Griechenlands Wachstumsreserven sind weg

8. Mai 2019 / Aufrufe: 1
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Die Wachstumsmöglichkeiten Griechenlands verflüchtigten sich fast vollständig.

Griechenland hat fast jede Reserve an Wachstumsmöglichkeiten verloren, welcher Umstand auch die niedrigen Anstiegs-Rhythmen des BIP erklärt, in denen es mittlerweile „gefangen“ ist.

Der Kurs „niedriger Rückgänge“ wurde am 03 Mai 2019 erneut aus den Angaben des von dem griechischen Finanzministerium an Brüssel geschickten Stabilitätsprogramms 2019 bestätigt.

Griechenlands Regierung setzt auf Investitionen und privaten Konsum

Das Programm verzeichnet den fiskalischen (Spiel-) Raum der 5,5 Mrd. Euro, den die Super-Überschüsse schaffen, aber auch die große Dauer-Austerität bei Aufwendungen für Gesundheit, Bildung und Investitionen. Es wird ebenfalls das Eingeständnis der Regierung hervorgehoben, dass der für 2019 (gegenüber einer anfänglichen Prognose bezüglich eines Wachstums von 2,5%) erwartete Wachstumsrhythmus von 2,3% im Jahr 2023 gegen 1,9% abrutschen wird. Dennoch umfasst der besagte Bericht / Haushaltsplan auch andere „technischere“ Fakten, die aber enthüllen, wie sehr dieses niedrige Wachstum strukturiert ist.

Das sogenannte „potentielle BIP“, das sich  in der Krisenperiode auf sehr viel höheren Niveaus als das wirkliche BIP bewegte (und somit zeigte, dass Möglichkeiten zur Verbesserung der Lage existieren), ist inzwischen bei Null „hängen“ geblieben, da mittlerweile weder das Humankapital noch die übrigen Produktivfaktoren der griechischen Wirtschaft gedeihen.

Das besagte „mögliche BIP“ wird für 2018 bei -0,8% und für 2019 bei -0,3% notiert, während es sich ab 2020 und danach zwischen Null und 0.2% bewegt. Und dies, weil es inzwischen nicht mehr von den Produktivfaktoren (Kapital, Beschäftigung, Produktivität) gespeist wird. So zeigt auch die im Jahr 2013 an ihrem größten Punkt (-15,8%) angelangte Produktionslücke, dass es abnimmt, während es in den kommenden Jahren bis 2022 auf Null geht.

Die übrigen Angaben bezüglich des BIP zeigen, dass die griechische Regierung zur Stützung des Wachstums allein auf Investitionen und privaten Konsum „setzt“, da die Exporte aufhören werden, eine Rolle zu spielen …

(Quelle: capital.gr, Auszug)

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