Wehe den Besiegten!

17. März 2019 / Aufrufe: 307
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Griechenlands heutige Situation ruft Marcus Furius Camillus in Erinnerung, der den Römern die Gallier mit dem Schwert vom Hals schaffte.

Der Alltag der wirtschaftlich Schwachen in Griechenland erinnert an die bittere Erfahrung der Römer, als sie 387 v. Chr. von den Galliern besiegt wurden.

Die antike griechische Version der Phrase „wehe den Besiegten“ ist „ουαί τοις ηττημένοις„. Auf Lateinisch lautet sie „vae victis“ und wurde von dem Gallierkönig Brennus während der Dauer der „Verhandlungen“ über den Abzug seiner Streitkräfte aus Rom gesagt.

Griechenland wartet immer noch auf einen Erlöser

Die Römer waren auf dem Schlachtfeld besiegt worden und mussten Einiges springen lassen um die Gallier loszuwerden. Die Vorfahren der Franzosen wollten Gold (ungefähr 330 Kilo) um abzuziehen, und die Römer, die Rom nicht flambiert werden sehen, willigten zu zahlen ein. Der gierige Brennos betrog jedoch beim Wiegen. Seine Gewichte stimmten nicht mit den römischen Gewichten überein und ließen die von den Römern gebotene Menge … zu gering erscheinen. Als die Besiegten zu nörgeln begannen, warf Brennos sein Schwert in die Waagschale, damit noch mehr Gewicht hinzufügend, und rief das mittlerweile legendäre „vae victis“, „wehe den Besiegten“ aus.

Das selbe brüllen den Griechen seit 2010 auch deutsche und andere Troikaner ins Gesicht, die politisch für das Verbrechen in Mati und Mandra in Attika „nicht Verantwortlichen“, die Gauner der Goldenen Morgenröte, die geschmierten Minister, die von allem „nichts gewusst“ haben wollenden Premierminister, die Funktionäre der Supermärkte, welche die 300-Euro-Arbeitssklaven lächeln sehen wollen, die immer mehr Unterlagen und Bescheinigungen verlangenden Bürokraten, die sich hinter der Krise versteckenden faulen Zahler und Preller, die fürstlich honorierten „Analysten“, die sich sicher sind, wir haben zusammen mit jedem Pangkalos „alles zusammen durchgebracht“, die Ausverkäufer unserer nationalen Rechte und die Kollaborateure, die sich wie die Würmer von einer verrottenden und zerfallenden Gesellschaft nähren.

Die Römer wurden vor den unersättlichen Galliern gerettet, weil der Feldherr Marcus Furius Camillus den Kapitulationsvertrag Roms in den Papierkorb warf und den Galliern anstatt Gold das Eisen der Schwerter seiner Soldaten anbot. In Griechenland warten wir immer noch darauf, dass an einer Wegbiegung ein Retter auftaucht, und hören derweilen in jeder Ecke unseres zugrundegerichteten Staats das erbarmungslose „vae victis“.

(Quelle: dimokratianews.gr, Autor: Panagiotis Liakos)

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