Besteuerung ausländischer Fahrzeuge in Griechenland

2. März 2019 / Aufrufe: 790

Steuerliche Veranlagung für Pkw mit ausländischen Kennzeichen in Griechenland.

Unter Anwendung des Inhalts eines auf 1989 datierten Runderlasses der Steuerverwaltung stellt die Steuerverwaltung klar, dass sogar auch in den Fällen, in denen ein Fahrzeug im Ausland zugelassen worden ist, also ausländische Kennzeichen führt, es dessen Eigentümer in Griechenland mit Lebenshaltungsindiz und Steuer luxuriöser Lebensführung belastet, sofern das Fahrzeug sich in Griechenland im Verkehr befindet und sein Eigentümer seinen Steuerwohnsitz in Griechenland hat.

Das Thema, das im Wesentlichen der Praxis des Verkehrs von Fahrzeugen mit hauptsächlich bulgarischen Kennzeichen auf den griechischen Straßen eine große Schranke setzt, wird durch einen Beschluss der Direktion für die Lösung von Differenzen geklärt, die ein Steuerpflichtiger anrief, der in Nordgriechenland ausfindig gemacht wurde, ein hubraumstarkes Fahrzeug (vom Typ SUV) mit Kennzeichen des Nachbarlands zu führen.

Auslandskennzeichen schützt nicht vor Besteuerung in Griechenland

Bei der Kontrolle wurden gegen den besagten Eigentümer des Fahrzeugs insgesamt 20.000 Euro übersteigende und sich auf Einkommensindiz, Einkommensteuer, Steuer luxuriöser Lebensführung, Strafgelder und Solidaritätsabgabe für die Steuerjahre 2012 und 2013 beziehende zusätzliche Steuern verhängt.

Der Eigentümer des Fahrzeugs rief gegen die Ergebnisse der Kontrolle die Direktion für Lösung von Differenzen (DED) mit der Argumentation an, über eine Einpersonen-Gesellschaft in Bulgarien zu verfügen, sowie auch, dass das Fahrzeug während der strittigen Periode im Nachbarland stillgelegt war. Nachdem die DED die Fallakte und die Argumente des Anrufenden insgesamt untersuchte, berücksichtigte sie Folgendes:

  • per Runderlass 1094/1989 / auslegender Anweisungen wurde klargestellt, dass dieses Einkommensindiz auch auf die Personen zur Anwendung kommt, die Fahrzeuge mit ausländischen Kennzeichen in ihrem Eigentum oder Besitz haben,
  • die Korrespondenz der Direktion für Internationale Beziehungen der Unabhängigen Behörde für Öffentliche Einnahmen (AADE) mit den bulgarischen Steuerbehörden, aus der hervorging, dass während der Geschäftsjahre 2012 und 2013 das Einpersonen-Unternehmen des Fahrzeugeigentümers im Nachbarland keinerlei unternehmerische Aktivität hatte,
  • den Umstand, dass aus keiner von dem Eigentümer beigebrachten amtlichen Unterlage hervorging, dass das Fahrzeug während der strittigen Periode stillgelegt war.

Auf Basis des Vorstehenden befand die Steuerbehörde, dass das Lebensführungsindiz den Eigentümer regulär belastet, und so wurde ihm ein fiktives Einkommen angelastet, aus dem sich eine in den nachstehenden Tabellen erscheinende zusätzliche Steuer und Luxussteuer ergab:

Finale steuerliche Verpflichtung auf Basis des gegenwärtigen Beschlusses
Steuerjahr 2012
Hauptsteuer 4.709,39 €
Strafgeld nach Artikel 58 und Zinsen nach Artikel 53 N. 4174/2013 4.211,14 €
Solidaritätsabgabe 544,33 €
Steuer luxuriöser Lebensführung 2.086,00 €
Insgesamt zu entrichten 11.550,86
Steuerjahr 2013
Hauptsteuer 4.376,02 €
Strafgeld nach Artikel 58 und Zinsen nach Artikel 53 N. 3.913,04/2013 3.913,04 €
Solidaritätsabgabe 280,64 €
Insgesamt zu entrichten 8.569,70 €
Strafgeldbeschluss für das Steuerjahr 2017 250,00 €

Kurz gesagt ist der Betrieb von Fahrzeugen mit ausländischen Kennzeichen in Griechenland durch griechische Steuerinländer nur in den Fällen gestattet, in denen das Fahrzeug einem Steuerausländer oder einer Person mit Steuerwohnsitz in Griechenland gehört, sofern diese in dem Land, in dem das Fahrzeug zugelassen worden ist, über eine wirkliche unternehmerische Aktivität verfügt.

(Quelle: capital.gr)

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