Steuern vergällen Griechen den Kaffee

22. Februar 2019 / Aufrufe: 1
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Die in Griechenland seit 2017 erhobene Sonderverbrauchssteuer auf Kaffee führte zu einem erheblichen Rückgang bei Konsum und Umsätzen auf dem Kaffeemarkt.

Zur Stunde, wo Griechenland zu den Ländern mit dem größten Kaffee-Konsum zählt, zeigen die Fakten, dass die Griechen schrittweise die tägliche Menge einzuschränken begonnen haben, und zwar nicht, weil sie ihre geliebte Gewohnheit geändert haben, sondern weil ihr Portmonee belastet wird.

Und dies liegt laut dem Griechischen Kaffee-Verband an der ab Anfang 2017 in Kraft getretenen Erhebung der Sonderverbrauchssteuer, die den Rückgang der Nachfrage nach dem Heißgetränk um 6,8% zur Folge hat, während für das gesamte Jahr 2018 der Rückgang der Umsätze im Verhältnis zu 2017 etwa 1,9% tangierte.

Griechen trinken im Durchschnitt jährlich 510 Tassen Kaffee

Parallel wurde ein Anstieg des Preises des konkreten Guts ab 10% bis 30%, aber auch eine Verdoppelung der Rohstoffkosten verzeichnet. Auf Konsumebene wiederum gibt es in den ersten beiden Monaten des Jahres 2018 im Vergleich zu dem entsprechenden Zeitraum des Jahres 2016 einen Rückgang der Größenordnung von 15% (für den Kaffee insgesamt). Laut der selben Untersuchung ist der Kaffe die liebste Gewohnheit des Griechen, da er mehr als einen Kaffee am Tag bzw. entsprechend im Jahr 510 Tassen Kaffe pro Person konsumiert.

Insgesamt werden in Griechenland jährlich rund 40.000 Tonnen Kaffe konsumiert, wobei sich 40% auf den Konsum außerhalb der Wohnung und 60% auf den Konsum innerhalb der Wohnung beziehen. Der Wert des Konsums innerhalb der Wohnung erreicht 400 Mio. Euro, während er auf dem Markt außerhalb der Wohnung auf 3 Mrd. Euro beläuft. An erster Stelle in den Herzen und bei den Vorlieben der Griechen bleibt mit einem Anteil von 32% weiterhin der „griechische Kaffee“ (Mokka), auf dem zweiten Platz liegt mit 30% der lösliche / Instant-Kaffee, gefolgt von Espresso (28%) und Filterkaffe (10%).

Steuern heizen Schwarzhandel mit Kaffee in Griechenland an

Wie der Vorsitzende des Griechischen Kaffee-Verbands, Giannos Mpenopoulos, betonte: „Wenn man einen Markt verliert, gewinnt man ihn nicht wieder zurück. Die Wahrheit ist, dass viele Firmen exportieren und Verluste schreiben. Unsere Mitglieder halten nicht aus, die Steuer zu finanzieren, die ihnen nicht erstattet wird, und alle, die ihre Anlagen zu erweitern oder sich auf neuen Märkten zu platzieren erwägen, werden sich das zwei- und dreimal überlegen.

Giannos Mpenopoulos sprach sogar von einem zersplitterten Markt, auf dem Firmen kleiner und mittlerer Größe aktiv sind, während er die Beunruhigung ausdrückte, dass wir in naher Zukunft etliche Firmen sehen werden, den wirtschaftlichen Druck nicht auszuhalten und bei Schließungen anzugelangen.

Er rief in Erinnerung, dass die Sonderverbrauchssteuer einen Anstieg von Schmuggel, Schwarzhandel und illegalen Importen herbeiführte, die abgesehen von der wirtschaftlichen Dimension auch ein Thema sicheren Konsums erheben. Er fügte an, bei einer Begegnung, die der Verband mit dem „Chef“ der amtierenden Opposition, Kyriakos Mitsotakis, hatte, habe es die Zusage gegeben, dass der institutionelle Rahmen neu untersucht werden wird. Als alternativer Vorschlag wurde die erneute Untersuchung der MwSt. auf den Tisch gebracht.

(Quelle: topontiki.gr)

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