Griechenlands Pharmaindustrie schlägt Alarm

25. Juni 2019 / Aufrufe: 1
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In Griechenland droht laut der einheimischen Pharmaindustrie die Einstellung des Vertriebs rund 500 generischer und alter billiger Medikamente.

Die griechische produktive Pharmaindustrie sendet Notsignale, mittlerweile nicht mehr der ihnen auferlegten und insgesamt 70% ihrer Umsätze erreichenden vernichtenden direkten und indirekten Besteuerung zu begegnen vermögend.

Wie betont wird, machen diese Umstände nicht nur die gesunde unternehmerische Tätigkeit, sondern auch die selbige Überlebensfähigkeit der produktiven Anlagen der Pharmaindustrie Griechenlands unmöglich, wobei inzwischen die Abwertung einer Branche ersichtlich ist, die signifikante Mehrwerte in die Wirtschaft einbringt und entschlossen zur Beschäftigung beiträgt.

Clawback auf Generika torpediert Griechenlands Gesundheitsetat

Die unbegreifliche Belastung der Produktion von Medikamenten in Griechenland besteht aus einer Kombination der sehr hohen Unternehmensbesteuerung und der übertriebenen obligatorischen Nachlässe (rebate) und Rückerstattungen (clawback), die hier fast 400% höher als der entsprechende europäische Mittelwert sind. Niemals und nirgendwo auf der Welt wurden Rebates und Clawbacks mit einer solchen Intensität und über einen dermaßen langen Zeitraum angewendet.

Das Problem liegt jedoch nicht nur bei der Höhe der Rückerstattungen, sondern auch in dem Modus, mit dem diese verteilt werden. Spezieller stellt in Griechenland die Belastung der Generika und alten Medikamente mit riesigen Clwawbacks ein einzigartiges Phänomen dar, dem in keinem europäischen Land begegnet wird.

Die griechische Pharmaindustrie betont weiter, die internationale Erfahrung habe gezeigt, dass die Generika und wirtschaftlichen alten Medikamente einen wesentlichen Faktor zur Ausbalancierung des Markts darstellen. Sie erhöhen nicht nur nicht die pharmazeutischen Ausgaben, sondern schaffen dagegen, je mehr sie verwendet werden, signifikante Einsparungen, weil sie die Verwendung teurerer Therapien abwenden. Die Verhängung von Clawbacks auf Generika und alte Medikamente stellt eine falsche Politik dar, die abgesehen von dem Umstand, dass sie den Zielen einer fiskalischen Sanierung entgegen wirkt, eine ihnen nicht entsprechende ungerechte Belastung darstellen.

Griechenlands Pharmaindustrie fordert gerechte Behandlung

Die Folgen dieser verzerrten Politik sind bereits sichtbar: Fast 500 Positionen alter erfolgreicher und billiger Medikamente droht der Rückruf, da die Aufrechterhaltung ihres Vertriebs praktisch unmöglich ist. Parallel begegnet die griechische Pharmaindustrie, die entschlossen zur „Einrenkung“ der griechischen Wirtschaft beizutragen vermag, außerhalb jeglicher Logik dem Spektrum der Entstehung einer neuen Generation überschuldeter Unternehmen in ihren Reihen.

Die griechische Pharmaindustrie betont Folgendes:

  • Es ist absolut notwendig, den sehr niedrigen Etat der öffentlichen pharmazeutischen Aufwendung anzuheben, der heute sehr viel niedriger als die Niveaus der anderen europäischen Staaten ist.
  • Es ist die Planung eines Systems zur gerechteren Verteilung des Clawback erforderlich, in dessen Rahmen jede Kategorie von Medikamenten für die von ihr selbst verursachten Überschreitung der Ausgabenlimits belastet wird.
  • Es ist umgehend die Möglichkeit zur Verrechnung des Clawback mit Investitionen in Forschung, Entwicklung und Produktion zu bieten, welche Maßnahme einen konjunkturellen Impuls geben wird.

(Quelle: dikaiologitika.gr, Autor: Sotiris Mpeskos)

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