OECD: Griechenlands Arbeitnehmer … darben

25. April 2019 / Aufrufe: 1
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In Griechenland erweisen sich die Memoranden als dauerhafte Wunde für die wieder auf Niveaus des Jahres 2013 gesunkenen Einkommen der Arbeitnehmer.

Die Memoranden stellen eine große Wunde für die Einkommen der Bürger Griechenlands dar und wahrscheinlich wird es noch viele Jahre brauchen, damit sie sich wieder den Niveaus der Epoche vor der Krise nähern.

So schaffte der griechische Haushalt auch im Jahr 2018 nicht, eine Erholung seiner Einkommen zu sehen. Mit den jüngsten Angaben der OECD wird sogar hervorgehoben, dass in Griechenland das Einkommen des Arbeitnehmers auf die Niveaus des Jahres 2013, also noch niedriger als dorthin zurückkehrte, wo es sich im Jahr 2014 befand.

Entwicklung der Einkommen der Arbeitnehmer in Griechenland

Konkret hatte in Griechenland der durchschnittliche (!) Arbeitnehmer – ohne Kinder, damit keine eventuell auf die Bezüge oder von dem Staat erhaltene Beihilfen hinzugerechnet werden – laut dem von der OECD publizierten Bericht „Taxing Wages 2019„:

  • im Jahr 2018 jährliche Bruttobezüge (zusammen mit Steuern, Arbeitnehmer- und Arbeitgeberabgaben) von 21.214 Euro,
  • im Jahr 2013 bezog er im Durchschnitt 21.101 Euro, die im weiteren Verlauf 2014 auf 21.322 Euro anstiegen, und
  • 2015 auf 20.833 Euro und 2016 sogar noch niedriger, nämlich auf 20.678 Euro sanken, bevor sie 2017 wieder auf 20.841 Euro, also so viel anstiegen, wie er auch 2015 bekam.

Nach Abzügen für Steuern und Sozialabgaben bekam in Griechenland 2018 der (durchschnittliche!) Arbeitnehmer 15.671 Euro auf sein Konto überwiesen. Ungefähr so viel oder etwas mehr (15.792 Euro) erhielt er auch 2013, nachdem vorher seine Bezüge in den fünf Jahren 2008 – 2012 von 17.864 Euro auf 17.103 Euro gesunken waren. Während sie 2014 zum ersten Mal wieder – auf 16.011 Euro – anstiegen, folgte jedoch ein neuer Absturz, da seine Bezüge im Jahr 2015 auf 15.792 Euro und im Jahr 2016 auf 15.363 Euro sanken, um sich im Jahr 2017 bei 15.434 Euro zu stabilisieren.

Die OECD stützt sich in dem Bericht „Taxing Wages 2019“ auf eine erschöpfende Analyse der steuerlichen Angaben in Griechenland und stellte auch eine auch eine Hochrechnung für das Jahr 2018 an,  obwohl jedenfalls die einschlägigen Steuererklärungen noch nicht abgegeben worden sind.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

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