Erben wurde in Griechenland zum Albtraum

10. April 2019 / Aufrufe: 739

Fragen und Antworten zur Erbschaftsbesteuerung in Griechenland

Betrachten wir nun die Verpflichtungen in Themen von Erbschaftsbesteuerung in der Form von Antworten auf übliche Fragen:

1. Welche Unterlagen sind bei Abgabe der Erklärung zur Erbschaftsteuer erforderlich?

  1. Standesamtliche Sterbeurkunde.
  2. Testamentsabschrift.
  3. Erbschein oder Bescheinigung der zuständigen kommunalen oder Gemeindebehörde über Art und Grad der Verwandtschaft zu dem Erblasser.
  4. Bescheinigung des Urkundsbeamten des Landgerichts, dass kein neueres Testament oder – im Fall der gesetzlichen Erbfolge – kein Testament eröffnet wurde.
  5. Bescheinigung über das Alter des Nießbrauchberechtigten, wenn dessen Alter bei der Festsetzung des Wertes berücksichtigt wird.
  6. Im Fall einer Vollmacht eine Legitimierungsurkunde.
  7. Die Unterlagen, welche die Verschiebung des Entstehungszeitpunkts der Steuerpflicht belegen.
  8. Belege über Nachlassschulden.

2. Welche sind die Voraussetzungen für die Befreiung von der Erbschaftsteuer zur Erlangen der Hauptwohnung?

Der Erbe (Ehepartner oder Kind des Erblassers) darf nicht das vollumfängliche Eigentumsrecht oder Nießbrauchrecht oder Wohnrecht an einer anderen Wohnung oder einem idealem Anteil einer Wohnung, die den Wohnbedürfnissen seiner Familie genügt, oder das vollumfängliche Eigentumsrecht an einem bebaubaren Grundstück oder einem idealen Grundstücksanteil inne haben, dem eine seinen Wohnbedürfnissen genügende Gebäudefläche entspricht und das in einem Gemeindeverband oder einer Gemeinde mit mehr als 3.000 Einwohnern liegt. Die Wohnbedürfnisse gelten als befriedigt, wenn die Gesamtfläche der obigen Immobilien (und der übrigen entsprechenden Erbimmobilien) sich auf 70 qm beläuft, für jedes der beiden ersten Kinder um 20 qm und für das dritte und jedes weitere Kind des Interessenten um 25 qm erhöht.

3. Welche sind die Steuerfreibeträge für den Erwerb einer Hauptwohnung aus Todesursache?

Die Steuerbefreiung wird bis zum Wohnungswert von 200.000 Euro für jeden minderjährigen oder ledigen Erben und von 250.000 Euro für Verheiratete gewährt und erhöht sich um 25.000 Euro für jedes der beiden ersten und um 30.000 Euro für das dritte und jedes weitere minderjährige Kind, für welches dem Berechtigten die Fürsorgepflicht obliegt. In dem Freibetrag ist auch der Wert eines Kfz-Einstellplatzes und eines Wirtschaftsraums mit einer Fläche von jeweils bis 20 qm umfasste, sofern diese zu der selben Immobilie gehören und gleichzeitig erworben werden. Ebenfalls wird ein Freibetrag für ein Grundstück im Wert von bis zu 50.000 Euro für jeden minderjährigen oder ledigen Erben und von bis zu 100.000 Euro für jeden verheirateten Erben gewährt und erhöht sich um 10.000 Euro für jedes der beiden ersten und um 15.000 Euro für das dritte und jedes weitere Kind. Das Vorstehende gilt, sofern dem berechtigten Erben oder Vermächtniserben ein Grundstück vollumfänglich und nach völligem Eigentum und nicht zu einem Anteil aus dem unteilbaren Gesamten zufällt.

4. In wie vielen Raten wird die Erbschaftsteuer entrichten?

In 12 Raten gleicher Höhe von über 500 Euro. Wenn im Fall einer Erbschaft der Erbe minderjährig ist, verdoppelt sich die Anzahl der Raten unter der Voraussetzung, dass jede Rate – angesehen von der letzten – nicht unter 500 Euro liegt.

5. Wann verjährt das Recht des Fiskus auf Erhebung einer Erbschaftsteuer?

Nach dem Verstreichen von 10 Jahren, wenn eine Erklärung eingereicht wurde, oder von 15 Jahren, wenn keine Erklärung abgegeben wurde. Unabhängig von dem Vorstehenden sind die Ansprüche des Fiskus für alle Fälle verjährt, für welche die Steuerschuld bis zum 31/12/1994 „geboren“ wurde.

6. Welcher ist der Freibetrag, wenn Erbe des Erblassers sein Ehepartner oder ein minderjähriges Kind von ihm sind?

Für jeden Erben wird (unter entsprechender Beschränkung der Stufen zur Veranschlagung der Steuer der Kategorie a) ein Nachlassvermögen von bis zu 400.000 Euro von der Erbschaftsteuer befreit.

(Quelle: dimokratianews.gr)

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