Griechenland als Geisel Europas

16. Oktober 2019 / Aufrufe: 331

Thessaliens Gouverneur vertritt, Griechenland befinde sich im Status einer Geisel Europas.

Der Vorsitzende des Verbands der Verwaltungsbezirke Griechenlands (ENPE) und Bezirksgouverneur Thessaliens, Kostas Agorastos, verlangte von Brüssel eine europäische Lösung im Flüchtlingsthema und einer parallelen wirtschaftlichen Unterstützung aus dem europäischen Sozialfonds für die sozial „anfälligen“ Gruppen in Griechenland.

An der „Europäischen Woche der Regionen und Städte“ teilnehmend unterstrich Herr Agorastos bei der Sitzung der Europäischen Volkspartei (EPP) sprechend die Notwendigkeit zur Findung eines Modus Vivendi Europas mit der Türkei.

Griechenland stemmt die Last eines großen europäischen Problems

Wie Kostas Agorastos charakteristisch anführte, „befindet Griechenland sich in diesem Moment im Status einer Geiselhaft, wobei seine Seegrenzen offen sind und die Grenzen nach Europa geschlossen bleiben„. Weiter unterstrich er, „Griechenland stemmt die Last eines großen europäischen Problems und die Lösung muss von Europa gegeben werden, mit der Stützung nicht nur der Flüchtlinge und Migranten, sondern auch der griechischen Bürger„.

Der Bezirksgouverneur Thessaliens legte Angaben vor, laut denen „mehr als 5 Millionen Griechen wirtschaftlich inaktiv sind, die Arbeitslosen 850.000 übersteigen und die wirtschaftlich aktive Bevölkerung gerade einmal 4 Millionen tangiert„.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

Griechenland hat seine Möglichkeiten ausgeschöpft

Schon Anfang August 2019 hatte der stellvertretende Minister für Zivilschutz, Giorgos Koumoutsakos, bei einer Begegnung mit dem Chef der Europäischen Agentur für die Grenz- und Küstenwache (Frontex), Fabrice Leggeri, angesichts des bereits damals vereichneten beunruhigend Anstiegs der Migrationsströme nach Griechenland betont, dass Griechenland ein Grenzland Europas in der kritischen weiteren Region der östlichen Ägäis und des Mittleren Ostens ist.

Der griechische Minister unterstrich ebenfalls, Griechenland habe seine Möglichkeiten ausgeschöpft und die Unterstützung seitens der Europäischen Union, der Mitgliedstaaten und der Frontex sei notwendig und zum gemeinsamen Nutzen. Weiter betonte er: „Die gemeinsamen Herausforderungen erfordern gemeinsame Anstrengung und Lösungen.

Laut dem Ministerium wurden bei dem besagten Treffen Wege und Vorschläge bezüglich der operativen Stärkung der Zusammenarbeit der Frontex mit den griechischen Behörden bei der Bewältigung des Flüchtlings- / Migrantenproblems unterbreitet und erörtert.

(Quelle: dikaiologitika.gr, Auszug)

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