Griechenland: Finanzamt startet „Frühlings-Offensive“

30. März 2019 / Aufrufe: 475

Griechenlands Steuerfahnder planen besonders intensive Kontrollen mit Schwerpunkt die Ausgabe von Zahlungsbelegen.

Die Unabhängige Behörde für Öffentliche Einnahmen (AADE) bereitet für die kommenden, hinsichtlich die Steuereinnahmen kritischen Monate einen Plan für ausgedehnte steuerliche Kontrollen bei Unternehmen und Gewerbetreibenden vor.

Es geht um Kontrollen, die ihren Höhepunkt während der Dauer der Spitzenperioden des inländischen und aus dem Ausland herrührenden touristischen Betriebs erreichen und sich hauptsächlich auf die Ausstellung von Quittungen und Rechnungen beziehen werden.

Operativer Rahmenplan der Steuereintreiber Griechenlands

Inspektorenteams der Unabhängigen Behörde für Öffentliche Einnahmen (AADE) „durchkämmten“ bereits am Karnevals- / Rosenmontags-Wochenende touristische Gebiete und stellten Verstöße in Zusammenhang mit der Ausstellung von Zahlungsbelegen fest, die sogar auch zur Verhängung der Sanktion einer vorläufigen Betriebseinstellung, also dem bekannten „Vorhängeschloss“ führen.

Spezieller ist gemäß der Planung der AADE vorgesehen:

Die Gesamtheit des Kontrollpersonals der „Dienststellen für Kontrolle und Sicherstellung der Öffentlichen Einnahmen“ (YEDDE) wird für die Kontrolle der Wirtschaftstätigkeit aktiviert werden.

Das Werk der YEDDE werden auch mit Beamten der lokalen Finanzämter (DOY) besetzte Sonder-Kontrolleurteams unterstützen. Diese Teams werden außerordentlich analog zu den Kontrollbedürfnissen gebildet werden.

Die Kontrollen der YEDE und der Inspektorenteams der Finanzämter werden hauptsächlich außerhalb ihres geographischen Zuständigkeitsgebiets durchgeführt werden, damit die Kontrollen effizienter sind und Einschränkungen vermieden werden, welche die Problematiken der Ortsansässigkeit der Kontrolleure schaffen.

Die Kontrollen werden während der gesamten Dauer des Jahres, jedoch besonders intensiv in den Perioden hohen touristischen Betriebs und in den Gebieten von besonderem touristischen Interesse durchgeführt werden.

Basiskriterium der Kontrollen wird die Verwertung von Beschwerden über Nichteinhaltung der Steuergesetzgebung und das vorherige steuerliche Verhalten eines jeden Unternehmen darstellen, wie es beispielsweise seine Auffälligkeit bei älteren Kontrollen wegen der Nichtausstellung von Quittungen ist.

Spezielles Merkmal der Steuerkontrollen wird die Methode der „Vortäuschung“ des Kunden durch die Kontrolleure sein, damit die Kontrollen effizienter sind.

Die Inspektoren genießen inzwischen erhöhten gesetzlichen Schutz, da ihre Belästigung mittels körperlicher oder verbaler Gewalt mittlerweile als eigener Straftatbestand gelten, während gegen sie auch nicht leicht ein Strafverfahren ausgeübt werden kann, da dies nur erfolgt, wenn sie mit Vorsatz und für einen eigenen wirtschaftlichen Nutzen handeln.

Die Hauptmaßnahme in den Fällen der Nichtausstellung von mehr als zehn Quittungen oder im Wert von über 500 Euro ist die Einstellung des Betriebs des Unternehmens für 48 Stunden. Die Dauer der Zwangsbetriebspause erhöht sich im Fall einer Rückfälligkeit oder Verweigerung der Kontrolle.

(Quelle: capital.gr)

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