Ausländer missbrauchen Griechenlands Gesundheitssystem

22. Mai 2019 / Aufrufe: 541
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Griechenlands öffentliches Gesundheitssystem wird systematisch rechtswidrig von ehemaligen Wirtschaftsmigranten missbraucht.

Unter Ausnutzung des Gesetzes bezüglich der Deckung nicht Versicherter gehen mit in der Vergangenheit erworbenen Sozialversicherungsnummern (AMKA) als „Pass“ in den öffentlichen Krankenhäusern frei und kostenlos Ausländer ein und aus, die nicht (mehr) in Griechenland wohnen und zu diesem Zweck aus Nachbarländern anreisen.

Dieser Umstand ist der Führung des Gesundheitsministerium absolut bekannt, das als desinteressierter Zuschauer das „Kommen und Gehen“ der Ausländer im Gesundheitssystem beobachtet und unfähig ist, die Zuströme der Ausländer in den öffentlichen Krankenhäusern Griechenlands zu kontrollieren – mit allem, was dies für den Schaden der staatlichen Kassen und obendrein in einer dermaßen schwierigen Periode für die geschrumpften Etats der Gesundheitsstrukturen bedeutet.

Ausländer erschleichen sich in Griechenland Gesundheitsleistungen

Das unglaubliche Eingeständnis, über die in Griechenland das Gesundheitssystem missbrauchenden Ausländer bestehe ein detailliertes Bild, machte im Gespräch mit der ANA-MNA der derzeitige griechische Gesundheitsminister Andreas Xanthos persönlich!

Von dem Journalisten der Nachrichtenagentur danach gefragt, ob diverse Ausländer das von der Regierung mit der kostenlosen Versorgung für die nicht Versicherten geschaffene Fenster ausnutzen und in Griechenland eine kostenlose (Gesundheits-) Versorgung genießen, antwortete Herr Xanthos, dies treffe zu, und beschrieb das Bild, das er als politischer Vorgesetzter der öffentlichen Krankenhäuser hat: „Wir haben das Bild, dass ein Anteil von Ausländern (gewöhnlich aus Nachbarländern) existiert, die zwar nicht mehr in unserem Land leben, jedoch aus der Vergangenheit über eine AMKA verfügen und das Gesetz ‚ausnutzen‘, ohne dazu berechtigt zu sein.

Laut Meldungen von Arbeitnehmerverbänden aus großen Krankenhäusern Thessalonikis wie AHEPA und „Papageorgiou“ handelt es sich um eine bekannte Praxis. Wirtschaftsmigranten, die mittlerweile nicht mehr in Griechenland leben, aber eine AMKA haben, besuchen Verwandte von ihnen und suchen bei der Gelegenheit unter Berufung auf verschiedene plötzliche Gesundheitsprobleme die (Not-) Dienst habenden Krankenhäuser auf um zur Behandlung aufgenommen zu werden. Das finale Ziel sind gewöhnlich Check-ups oder irgendein Eingriff oder in vielen Fällen von Frauen aus Balkanländern die Entbindung. Die Behandlung wird vollendet und die Patienten kehren in ihre Länder zurück, die Rechnung bleibt aber unbezahlt.

Wirtschaftliche Bombe für Griechenlands Gesundheitssystem

Seitdem Andreas Xanthos sich anfänglich als stellvertretender Minister und im weiteren Verlauf als Minister in der Führung des Gesundheitsministeriums einfand, bedurfte es jedoch des Verstreichens von 4,5 Jahren, damit er feststellt, es sei die Zeit gekommen, dass diesem Problem begegnet wird, und verspricht, auch die Lösung forcieren zu werden, wozu er gegenüber der ANA-MNA anführte: „Der von uns vorangetriebene Sicherheitsmechanismus ist die Bescheinigung des ständigen Aufenthalts im Land für jeden Ausländer, der ein Recht auf eine AMKA und folglich auch kostenlose Behandlung hat.

Es sei angemerkt, dass die Regelung für die nicht Versicherten und deren freien und kostenlosen Zugangs zu dem griechischen „Nationalen Gesundheitssystem“ (ESY) unter Adonis Georgiadis eingeführt wurde, mit Bedingungen hinsichtlich der Kontrolle der sogenannten „Versicherungsfähigkeit“ der Bürger. Gemäß dem Gesetz 4368/2016 haben alle über eine AMKA verfügende Griechen und Ausländer ein Recht auf kostenlosen Zugang zu dem ESY, ärztliche Beobachtung, Laboruntersuchungen und (Krankenhaus-) Behandlung, während sie parallel ihre Medikamente unter den selben Voraussetzungen wie die Versicherten von den privaten Apotheken beziehen können.

Das ESY wurde somit praktisch für alle geöffnet, parallel stellte sich aber auch eine „wirtschaftliche Bombe“ in seinem Betrieb ein, da von dem Haushaltsplan niemals die Aufwendung für die Versorgung nicht versicherter Bürger und Ausländer vorgesehen wurde. Die öffentlichen Krankenhäuser sind aufgefordert, mit den selben geschrumpften Etats der Deckung der Bedürfnisse aller – versicherter und nicht versicherter – Bürger zu entsprechen. Allein für die Krankenhäuser Attikas betrug 2017 diese Aufwendung 57,2 Mio. Euro.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

  1. wolfgang fubel
    22. Mai 2019, 15:28 | #1

    Das ist nicht nur in Griechenland der Fall! Nur wirkt sich das dort noch katastrophaler aus, nachdem man dieses Land finanziell an den Abgrund geführt hat!
    Bei uns in Deutschland hingegen wird das nicht diskutiert. Bei uns hat immer noch der Spruch Gültigkeit: Wir schaffen das! Der Glaube daran ist weit verbreitet in Schland.

  2. GR-Block
    22. Mai 2019, 21:34 | #2

    An humanitärer Hilfe für Ausländer ist GR nicht bankrott gegangen, sondern an der Korruption ausländischer Konzerne und der Vergabe überteuerter, sinnloser Großprojekte durch gierige Politiker der „Europäischen Union Athen“.

    Die kostenfreie Erstversorgung in öffentlichen Krankenhäusern ist seit Jahrzehnten Usus und wird von den Versicherten getragen. Millionen von Sommertouristen nehmen selbstverständlich diesen Service in Anspruch. Anstatt Arztpraxen oder Privatkliniken aufsuchen, wo man ihre Krankenkasse belasten würde, suchen sie die Notaufnahme der öffentlichen Einrichtungen auf. Trotzdem haben die Kranken- und Rentenkassen mit der aufkommenden Finanzkrise als einzige staatliche Institutionen Finanzreserven vorweisen können, bei denen sich die bankrotte Athener EU bedienen konnte. Getarnt wurde diese Selbstbedienung als „Schuldenschnitt“. Das heißt Schulden des Staates an die Krankenkassen wurden gelöscht. Schulden an die Banken wurden dagegen auf die EU-Partner umgeschuldet. D.h. die Privatbanken wurden voll entschädigt, die Sozialkassen mussten bluten.
    Ich hätte dieses Geld lieber den Albanern, Nordmakedoniern und Bulgaren geschenkt als den Privatbanken mit ihren griechischen Ablegern.

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