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Archiv für die Kategorie ‘Allgemein’

Starkes Erdbeben bei Zakynthos im Ionischen Meer

3. November 2009 / Aufrufe: 626 Kommentare ausgeschaltet

Am frühen Morgen des 03. Novembers 2009 ereignete sich um 07:25 Uhr südwestlich der griechischen Insel Zakynthos bzw. Zanthe ein starkes Erdbeben im Ionischen Meer. Das Beben erreichte eine Stärke von 5,7 Richter und wurde in einem großen Umkreis wahrgenommen. Gemäß den bisher vorliegenden Informationen gab es weder Verletzte noch ernsthafte Sachschäden.

Gemäß den Messungen des Labors für Geophysik der Aristoteles-Universät in Thessaloniki lag das Epizentrum des Bebens 67 Kilometer südwestlich von Zakynthos in einer bekannten und kontinuierlich beobachteten seismologisch aktiven Zone des Ionischen Meers. Seismologen der Universitäten Athen und Thessaloniki stuften es als ein gewöhnliches Phänomen in dem Gebiet ein und sehen keinen Grund zur Beunruhigung. Angesichts seiner Stärke und Charakteristik sei ausgeschlossen, dass dieses Beben die Aktivierung benachbarter seismischer Zonen ausgelöst haben könne.

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Neuer Streik im Handelshafen Piräus in Griechenland

2. November 2009 / Aktualisiert: 05. November 2009 / Aufrufe: 146 Kommentare ausgeschaltet

Die gewerkschaftlichen Organe der Angestellten und Arbeiter des Handelshafens Piräus in Griechenland haben für den 03. und 04. November 2009 erneut einen 48-stündigen Streik beschlossen. Die Gewerkschaften fordern von der Ministerin für Wirtschaft, Wettbewerb und Schiffahrt Luka Katseli, Einzelheiten über die Verhandlungen mit der chinesichen COSCO bekannt zu geben und die arbeitsrechtlichen Privilegien der Beschäftigten zu garantieren.

Die Haltung der Gewerkschaften stößt nicht nur auf politischer Ebene auf Unverständnis, sondern hat auch zu einer unmittelbaren Reaktion seitens der Industriekammer Athen geführt. Angesichts des hohen Schadens in Handel und Wirtschaft aufgrund der bisherigen Streiks sowie auch der sich nun abzeichnenden  Behinderungen und Verluste im bevorstehenden Weihnachtsgeschäfts wurde verlautbar, gegebenenfalls gerichtlich gegen die weitere Bestreikung des größten griechischen Handelshafens vorgehen zu wollen.

Terroranschlag auf Haus der Abgeordneten Marietta Giannakou

31. Oktober 2009 / Aufrufe: 170 Kommentare ausgeschaltet

Am Freitagmorgen (30.10.2009) detonierte um 04:32 Uhr Ortszeit eine Zeitbombe in einem Mehrfamilienhaus in der Straße Demertzi Nr. 12, Kato Patisia – Athen. In dem besagten Haus liegt die Wohnung der ehemalige Ministerin und nun Abgeordneten Griechenlands im Europaparlament Marietta Giannakou.

20 Minuten vor der Detonation der Zeitbombe erfolgten zwei anonyme Anrufe bei einer Tageszeitung und einem Fernsehsender. Durch die Explosion wurde die Verglasung des Hauseingangs zerstört und ein geparkter PKW beschädigt, jedoch niemand verletzt

Die Zeitbombe war in einem Rucksack im Eingangsbereich des Hauses abgestellt worden und nach Angaben der Sprengstoffspezialisten von geringer Sprengkraft. Verlautbarungen zufolge war der Sprengsatz in einem Kochtopf deponiert, was von Anfang an auf die Urheberschaft der Vereinigung „Verschwörung der Kerne des Feuers“ deutete, die sich inzwischen auch zu dem Terroranschlag bekannt hat.

6 Verletzte bei Anschlag auf Polizeirevier Agia Paraskevi in Griechenland

28. Oktober 2009 / Aktualisiert: 28. Oktober 2009 / Aufrufe: 168 2 Kommentare

Bei einem Anschlag auf das Polizeirevier an der Straße Pantelis Nr. 10 im Bezirk Agia Paraskevi in Athen – Griechenland am Dienstagabend (27. Oktober 2009) um 21:40 Uhr Ortszeit wurden insgesamt sechs Polizeibeamte verletzt, zwei von ihnen schwer. Ein Passant erlitt einen Nervenzusammenbruch und fiel in Ohnmacht, wurde jedoch glücklicherweise nicht verletzt.

