Griechenland senkt Besteuerung juristischer Personen

24. August 2019 / Aktualisiert: 07. September 2019 / Aufrufe: 229

Griechenlands neue Regierung will die Besteuerung der Gewinne und Dividenden der Unternehmen mit Wirkung ab Anfang 2019 senken.

Die griechische Regierung hat mit den „Institutionen“ (sprich Gläubigern des Landes) eine Senkung des Einkommensteuersatzes juristischer Personen für die Gewinne des Jahres 2019 von 28% auf 24% vereinbart.

Die Senkung der Unternehmensbesteuerung in Griechenland wird von einer parallelen Senkung der Dividendensteuer von 10% auf 5% begleitet sein, wobei die Kosten des Maßnahmenpakets auf den Bereich von 500 Mio. Euro veranschlagt werden.

Griechenland arbeitet an weiteren Steuersenkungen

In einem Interview an die französische Zeitung „Le Figaro“ kündigt Kyriakos Mitsotakis an, im September 2019 eine kohärente Steuerreform präsentieren zu werden, die 2020 die Senkung der Besteuerung der Unternehmen für die Einkommen des Jahres 2019 von 28% auf 24% vorsehen wird. Danach werde – führt der griechische Premierminister an – der Steuersatz 2021 weiter auf 20% sinken, um somit allen griechischen Unternehmen umgehend eine signifikante „Atempause“ zu geben, damit die griechische Wirtschaft auf allen Sektoren mit viel besseren Ergebnissen … anläuft.

Die Steuersenkungen für die Unternehmen werden gemäß der anfänglichen Planung ab 2020 erwartet. Wie auch der Premierminister bestätigte, hat das Finanzministerium die Genehmigung der Institutionen für eine Umsetzung der Steuererleichterungen ab den Gewinnen des Jahres 2019 bekommen. Dieser Zug kommt nach der jüngst erfolgten Senkung der ENFIA um durchschnittlich 22% für alle Eigentümer von Immobilien (Anmerkung: die ENFIA-Senkung betrifft nur natürliche Personen), die sich auf den Bescheiden zeigen wird, die bis Ende August 2019 ergehen sollen.

Alle von der Nea Dimokratia (ND) vor den Wahlen geleisteten Zusagen bezüglich eines Eingangssteuersatzes bei der Einkommensteuer natürlicher Personen bei 9% nebst paralleler Senkung des Spitzensteuersatzes von (derzeit) 45%, der weiteren Senkung der ENFIA, einer schrittweise Abschaffung der Solidaritäts-Sonderabgabe und einer 40%igen steuerlichen Absetzung der Aufwendungen für energetische, funktionelle und ästhetische Aufwertungen von Immobilien bleiben auf dem Tisch und werden von Arbeitsgruppen der Unabhängigen Behörde für Öffentliche Einnahmen (AADE) und des Finanzministeriums bearbeitet, damit sie die Form von Bestimmungen annehmen und in den kommenden Wochen den Institutionen zur Berücksichtigung vorgelegt werden.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

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