Griechenland soll Persischen Golf überwachen

6. Oktober 2019 / Aufrufe: 421
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Die USA wollen, dass Griechenland sich an der Überwachung des Persischen Golfs zum Schutz der Schifffahrt beteiligt!

Der Verteidigungsminister der USA, Mark Esper, „ersuchte“ am 03 Oktober 2019 das griechische Verteidigungsministerium um die Beteiligung Griechenlands an der Bildung einer multinationalen Seemacht zur Beaufsichtigung des Persischen Golfs zum Schutz der Schifffahrt.

Die Forderung der USA kommt in einer Situation kontinuierlicher Spannung im Golf, wobei einige der europäischen Mächte sich für die „Freiheit der Schifffahrt“ an ihre Seite schlagen.

Griechenland ist ein enger Freund der USA …

Trotz allem haben die größten europäischen Länder wie Deutschland und Frankreich ihre Beteiligung an einer Seemacht unter amerikanischer Führung verweigert, während insbesondere Frankreich klargestellt hat, sich nicht von dem Privileg der direkten Kontakte zu Teheran abwenden zu werden – und zwar ganz einfach, weil Paris, bevor die Amerikaner das Abkommen mit dem Iran aufkündigten, mit den Iranern Vereinbarungen über viele Milliarden Euro abgeschlossen hatte, die es mit jedem Mittel voranzutreiben beabsichtigt.

Detailliert schrieb Mark Esper: „Griechenland ist ein enger Freund der USA und einer der wenigen NATO-Alliierten, die mehr als 2 % des BIP des Landes für die Verteidigung aufwenden. Heute dankte ich dem Minister Panagiotopoulos für seine Führung und ermunterte Griechenland, sich an der internationalen Bemühung zum Schutz der kritischen (Meer-) Engen im Gebiet des Persischen Golfs zu beteiligen.

Das Verlangen nach Erbringung eines Beitrags zu einer multinationalen Seemacht stellt eine Initiative der USA auf bilateraler Ebene dar, da es zumindest bis zu diesem Moment keinen Beschluss der Vereinten Nationen (UN) oder einer andern internationalen Organisation bezüglich der Übernahme einer Aktivität in Zusammenhang mit der Kontrolle der Schifffahrt im Persischen Golf gibt.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

  1. GR-Block
    6. Oktober 2019, 21:40 | #1

    Die USA wollen, dass Griechenland sich an der Überwachung des Persischen Golfs zum Schutz der Schifffahrt beteiligt!“ – Huuuh, gefährlich! Mike Pompeo deutet vorsichtig Unterstützung der griechischen Seite in Sachen illegaler Testbohrungen durch Erdogan und gleichzeitig erwartet Marc Esper eine griechische militärische Beteiligung am Golf. Böse Falle! Das riecht nach einer Absprache der Drei.
    Weil die Europäer längst riechen, dass die USA ihren einsamen Kampf am Golf verlieren werden, verlassen sie jetzt schon die „Mayflower“. In wenigen Jahrzehnten wird es sowieso am Golf kein Öl mehr geben und D kauft jetzt schon zu dreiviertel beim russischen Feind. Die Amerikaner müssen verzweifelt sein, wenn sie hervorheben müssen, ausgerechnet …

    Griechenland ist ein enger Freund der USA“ – Weiß Gott, und die Umklammerung des friendly fire wird immer enger. Um dem Dilemma zu entkommen, gibt es jetzt nur noch EINE taktisch kluge Lösung.
    Zunächst vereinbart GR mit den USA, dass die NATO die Unverletztlichkeit der zyprischen und griechischen Förderrechte vertraglich garantiert. Im Gegenzug schickt GR seine kürzlich erworbenen französischen Fregatten in Richtung Suezkanal. Bevor diese jedoch im Persischen Golf aufkreuzen, schlägt Mitsotakis in Brüssel den EU-NATO-Partnern vor, die griechischen Manöver – wohlgemerkt der Marine – eng mit dem Handelspartner Persien abzustimmen, um die bilateralen Beziehungen nicht zu trüben. Die neue Kommissions-Chefin und ehemalige Verteidigungsministerin solle ganz kompetent erklären, die Anwesenheit weiterer NATO-Partner wäre obsolet. Nach dem ungeordneten BREXIT geht die entsprechende durchaus brisante Note in französischer Sprache an die Amerikaner mit der Aufforderung: „Mes amis go home!“
    Zuguterletzt lanciert die griechische embedded press, ein Telefongespräch zwischen Trump und Mitsotakis abgefangen zu haben, in dem die ganze Aktion als Wahlkampfhilfe konstruiert worden wäre. Trump hätte Mitsotakis mit einem Jahresticket für das „Disneyland Paris“ bestochen, damit die USA ihre Marines nach Hause holen konnte. Paris, in Absprache mit Macron, als Tarnung deshalb, um dem laufenden Amtsenthebungsverfahren keinen Vorschub zu leisten. Macron gäbe sich mit einer lobenden Erwähnung in Stormy Daniels Memoiren zufrieden.
    Nach dem Ausgang dieses … „Golfspiels“ könnten die in solchen Fällen immer zur Verfügung stehenden gut informierten Kreise bestätigen, Trump wollte endlich seine Wahlversprechen von 2016 einlösen, ohne dass das – ihm feindlich gesinnte – US-Establishment reagieren konnte. Seine Wähler hielten ihn für einen intelligenten Taktiker, weshalb die Diskussionen über ukrainische Wahlhilfen verstummen würde, und seiner Wiederwahl in einem Jahr stünde nichts mehr im Wege. Alle Seiten würden sich nach dem Ausgang des Golfspiels bei ihren Wählern zum Sieger erklären, berechtigter Weise, und für sich in Anspruch nehmen:

    – Trump: Er würde nachdenken, bevor er agiert.
    – Mitsotakis: Er wäre ein stabilisierender Faktor des Friedens im Golf.
    – Macron: Sein angeblich schwächelndes erotischen Image konkurriere im Wirklichkeit mit denen von Sarkozy, Hollande, Strauss-Kahn.
    – von der Laien: Sie sei im Verteidigungsressort doch kompetent. Denn schließlich würde niemand glauben, Trump hätte diese hochkomplexe Korruptionskette entworfen.

    Ha, ich sollte mich Salomon nennen … und vielleicht von Trump auch ein Jahresticket verlangen, für Stormy Daniels.

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