Gemäß den bisher vorliegenden Informationen waren an dem Terroranschlag fünf Männer und eine Frau beteiligt, die sich mit drei Motorrädern zuerst in die Nähe und dann zu Fuß vor das Gebäude des Polizeireviers Agia Paraskevi begaben und dort ohne jegliche Warnung aus zwei automatischen Waffen vom Typ Kalaschnikow das Feuer eröffneten. Fünf der verletzten Polizeibeamten hielten sich zu dem Zeitpunkt des Anschlages vor dem Gebäude auf, der sechste wurde in seinem Büro verletzt.
Die Spurensicherung fand inwischen 99 Patronenhülsen und eine Patrone. Weiter wurde die Sicherung einer Handgranate gefunden, jedoch sonst keine Spuren einer Explosion entdeckt. Letzteres lässt darauf schließen, dass die Täter keine Sprenggranate, sondern eine Verteidigungsgranate geworfen hatten, was sich auch mit den Darstellungen der Zeugen deckt.

Anfänglich wurden Vermutungen angestellt, dass der Anschlag in Reaktion auf die am Vortag ausgesetzte Belohnung in Höhe von 600.000 Euro auf die Ergreifung der mutmaßlichen Bankräuber Simeon Seisidis, Mario Seisidis und Grigoris Tsironis stattgefunden haben könnte und in diesem Fall deren mutmaßliche Verbindung zu terroristischen Kreisen bestätigen würde. Die Umstände deuten jedoch eher darauf hin, dass der Anschlag auf das Polizeirevier bereits länger geplant worden war.

600000 Euro für Ergreifung der schwarzen Räuber in Griechenland

28. Oktober 2009 / Aktualisiert: 04. November 2009 / Aufrufe: 176 Kommentare ausgeschaltet

Das Ministerium für Bürgerschutz hat eine Belohnung in Höhe von 600.000 Euro für die Ergreifung dreier flüchtiger mutmaßlicher Bankräuber ausgesetzt. Konkret handelt es sich um Simeon Seisidis, Mario Seisidis und Grigoris Tsironis, gegen welche bereits vor Jahren Haftbefehle erlassen wurden.

Simeon Seisidis
Simeon Seisidis
Marios Seisidis
Marios Seisidis
Grigoris Tsironis
Grigoris Tsironis

Die drei Männer sollen im Zeitraum 2002 bis Anfang 2006 als Mitglieder der in Griechenland als „Räuber in Schwarz“ bekannt gewordenen Bande an sieben bewaffneten Banküberfällen beteiligt gewesen sein. Die Ermittlungsbehörden schließen allerdings auch Verbindungen zu terroristischen Kreisen bzw. konkret der griechischen Terrorgruppe „Epanastatikos Agonas“ (Revolutionskampf) nicht aus. Sachdienliche Hinweise werden telefonisch unter der Nummer +30 210 6447437 entgegen genommen. Informanten wird absolute Anonymität gegenüber Dritten sowie insbesondere auch allen Behörden garantiert.

Kleinere Lotterie- und Glücksspielgewinne wieder steuerfrei

26. Oktober 2009 / Aufrufe: 229 Kommentare ausgeschaltet

Lose der griechischen StaatslotterieDas griechische Wirtschaftsministerium schreitet zur vorläufigen Aussetzung der bisherigen Bestimmungen bezüglich der Besteuerung von Gewinnen aus Lotterie und Glücksspielen, um eine Lösung für die Probleme zu finden, welche das geltende System der Gewinnbesteuerung verursacht.

In seiner Bekanntmachung bezeichnet das Ministerium die Bestimmungen als problematisch und betont, schnellstmöglich eine Regelung zur Aussetzung dieser Bestimmungen hinsichtlich der Steuerfreigrenze ins Parlament bringen zu wollen. Weiter wurde bekannt gegeben, dass das Ministerium unverzüglich den Dialog zur Suche einer besseren und gerechteren Besteuerung dieser Gewinne in Griechenland aufnehmen werde.

Es sei angemerkt, dass die noch unter der Regierung Karamanlis beschlossenen und nun in ihrer Wirkung ausgesetzten Bestimmungen die Besteuerung von Lotterie- und Glücksspielgewinnen ab dem ersten Euro und ohne jeden Freibetrag vorsehen.

