Migranten und nicht Flüchtlinge sind Problem für Griechenland

10. September 2019 / Aufrufe: 419
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Für Griechenland stellen weniger wirkliche Flüchtlinge als vielmehr die Horden illegaler Wirtschaftsmigranten eine nationale Bedrohung dar.

Den Begriff „Flüchtlingsproblem“ verwendend sind wir nicht präzise, weil die meisten Derer, die illegal nach Griechenland gelangen, keine Flüchtlinge im von den internationalen Abkommen vorgegebenen einschlägigen Sinn, sondern – hauptsächlich aus afrikanischen Ländern kommende –  Wirtschaftsflüchtlinge sind, die unser Land als Transitland sehen um nach Deutschland zu passieren. Folglich müssten wir es „Migrantenproblem“ nennen.

In den Ländern Afrikas scheint das Gerücht zu kursieren, Griechenland sei ein sehr leichtes Land für den Transit nach Europa. Weil sich zeigte, dass es seine riesigen Seegrenzen nicht erfolgreich zu schützen vermag, und folglich die sicherste und billigste Passage für eine Einwanderung bzw. Weiterreise in ein anderes (europäisches) Land darstellt, was wiederum dauerhafte Niederlassung und Arbeit bedeutet.

Wirtschaftsflüchtlinge wollen keinesfalls in Griechenland bleiben

Derweilen ist keiner der heutigen wirtschaftlichen Migranten bereit, in Griechenland zu bleiben um zu arbeiten. Weil es keine Beschäftigungen mit zufriedenstellender Vergütung gibt. Und all Jene, die in Griechenland eingeschlossen worden sind, werden an an den Grenzen einer elementaren Lebensführung bezahlt oder wenden sich der Kleinkriminalität oder dem (illegalen) „fliegenden“ Kleinhandel zu.

In der Vergangenheit hatte Griechenland Invasionen von Migranten aus Ländern des existenten Sozialismus erlitten, darunter viele Albaner, die hauptsächlich im Bauwesen beschäftigt wurden, im Land blieben und sich assimilierten. Weil es keinen religiösen Fanatismus gab. Während die anderen in ihre Länder zurückkehrten, manche Witwen wiederum mit der Rente ihres griechischen Ehemanns …

Der Vorschlag, Wirtschaftsflüchtlinge auf dem Land anzusiedeln, damit sie brach liegende Flächen kultivieren, hat keine Erfolgschancen, weil sie in ihren Ländern keine Landwirte waren. Und wegen des religiösen Fanatismus können sie von der übrigen Bevölkerung nicht eingegliedert werden. Die syrischen Flüchtlinge, von denen viele Christen sind, können dagegen erfolgreich auf dem Land angesiedelt werden.

Um jedoch präzise zu sein, Flüchtling ist (nur) Jener, der sich, um sein aus einer Kriegssituation oder einem Bürgerkrieg gefährdetes Leben zu retten, in ein Nachbarland flüchtet und um Flüchtlingsasyl ersucht, worüber viele internationale Abkommen unterzeichnet worden sind. Und zusätzlich gibt es das Flüchtlings-Hochkommissariat, das sich um die Flüchtlinge kümmert und in Griechenland mit den internationalen NROs aktiv in das Flüchtlingsthema involviert ist.

Wirkliche Flüchtlinge sind allein die Syrer, die regulär nur in der Türkei den Flüchtlingsstatus erwerben, wir jedoch (ebenfalls) kurzerhand als Flüchtlinge betrachten. Die Eigenschaft des Flüchtlings erwerben sie wiederum auf Beschluss des Asylausschusses. Was das Prozedere betrifft, wurde Informationen zufolge gerade einmal drei christlichen Syrern kein Asyl gewährt.

Illegale Wirtschaftsmigranten „verstopfen“ Griechenlands Asylwesen

Grundsätzlich kommen alle illegal nach Griechenland, erklären sich als Flüchtlinge, und bis der Ausschuss am Ankunftsort entscheidet, verbleiben sie in den sogenannten Auffanglagern („Hotspots“), wo sie sowohl verpflegt werden als auch eine Beihilfe von 400 Euro im Monat erhalten, die sie per Western Union umgehend in ihr (Heimat-) Dorf schicken.

