In Griechenland herrscht … Migrantenalarm

24. Oktober 2019 / Aufrufe: 436

Bei Griechenlands Regierung herrscht Alarm wegen der Flut der aus der Türkei in das Land strömenden Flüchtlinge und Migranten.

Wegen des starken Anstiegs der Welle aus der Türkei in Griechenland eintreffender illegaler Migranten, aber auch nach den Reaktionen, die im Hinterland infolge der Umsetzung des Plans zur Verbringung der Asylanten hervorgerufen wurden, herrscht bei der Regierung Alarm.

In diesem Rahmen wurde zur besseren Koordinierung der verschiedenen in die Verbringung und Verlegung von Asylanten in das Landesinnere (damit es eine Entlastung der Inseln gibt) involvierten Dienststellen der Ministerien beschlossen, den Staatssekretär im Verteidigungsministerium, Alkiviadis Stefanis, als Sonderkoordinator einzusetzen.

Widerstand gegen Unterbringung von Flüchtlingen und Migranten

Dieser Beschluss wurde von Premierminister Kyriakos gefasst, da bei der Koordinierung des Migrantenproblems und der Verbringung der Flüchtlinge von den Inseln auf das Festland Desaster und technische Fehler beobachtet wurden. Charakteristisches Beispiel sind die verzeichneten ernsthaften Zwischenfälle in dem (weniger als 3.000 Einwohner zählenden) Ort Vrasna bei Thessaloniki, wo ungefähr 400 Flüchtlinge untergebracht werden sollten. Auf die Verbringung der Flüchtlinge nach Vrasna reagierend, versuchten Einwohner des Gebiets anfänglich, die Durchfahrt der Busse zu verhindern, welche die Insassen zu lokalen Hotels brachten, und errichteten an verschiedenen Stellen der Straßen sogar Blockaden.

Die insgesamt neun Busse mit den Flüchtlingen gelangten gegen Mitternacht außerhalb von Vrasna und am 23 Oktober 2019 kurz vor Tagesanbruch mit der Hilfe der Polizei und sich über umgehende Feldwege bewegend schließlich bei den Hotels an, jedoch konnten die Flüchtlinge dennoch nicht darin untergebracht werden, da die Eigentümer der Hotels (eventuell auch aus Angst davor, was wegen der Reaktionen der Leute folgen wird) die Hotels verriegelt hatten! Sie hängten sogar eine aggressive Bekanntmachung aus und betonten, die Flüchtlinge „sind in unserem Ort nicht willkommen„. Weiter führten sie charakteristisch an, „die Sitten und Traditionen drohen wegen der modernen Lebensweise verloren zu gehen. Außerdem sind die Einwohner von Vrasna Einheimische und keine Flüchtlinge aus Kleinasien und besiedeln diesen Ort seit mehr als 2.000 Jahren.

Informationen von Dikaiologitika.gr zufolge bringt das Megaro Maximou (sprich die Regierungszentrale) die beschlossene Änderung im führenden Koordinationsstab nicht direkt mit den Reaktionen der Einwohner des konkreten Gebiets und der anschließenden Umleitung der Flüchtlinge in Verbindung – was jedoch nicht bedeutet, dass die Reaktionen nicht ernsthaft berücksichtigt wurden.

Ganz Griechenland hat mittlerweile ein großes Problem

Abgesehen von den lokalen Reaktionen bezüglich der Umsiedlung der Flüchtlinge scheint das Flüchtlingsproblem außer Kontrolle geraten zu sein, da in Griechenland den letzten 15 Tage auf den Inseln der östlichen Ägäis mehr als 5.000 Migranten und Flüchtlinge ankamen, wobei das Ministerium für Zivilschutz einen Plan zur Verlegung von wenigstens 3.000 Personen in den kommenden 3 – 4 Wochen aus den Auffangzentren (Hotspots) der Inseln in das Hinterland vorantreiben soll.

(Quellen: dikaiologitika.gr, thestival.gr, Medienberichte)

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