Nach heftigen Regenfällen Überschwemmungen in Griechenland

26. Oktober 2009 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 371 Kommentare ausgeschaltet

Ein abrupter Witterungsumschwung mit zum Teil sehr heftigen Gewittern und Niederschlägen verursachte am Wochenende des 24. – 25. Oktobers 2009 in etlichen Regionen Griechenlands Überschwemmungen und Zertsörungen. Im Pagasäischen Golf (griechisch: Pagasitikos kolpos), auch als Golf von Volos bekannt, brachte ein plötzlicher Regensturm einen Katamaran zum Kentern, einer der beiden Passagiere ertrank. In der Gemeinde Dion der Präfektur Pieria wird ein Mann vermisst, dessen Auto in einen Fluss gerissen worden war. In den Präfekturen Pieria, Pellas und Imathia wurden landwirtschaftliche Einrichtungen und Kulturen verwüstet, und auch in zahlreichen weiteren Gebieten entstanden hohe Sachschäden. Zu erheblichen Verkehrsbehinderungen kam es unter anderem auf den Nationalstraßen Thessaloniki – Athen und Athen – Patras. Mit einem Abklingen der extremen meteorologischen Phänomene wird erst ab Mitte der Woche bzw. dem 28. Oktober 2009 gerechnet.

Nationalstrasse Athen - Patras
Überschwemmung auf der Nationalstraße Athen – Patras
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Noch strengeres Rauchverbot in Griechenland

24. Oktober 2009 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 516 1 Kommentar
Mariliza Xenogiannakopoulou
M. Xenogiannakopoulou

Die griechische Gesundheitsministerin Mariliza Xenogiannakopoulou der neuen Regierung Papandreou charakterisierte das seit Sommer 2009 in Griechenland bestehende Rauchverbot in öffentlichen Räumlichkeiten als „leeres Hemd“ und kündigte noch strengere Maßnahmen gegen das Rauchen an. Wie die Ministerin betonte, stellt sich drei Monate nach dem Inkrafttreten der Bestimmungen eine erste Bewertung der Ergebnisse allgemein unbefriedigend dar: Die Bestimmungen kommen nicht zur Anwendung, es finden keine Kontrollen statt und es werden keine Sanktionen verhängt.

Frau Mariliza Xenogiannakopoulou sagte verbindlich zu, nach Abschluss der Auswertungen der Ergebnisse der ersten drei Monate seit dem Inkrafttreten des Anti-Raucher-Gesetzes weitere Einzelheiten bekannt zu geben, und schloss in naher Zukunft sogar auch ein absolutes Rauchverbot in der Öffentlichkeit nicht aus.

Weitere Einzelheiten zu den derzeit geltenden Bestimmungen und Regelungen bietet der Beitrag Rauchverbot in öffentlichen Räumlichkeiten in Griechenland.

Genetechnisch veränderter Bio-Leinsamen in Griechenland beschlagnahmt

22. Oktober 2009 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 221 Kommentare ausgeschaltet

Rapunsel Leinsaat braunDer griechische Träger für Lebensmittelkontrollen (EFET) hat insgesamt 240 Packungen mit brauner Leinsaat aus biologischem Anbau kanadischer Herkunft aus dem Verkehr gezogen. In dem Produkt wurde die ungenehmigte gentechnische Veränderung FP967 nachgewiesen

Der Leinsamen wird von der deutschen Firma "Rapunzel Naturkost AG" mit Sitz in Legau vermarktet und in Griechenland von von der "Biofresko – St. Kourouzidis & Co" vertrieben.

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Oberbefehlshaber der Polizei in Griechenland abgesetzt

22. Oktober 2009 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 256 Kommentare ausgeschaltet
Vasilis Tsiatouras, abgesetzter Oberbefehlshaber der Polizei in Griechenland
Vasilis Tsiatouras

Nach den erneuten polizeilichen Übergriffen am Mittwochabend im Athener Viertel Exarchia bat der Minister für Bürgerschutz Michalis Chrysochoidis öffentlich um Entschuldigung und verlangte von dem obersten Befehlshaber der Polizei in Griechenland Vasilis Tsiatouras dessen sofortigen Rücktritt, woraufhin letzterer umgehend seine Abdankung erklärte.

Am Abend des Mittwochs (21.10.2009) war in Athen im Stadtteil Exarchia eine Polizeistreife von einer Gruppe unbekannter Randalierer mit Steinen und Stöcken angegriffen worden. Bei der Fahndung nach den Tätern drangen Beamte einer Spezialeinheit der Polizei ohne jeden Anlass in eine Veranstaltung ein, in welcher der Schriftsteller Christoforos Kasdaglis sein Buch „Die Linke und der böse Wolf“ vorstellte. Auf den nachhaltigen Protest der Anwesenden reagierten die Polizisten mit willkürlichen Verhaftungen und nahmen unter anderem den Schriftsteller und Funktionär der SYRIZA-Partei Dimitris Papachristos, den Funktionär der SYN Stelios Elliniadis und einen Reporter der staatlichen Fernsehanstalt ERT fest, der die Aktion mit der Videokamera seines Handys aufgenommen hatte.

httpv://www.youtube.com/watch?v=JI6TkUPIRbQ