Das Verfahren bei den Asylausschüssen zieht sich sehr lange hin, mit dem Resultat, dass die Asylanten für sehr lange Zeiträume in den Hotspots verbleiben, zusammen mit ihren Familien und (die nächstgelegenen griechischen Schulen besuchenden) kleinen Kindern, und ihnen wird – in Bevorzugung gegenüber den Griechen – eine ausgezeichnete ärztliche und medizinische Versorgung in den öffentlichen Krankenhäusern gewährt, welche Praxis (wie auch wegen diverser arroganter Verhaltensweisen von NRO-Mitgliedern) Proteste hervorgerufen hat.

Die hauptsächlich aus Ländern des subsaharischen Afrikas kommenden Wirtschaftsmigranten sind in der Mehrzahl jung, ledig und Mohammedaner, wobei der Verdacht besteht, dass sich darunter Dschihadisten verstecken, während die wirklichen Flüchtlinge üblicherweise familienweise kommen, weswegen im Fall eines Schiffbruchs Kinder ertrinken.

Griechenlands Inseln können nicht noch mehr Migranten verkraften

Weil die Hotspots auf Lesbos, Chios und Samos sehr viel mehr Personen als mit den vorgesehenen Plätze beherbergen, ist dort angesichts des kommenden Winters die Lage sehr schwierig. Und es gibt keine Aussichten auf umgehende Lösungen, weil jede Vorsorge von der kontinuierlich zunehmenden Anzahl neuer Ankünfte überholt wird. Inzwischen wurden 1.300 Personen von Moria nach Nea Kavalli gebracht, jedoch verlagert dies das Problem einfach nur. Die Verteilung auf das Inland muss jedoch auf jeden Fall weitergehen, weil die großen Inseln der östlichen Ägäis mit Migranten übersättigt worden sind und keine weiteren Ankünfte ertragen, damit wir im Winter keine Umkehr der Analogie zwischen Einheimischen und Flüchtlingen haben.

Die Haltung der Inselbewohner, die anfänglich die Flüchtlinge umarmten und beherbergten, ist mittlerweile sehr zurückhaltend geworden, weil sie befürchten, dass diese in Griechenland eingeschlossen und für immer und ewig bleiben werden, und wir, da sie hauptsächlich wegen des religiösen Fanatismus nicht integriert werden können und es auch nicht möglich ist, Beschäftigungen für sie zu finden, Armut und Kriminalität haben und sich eventuell nationale Gefahren ergeben werden. Außer den Protestversammlungen und Resolutionen wiederum begannen auch diverse kleinere Auseinandersetzungen, die an Intensität zunehmen werden, wenn die Migranten in engen Kontakt mit den Einheimischen zu kommen beginnen.

In Vathy auf Samos, wo der Hotspot sich an den Randbezirken der Hauptstadt befindet und ungefähr 5.000 Migranten – also ungefähr sie viele wie die Bevölkerung der Stadt – beherbergt, die hauptsächlich an der Strandpromenade mit ihren kopftuchverhüllten Frauen unterwegs sind, meint man, sich in einer moslemischen Stadt zu befinden. Die Einwohner der umliegenden Dörfer reagieren heftig gegen die geplante Schaffung eines zweiten Hotspots in geringer Entfernung von dem ersten, weil wir so eine dichte Konzentration von Migranten in einem aneinander liegenden Areal und die Verewigung des Problems haben werden. Die erneute Untersuchung der Schaffung des neuen Hotspots wäre national zweckmäßig.

