Griechenlands Gerichtssystem lähmt Business

4. März 2019 / Aufrufe: 297

Das Gerichtssystem in Griechenland stellt einen Hemmschuh bei den Investitionen, für das Unternehmertum, aber auch im Alltag der Bürger dar.

Eine Untersuchung des Instituts für Forschung und Politik „diaNEOsis“ zeigt, dass in Griechenland für die Lösung eines simplen Rechtsstreits im Durchschnitt 4,5 Jahre nötig sind.

Laut der besagten Studie, an der sieben Justizdiener mitarbeiteten, die einen detaillierten und analytischen Vorschlag für eine radikale Neugestaltung des Gerichtssystems in Griechenland präsentieren, stellen die Probleme des griechischen Gerichtssystems einen Hemmschuh bei den Investitionen, im Unternehmertum, aber auch im Alltag der Bürger dar.

Griechenland hat schlechteste Analogie von Justizbeamten zu Richtern

„diaNEOsis“ kommentiert den letzten Report der Weltbank, laut der für ein Unternehmen die Lösung einer gerichtlichen Auseinandersetzung eines konkreten Typs in Griechenland im Durchschnitt ungefähr 4,5 Jahre benötigt. Wie die Untersuchung notiert, gibt es nicht viele Unternehmen, die kommen würden, um gerne in einem Land zu investieren, wo eventuelle gerichtliche Forderungen seitens Dritter ihre Investition bis zu den übernächsten Olympischen Spielen verzögern können würden … . Dieses Problem ist eins der größten Hindernisse für das Wachstum in Griechenland und „diaNEOsis“ bezeichnet diese großen und chronischen Probleme als „Drachen“.

In seiner Untersuchung veröffentlicht das Institut einen neuen Vorschlag für eine radikale Reform des Gerichtssystems in Griechenland. Laut den Angaben internationaler Organisationen hat Griechenland eine der schlechtesten Analogien von Justizdienern je Richter (1,5 : 1 im Jahr 2016, durchschnittlicher Wert der Europarat-Länder 3,9 : 1), eine der größten Pro-Kopf-Anzahl an Gerichten in der EU, während sein Gerichtssystem technologische Lösungen zur Bewältigung der Bürokratie nur in einem beschränkten Grad nutzt und am wenigsten Geld für den Betrieb seines Gerichtssystems aufwendet.

Vorschläge zur Rationalisierung des Gerichtssystems in Griechenland

Einige der in der Studie von „diaNEOsis“ präsentierten Vorschläge sind:

  • Reduzierung der Anzahl der Gerichte per Zusammenlegung kleiner Provinzgerichte.
  • Schaffung gerichtlicher Geschäftsstellen in kleineren Städten und abgelegenen Orten, die eine Reihe von Verfahren per Telekonferenz gestatten werden.
  • Interventionen bezüglich des Gebäudeproblems, des Themas der Infrastrukturen und des Gericht-Managements.
  • Umsetzung der „digitalen Prozessakte“, damit die Akte eines jeden Falls abgespeichert und von den interessierten Parteien leichter ausfindig gemacht wird.
  • Als Anreiz, alles „elektronisch“ einzureichen, Erhebung einer zusätzlichen Abgabe von den Prozessparteien, die auf Papier gedruckte Schriftsätze einzureichen wünschen.

(Quelle: dimokratianews.gr)

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