Griechenland hat dritthöchste Armutsquote der EU

23. Juni 2019 / Aufrufe: 1
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Nach Bulgarien und Rumänien hatte Griechenland 2018 den drittgrößten von Armut bedrohten Bevölkerungsanteil in der Europäischen Union.

Laut den jüngsten Angaben der ELSTAT waren im vergangenen Jahr in Griechenland fast 3,35 Millionen Menschen – also 31,8% der Bevölkerung des Landes – von Armut und gesellschaftlicher Exklusion bedroht.

Die Anzahl der bedrohten Menschen sank zwischen 2017 und 2018 um 350.000 und setzte damit den in den letzten drei Jahren beobachteten kontinuierlichen rückläufigen Verlauf fort, bleibt jedoch spürbar höher als die Niveaus vor der Krise und platziert Griechenland auf den schlimmsten Rängen der Europäischen Union.

9 von 10 Senioren in Griechenland sind von Renten abhängig

2009 betrug der Anteil der gefährdeten Bevölkerung 27,6%, während für das Jahr 2018 unter den neun Mitgliedstaaten, die Angaben eingereicht haben, nur Bulgarien und Rumänien eine höhere Quote Bedrohter als Griechenland hatten.

Griechenland liegt unter den übrigen europäischen Ländern damit nach Bulgarien und Rumänien auf dem dritten Rang. Der Index wirtschaftlicher Ungleichheit befindet sich bei 5,5, was bedeutet, dass das Einkommen der reichsten 20% der Bevölkerung 5,5 Mal größer als der Einkommensanteil der ärmsten 20% ist. Im Vergleich zum Jahr 2017 ist der Index um 0,5 Prozentpunkte gesunken. Eindruck ruft hervor, dass 18,5% der Bevölkerung in Gefahr laufen, sogar auch nach der Zahlung der Beihilfen in Bedürftigkeit zu leben, welcher Umstand die Unzulänglichkeit des Sozialstaats reflektiert, während der Anteil der Bürger, die mit der Möglichkeit materieller Entbehrung konfrontiert sind, mit 16,7% erfasst wurde.

Die Kinderarmut tangiert in Griechenland 22,7% der Minderjährigen, auch wenn sie im Verhältnis zu 2017 um 1,8 Prozentpunkte eingeschränkt wurde. Die Arbeitslosen sind die verwundbarste Kategorie, da vier von zehn in Gefahr laufen, Armut zu begegnen. Eine entsprechende Bedrohung durchleben jedoch auch 11% der Beschäftigten. Ein kritischer Faktor ist die Art des Arbeitsvertrags. Unter den Vollzeitbeschäftigten beläuft der gefährdete Anteil sich auf 9,5%, unter den Teilzeitbeschäftigten ist der Anteil jedoch mehr als doppelt so hoch und tangiert 25%.

Die sicherste Kategorie scheinen in Griechenland die Rentner zu sein, da nur 8,7% droht, in die Armut abzurutschen. Die Angaben verraten zugleich, dass die überwältigende Mehrheit der Senioren von den Versicherungsleistungen abhängig sind, da fast neun von zehn Bürgern im Alter von über 65 Jahren armutsgefährdet sind, wenn die Zahlung der Renten abgezogen wird.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

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