Entwicklungsministerium in Griechenland entfernt 50 Beamte
Das Entwicklungsministerium in Griechenland entfernte nach dem Korruptionsskandal in der Direktion für Privatinvestitionen 50 Bedienstete der Abteilung.
Der Staatssekretär für Entwicklung, Wettbewerbsfähigkeit und Seefahrt, Thanos Moraitis, entfernte nach dem vor einigen Tagen aufgedeckten Korruptionsfalls, in dem zwei Beamte 120.000 Euro Schmiergeld für die Freigabe der Subventionszahlung an einen Hotelbesitzer verlangt und erhalten hatten, fast die gesamte Direktion für private Investitionen aus dem Dienst und schritt parallel zur Ausschreibung der Einstellung neuer Beamten.
Wie die neue Ministerin für Entwicklung, Wettbewerbsfähigkeit und Seefahrt Frau Anna Diamantopoulou anführte, verlangte sie mit ihrem Schreiben an den Leiter der Kontrolleure der öffentlichen Verwaltung, Leandros Rakitzis, die rückwirkende Überprüfung aller Beamten, der von ihnen gehandhabten Angelegenheiten und ihrer Bankkonten rückwirkend ab 2005 bis heute. Bei einer Begegnung, die sie mit dem Leiter der SDOE, Ioanis Diotis, der die Ministerin darüber in Kenntnis setzte, dass auch andere Anzeigen zu Lasten von Beamten der in Rede stehenden Direktion vorliegen, gab sie ebenfalls die Anweisung, alle Bankkonten zu “öffnen”.
Interne Untersuchung und Rechtshilfe vom Areopag
Bezüglich des eingangs erwähnten konkreten Korruptionsfalls erteilte Staatssekretär Thanos Moraitis die Anweisung zur Durchführung einer internen Untersuchung ab 2005 durch einen konkreten Beamten und verlangte die Mithilfe des Staatsanwalts des Areopags Herrn Tente. Herr Moraitis führte charakteristisch an, dass “wir alle Kündigungen in unseren Händen haben, es handelt sich um 50 Beamten und Funktionäre“, und fügte noch an: “Wir werden nicht alle Bediensteten in einen Topf werfen und sehen, wie wir das Thema handhaben werden.“
Entwicklungsministerin Anna Diamantopoulou äußerte von ihrer Seite, dass die drei Anhängigkeiten, denen sie in dieser Phase begegnet, folgende sind:
- Erstens die Vorlage des Multi-Gesetzentwurfs des Entwicklungsministeriums. Es handelt sich um ein “Textungeheuer” mit 220 Artikeln, das viele Gesetzentwürfe des Ministeriums und anderer Ministerien enthält.
- Zweitens die “Spritze” für die Liquidität im Land, die sich auf den Nationalen Strategischen Rahmenplan (NSRP), aber auch die Finanzierung durch die Europäische Investitionsbank (EIB) bezieht. Noch innerhalb des Tages werden die Beschlüsse der Europäischen Investitionsbank über die Finanzierung für Griechenland erwartet. Die resultierende Hebelwirkung des Kapitals der EIB wird 2 zu 1 betragen.
- Drittens die – wie von Ministerin bezeichnete – investive “Verlobung” mit allen an Investitionen in Griechenland interessierten EU-Mitgliedstaaten, angefangen von Deutschland, das sie in der kommenden Woche besuchen wird.
(Quelle: To Vima)










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