Grundbuch und E9 in Griechenland

26. März 2019 / Aufrufe: 1.153

Das Finanzamt in Griechenland nimmt Eigentümer von Immobilien mittels des Grundbuchs und der Immobiliendeklaration E9 in die Zange.

In Griechenland befindet die Vernetzung zwischen „TAXISnet“ und „Nationalem Grundbuch“ sich auf Basis eines vorherigen Ministerialbeschlusses in einem fortgeschrittenen Stadium.

Auf diese Weise werden die Kontrolleure der „Unabhängigen Behörde für Öffentliche Einnahmen“ (AADE) Zugriff auf die Datenbank des (Grundbuch-) Trägers erlangen, da die Behörde Indizien hat, dass viele Immobilieneigentümer, die ihre Immobilien beim Grundbuch deklarierten, diese dem Finanzamt nicht vollumfänglich gemeldet haben oder nicht deren wirkliche Fläche offenlegen.

Ohne Grundbuch-Registrierung keine Übereignungen

Möglicherweise haben sogar Eigentümer, die Immobilien im Formular E9 deklarieren, diese nicht im Grundbuch deklariert, obwohl veranschlagt wird, das ihre Anzahl beschränkt ist. Zusätzlich wird eingeschätzt, dass auf diese Weise auch Fälle widerrechtlicher Aneignungen öffentlicher Flächen an die Oberfläche gelangen werden. Jedenfalls erfolgt in der operativen Planung der AADE eine klare Bezugnahme auf die „Entwicklung untereinander kommunizierender Anwendungen mit der Ktimatologio SA“ (und fortan dem „Griechischen Grundbuch„), und zwar sogar mit der Aussicht, bis zum 30/06/2019 vollendet worden zu sein.

Sich neulich auf die E9-Deklarationen beziehend merkte der Staatssekretär im Umweltministerium, Giorgos Dimaras, während einer Informierung nach seinem Rundgang in der Katastrierungs-Zentrale im Athener Bezirk Galatsi an, im Fall einer Ersitzung werde das Formular E9 (zusammen mit anderen Unterlagen) beizubringen sein, während „es eine Zusammenarbeit mit dem Finanzministerium gibt, damit mittels der Zentrale für Informationssysteme die Möglichkeit zur digitalen Erinnerung und Informierung der Bürger geboten wird„, falls Eigentümer ausfindig gemacht werden, die … vergaßen, im Grundbuch Immobilien eintragen zu lassen, die sie im Formular E9 deklariert haben. Informationen zufolge erfolgen solche Abgleiche bereits in den Kommunen Filotheni und Messini.

Es sei angemerkt, dass es mit der Vollendung der endgültigen Grundbuch-Einträge für alle Immobilien einen und einzigartigen „Identifikator“, die KAEK (Kennnummer des Nationalen Grundbuchs) geben wird. Parallel wird in allen Tonlagen betont, dass eine nicht im Grundbuch registrierte Immobilie fortan weder übertragen noch verkauft können werden wird. (Anmerkung: Dies gilt natürlich nicht für Immobilien in Regionen, in denen die Katastrierung noch anhängig ist.)

Neue Fristverlängerungen für In- und Ausländer

Die Verstärkung des Erscheinens des Publikums stellt auch den Hauptgrund für die stetigen Nachfristen dar, die von der Verwaltung des Trägers für die anfänglichen Deklarations-Abgabefristen gewährt werden. Wie sein Präsident, Vyron Nakos, sogar betonte, wird außer den dreimonatigen Fristverlängerungen für die Einwohner des Inlands, welche die Gesamtfrist auf ein halbes Jahr verlängern, mit dreimonatigen Verlängerungen auch bei der Frist für die im Ausland Wohnhaften gerechnet, damit ihre Dauer neun Monate erreicht.

Zusätzlich werden – wenn auch nicht empfohlen – bis zum Aushang der Grundbuchdiagramme auch nicht fristgemäße Deklarationen ohne Folgen für die Eigentümer angesichts des Umstands akzeptiert, dass die Bestimmung zur Beitreibung von Geldstrafen nicht aktiviert worden ist.

Derzeitige Phase erfasst 60% der Anrechte / Ansprüche

Die vierte und letzte Katastrierungs-Generation betrifft ungefähr 16,5 Millionen Anrechte / Ansprüche, davon 2/3 in landwirtschaftlichen Gebieten. Im Wesentlichen befindet sich derzeit das Prozedere für 60% der landesweiten Anrechte im Gang, und mit der Vollendung des Verfahrens im Juni 2021 werden 91% der Eigentumsanrechte / -ansprüche des Landes erfasst und in Funktion sein.

Die nächsten Katastrierungs-Stadien werden sich auf Inseln des Ionischen Meeres (Zakynthos / Zante, Kefalonia, Ithaka), West-Attika und die Inseln Spetses, Ydra, Poros, Kythira und Antikythira, aber auch Limnos und Lesbos beziehen.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

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