gefährdet den sozialen Zusammenhang und die Infrastrukturen auf der Insel Santorin in Griechenland.

Laut einem Artikel der britischen Zeitung Guardian lauern wegen des riesigen Volumens an Touristen, die Griechenlands Ägäis-Insel Santorin besuchen, signifikante Gefahren für den gesellschaftlichen Zusammenhang, die Infrastrukturen, aber auch die Umwelt.

Die zwei Millionen Touristen, die es in diesem Jahr auf die Insel führen wird, sind sicherlich eine Nummer, von der in einem Land, das vom Tourismus abhängig ist, und in einem Land, wo 23% der Bevölkerung arbeitslos sind und nicht einmal die grundlegenden Güter zu bezahlen vermögen, viele andere Inseln nur träumen könnten.
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Die großen Opfer der ENFIA in Griechenland

31. August 2017 / Aufrufe: 1.193 Kommentare ausgeschaltet

Die großen Verlierer bei der Immobilienbesitzsteuer ENFIA in Griechenland sind auch 2017 die Eigentümer von Immobilien in sogenannten großbürgerlichen Regionen.

Alle, die das Unglück hatten, in Griechenland in einer der sogenannten großbürgerlichen Regionen eine Immobilie zu erben oder auch einfach nur ein „Dach über dem Kopf“ zu kaufen, sind diejenigen, welche die größte „Liebkosung“ der sogenannten Einheitlichen Immobilien-Besitzsteuer (ENFIA) verspüren werden,

Dies trotz der Tatsache, dass speziell in diesen Lagen die Marktpreise um bis zu 40% abgestürzt sind und mittlerweile in keinerlei Zusammenhang mehr mit den fiktiven Einheitswerten stehen, mit denen sie besteuert werden.
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Griechenland kippt wirtschaftliche Regeln

30. August 2017 / Aktualisiert: 30. August 2017 / Aufrufe: 659 Kommentare ausgeschaltet

Die deutsche Presse zeigt eine Besonderheit Griechenlands auf Ebene der Wirtschaft auf.

Die Griechen ziehen vor, Unternehmen anstatt dem Staat Geld zu leihen„, lautet der Titel eines Beitrags in der der deutschen Zeitung „Frankfurter Allgemeine“ (FAZ), der betont:

Es ist außerordentlich selten, dass staatliche Anleihen (…) deutlich höhere Zinssätze als die Anleihen von Unternehmen des selben Landes bieten müssen.
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Griechenlands Finanzämter sollen Immobilienvermögen plündern

29. August 2017 / Aufrufe: 1.099 2 Kommentare

Auf Druck der Gläubiger Griechenlands sollen fortan auch die Finanzämter gepfändete Immobilien zum Marktwert zur Zwangsversteigerung bringen.

In Kürze werden in Griechenland die Finanzämter beginnen, ihren Schuldnern gehörende Immobilien zum Handelswert unter den Hammer zu bringen, der meistens erheblich niedriger als der Einheitswert ist, der derzeit das Mindestgebot bei von dem Fiskus betriebenen Zwangsversteigerungen darstellt.

Innerhalb der kommenden Tagen wird auch der einschlägige Ministerialbeschluss ergehen, der den letzten und essentiellen Schritt darstellen wird, damit das Prozedere beginnt. Während also die Steuerpflichtigen insbesondere die sogenannte Einheitliche Immobilien-Besitzsteuer (ENFIA) weiterhin auf Basis des Einheitswerts ihrer Immobilie zahlen müssen, kann das Finanzamt im Fall einer Schuld die Immobilie zum niedrigeren Handelswert pfänden und einen entsprechenden Teil der Schuld streichen.
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