Türkei nutz Flüchtlinge als Druckmittel um Vorteile zu erlangen

Die Türkei nutzt den Umstand, dass sie 3.500.000 Flüchtlinge beherbergt, die sie nur nach Griechenland leiten kann und unter den heutigen Umständen hier festhängen bleiben werden, als Verhandlungswerkzeug, um mittels des kontinuierlichen Feilschens diverse Vorteile zu erreichen, und droht mit Erklärungen von Erdogan, den Weg nach Europa freigeben zu werden, wenn sie keine wirtschaftliche Hilfe für die syrischen Flüchtlinge bekommt …

Die Gesamtlösung des Problems ist ein geopolitisches Thema. Die nationale (griechische) Regierung vermag nur Maßnahmen zu ergreifen, damit die Inseln der Ägäis die ganze Last des Migrantenproblems nicht allein auf sich nehmen. Was geschehen kann, damit der Strom der Ankünfte aufhört, ist die Ergreifung geeigneter Maßnahmen, damit es bei den bereits hier befindlichen Migranten zur Überzeugung wird und diese die potentiellen (neuen) Migranten warnen, dass die Gefahr besteht, in Griechenland ohne jedweden Ausweg festgesetzt zu werden, auf dass sie nach einem anderen Transitland suchen.

Jedenfalls müssen die Maßnahmen zur Bewachung der Grenzen kontinuierlich mit nationalen Mitteln und nicht mit der die Rolle eines Rettungsschwimmers ausübenden FRONTEX sein, die Abschiebungen der illegalen Migranten angeordnet und vollstreckt und die Einheimischen davon abgehalten werden, illegale Migranten zu beschäftigen.

(Quelle: liberal.gr, Autor: Leandros Rakintzis, Ehrenmitglied des Obersten Gerichtshofs)

  1. Carlos Neubauer
    10. September 2019, 12:34 | #1

    Endlich mal jemand, der Ordnung in die Begriffsbestimmung bringt. Flüchtling bzw. Migrant sind opportuner Weise das Gleiche geworden. Der Orwellsche Sprachverhau schließt von vornherein eine zielführende Auseinandersetzung aus. Da sei die Frage erlaubt – wem nützt dieses ganze Chaos?
    Da sollte man ein Paket aufschnüren, das seit Jahren unerwähnt sein Giftgas verströmt – die bewußt in die Pleite getriebenen Helenen, damit sie ihre Souveränität verlierend gezwungen werden, nach fremden Pfiffen sofort bei Fuß zu stehen.
    Die Australische Lösung – wie einfach wäre das. In diesem Fall wäre allerdings mit einem gehörigen *Denkzettel* von *Oben* zu rechnen. Pros kremos – piso revma
    Ich liebe dieses Land & fühle mich mit ihm verbunden.

    Apropos Australien, man braucht gar nicht in die Ferne reisen, da gibt es den Orban um die Ecke. Verbale Tiefschläge hat er reichlich einstecken müßen und man wird fieberhaft nach anderem Folterwerkzeug Ausschau halten. *Dummerweise* haben die Elektriker aus Brüssel Schwierigkeiten, den Ungarn den Stecker zu ziehen.
    Die Büchse warum & wie GR in das Jetzt reingeritten wurde, mach‘ ich nicht auf – ist aber der Schlüssel für die Hinterzimmer der Hexenküche.

  2. Anton
    10. September 2019, 22:10 | #2

    Ein Ehrenmitglied des Obersten Gerichtshof, der sich nicht einmal im Völkerrecht auskennt? Wie wäre es denn mal mit einem Studium der Genfer Flüchtlingskonvention (GFK)? Ich möchte daran erinnern, dass auch Griechenland Mitglied der EU ist und somit EU-Recht unterliegt. Flüchtling und Asylberechtiger sind nicht das Selbe. Asylberechtigte können auch z. B. Türken sein, wenn sie der GFK-Definition entsprechen. Übrigens: Auch eine Frau mit Kopftuch kann asylberechtigt sein. Es geht nicht um Vorurteile oder Stimmungen, sondern um Recht. Rechtstaatliche Kriterien setzen eine Prüfung voraus. Wo ist die? Deutsche Gerichte haben immer wieder Probleme, dass sie im Falle Griechenlands nicht die Dublin III-Regelung vollziehen können, weil Griechenland nicht die Minimalanforderungen eines sicheren Drittstaats erfüllt. Damit will ich auch enden, weil vermutlich mein Kommentar gestrichen wird. Nur wenn man so gerne das Attribute „illegal“ bemüht, sollte man selbst nicht einer rechtlichen Klärung ausweichen.

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