Griechenland: 4 von 10 Rentnern bekommen unter 500 Euro

2. Mai 2019 / Aufrufe: 411

Rund 40 Prozent der Rentner in Griechenland beziehen monatlich unter 500 Euro brutto.

An der Grenze zur Armut bewegen sich die Hauptrenten für die vier von zehn Rentnern in Griechenland, die Bruttobeträge von unter 500 Euro im Monat beziehen.

Den Angaben des Helius-Systems des griechischen Arbeitsministeriums für Dezember 2018 zufolge bezieht in der überwältigenden Mehrheit jeder der „Veteranen der Arbeit“ weniger als 1.000 Euro aus den Hauptrenten (70,05% der insgesamt 2.825.931 Hauptrenten).

3 Rentner in Griechenland beziehen jeweils … 10 Renten!

Konkret übersteigen in Griechenland 1.138.949 Hauptrenten (Alters- / Hinterbliebenen- / Behindertenrenten) bzw. 40,3% der Gesamtheit nicht den Betrag von 500 Euro im Monat. Ebenfalls bewegen sich weitere 953.817 Hauptrenten bzw. 33,75% der Gesamtheit zwischen 500 bis 1.000 Euro im Monat. Was die durchschnittliche Hauptrente betrifft, liegt diese bei 724,41 Euro brutto. Entsprechend betragen für alle mit einem einschlägigen Anspruch die entsprechenden durchschnittlichen Bezüge aus den Zusatzrenten monatlich 172,42 Euro und aus den Dividenden monatlich 98,05 Euro.

Es sei angemerkt, dass im Dezember 2019 hinsichtlich der Gesamtheit der Rentner 1.917.382 gewährte Altersrenten verzeichnet wurden, während sich die Anzahl der Hinterbliebenenrenten auf 386.958, der Behindertenrenten auf 215.050 und der Beihilfen an nicht versicherte Greise auf 25.144 beliefen. Ebenfalls beziehen laut den jüngsten Angaben des Helios-Systems 1.202.999 Berechtigte (ein Anteil von 47,08%) nur eine einzige Rente. Einen Anspruch auf zwei Renten haben 910.479 Personen und drei Renten beziehen 355.150 Personen. In die Kategorie … „unglaublich, aber wahr“ fällt dabei die Tatsache, dass von der Gesamtzahl der Rentner 65 Personen 8 Renten beziehen, 9 Rentner einen Anspruch auf jeweils 9 Renten haben und es auch 3 Personen gibt, die jeweils 10 Renten erhalten.

In Bezug auf die Alterskategorien ist die vergleichsweise zahlenstärkste Gruppe jene der Rentner (455.213 Personen bzw. 17,81% der Gesamtheit), die 71 – 75 Jahre alt sind und im Durchschnitt 929,06 Euro brutto beziehen. Die höchsten Rentenbeträge wiederum (Bezüge von durchschnittlich 1.11,4 Euro brutto) werden in der Alterskategorie 61 – 65 Jahre ausfindig gemacht (312.543 Personen bzw. 12,23% der Gesamtheit der Rentner). Von Interesse ist in diesem Rahmen auch der Umstand, dass 1 von 4 Rentnern (25,07% der Gesamtheit) unter 65 Jahre alt ist, also 2 Jahre unter dem in Griechenland in den Jahren der Memoranden etablierten allgemeinen Renteneintrittsalter (67 Jahre für eine ungekürzte Rente) liegt.

Griechenland versucht wieder einmal, seine Gläubiger zu täuschen

Wie schließlich aus den Angaben des Informationssystems Helios auch hervorgeht, bezahlten im Dezember 2018 die Träger EFKA und ETEAEP auf Basis der endgültigen Rentenbescheide gerade einmal 18.809 neue Renten. Dazu sei angemerkt, dass die wirkliche Anzahl der – zu einem erheblichen Anteil bereits bis zu mehreren Jahren anhängigen – Rentenanträge nach wie vor unbekannt bleibt, sich jedoch einbezüglich aller einschlägigen Ansprüche vermutlich weiterhin im sechsstelligen Bereich bewegt.

Jüngeren Enthüllungen der griechischen Presse zufolge werden die einschlägigen Fakten von dem „Einheitlichen Träger für Sozialversicherungen“ (EFKA) sogar systematisch verschleiert bzw. verfälscht um den sogenannten „Institutionen“ (sprich Gläubigern Griechenlands) vorzugaukeln, das Land erfülle seine (post-) „memorandischen“ Verpflichtungen.

Wäre letzteres jedoch wirklich der Fall, müssten zeitnah Milliardenbeträge (für rückwirkend geschuldete Rentenzahlungen, Abfindungen, Ausschüttungen usw.) „locker“ gemacht werden, die nicht nur die – fiktiven! – „blutigen“ Primärüberschüsse eliminieren, sondern sogar auch zu enormen neuen Defiziten führen würden.

(Quellen: dimokratianews.gr, Medienberichte)

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