Albtraum für Arbeitslose in Griechenland

30. April 2019 / Aufrufe: 427

Für weit über eine halbe Million in Griechenland registrierter Arbeitsloser ist es extrem schwierig bis unmöglich, Arbeit zu finden.

Einem endlosen Albtraum begegnen in Griechenland 571.021 den Registern der sogenannten „Organisation für Beschäftigung des Arbeitskraftpotentials“ (OAED) eingeschriebene vierzig- und fünfzigjährige Arbeitslose, für die der Zugang zum Arbeitsmarkt von außerordentlich schwierig bis sogar praktisch unmöglich ist.

Wie aus der Analyse der amtlichen Angaben des griechischen „Arbeitsamts“ für den Monat März 2019 hervorgeht, stellen bei der Summe der 928.141 nach Arbeit suchenden registrierten Arbeitslosen all jene, die den Alterskategorien ab 30 bis 54 Jahren angehören, einen Anteil von 61,52% dar. Von diesen sind mehr als 1 von 2 sogar Langzeitarbeitslose, bleiben also für wenigstens ein Jahr ohne Arbeit (wobei wiederum etliche von ihnen selbst auch nach zwei Jahren Arbeitslosigkeit keinen Arbeitsplatz zu finden vermögen).

Nur 12,6% der Arbeitslosen bezogen Arbeitslosengeld

Die Angaben des OAED geben zu einem großen Grad die auf dem privaten Sektor herrschende tragische Realität wieder. Infolge der Auswirkungen, welche die Memoranden auf dem (Arbeits-) Markt hatten, begegnen die Dreißig- und noch viel mehr Vierzig- und Fünfzigjährigen, sofern sie den inne gehabten Arbeitsplatz verlieren, wirklich sehr großen Schwierigkeiten, wieder eine – und dazu noch hinreichend vergütete – Beschäftigung zu finden.

Insgesamt stieg im März 2019 die Gesamtzahl der Arbeit suchenden registrierten Arbeitslosen um 42.375 Personen im Verhältnis zum entsprechenden Monat des Vorjahrs an, als sie 885.766 Personen betrug. Von diesen sind 483.158 Personen (56,02%) Langzeitarbeitslose, also in den Registern des OAED für einen Zeitraum von wenigstens 12 oder auch mehr Monaten eingeschrieben. Für weniger als ein Jahr bleiben dagegen insgesamt 444.983 Personen (47,94%) bei dem Träger registriert. Die Männer belaufen sich auf 347.670 Personen (37,46%) und die Frauen auf 580.741 Personen (62,54% der Summe der „offiziell“ registrierten Arbeitslosen).

Weiter belief sich die Summe der übrigen („nicht arbeitsuchenden“) Registrierten im März 2019 auf 148.198 Personen (53.164 Männer und 95.034 Frauen). Von diesen sind 55.669 Personen (37,56%) für einen Zeitraum von wenigstens 12 oder auch mehr Monaten und die übrigen 92.529 Personen (62,44%) für weniger als ein Jahr beim OAED registriert.

Was die unterstützten Arbeitslosen betrifft, beliefen sie sich insgesamt auf 167.910 Personen (117.551 zählten zu den „gemeinen Bezuschussten“ und 50.358 waren Saisonarbeiter touristischer Berufe). Dies bedeutet, dass von der Gesamtzahl der registrierten Arbeitslosen gerade einmal 12,6% eine Arbeitslosenbeihilfe erhalten!

Im März 2019 in Griechenland registrierte Arbeitslose nach Alter
(offizielle Angaben des OAED über im März 2019 registrierte Arbeitsuchende)

Altersgruppe Registrierte Arbeitslose (nach Arbeit suchend) Anteil %
15-19 Jahre 7.687 0,83%
20-24 Jahre 59.408 6,40%
25-29 Jahre 96.741 10,42%
30-44 Jahre 345.221 37,19%
45-54 Jahre 225.800 24,33%
55-64 Jahre 163.520 17,62%
65 Jahre und mehr 29.764 3,21%
Summe 928.141 100%

(Quelle: dimokratianews.gr)

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