Warum Griechenland Plastikgeld aufzwingt

9. Januar 2019 / Aufrufe: 1.208

Griechenlands Bürger bezahlen die meisten Steuern für den teuersten und korruptesten Staat in Europa.

Es gibt kaum eine Idee aus dem Ausland um die persönlichen Freiheiten abzuschaffen, die Ermächtigungen des Staats auszuweiten und den Transfer privaten Reichtums an die politische Kaste und deren Höflinge zu steigern, welche die griechischen Politiker nicht in Griechenland einzuführen versuchen.

Die Idee zur Erzwingung der obligatorischen Nutzung sogenannten Plastikgelds ist ein weiteres Symptom des Syndroms sozialistischer Besessenheit unserer Politiker.

Die obligatorische Plastikgeld-Nutzung ist eine schlimme Idee

Der zur Rechtfertigung der neuen Maßnahme bemühte Mythos lautet, Griechenlands Bürger zahlen nicht genug Steuern an den Staat. Christine Lagarde vom Internationalen Währungsfonds (IWF) wiederholt beharrlich, der signifikanteste Grund für die Krise sei die Steuervermeidung. Die Wirklichkeit ist jedoch, dass, selbst wenn die Griechen in den Jahren vor der Krise mehr Steuern bezahlt hätten, diese zusätzlichen Einnahmen nicht genutzt worden wären um Defizite und Schulden abzubauen. Die politische Kaste hätte sie verwendet um noch mehr Einstellungen zu tätigen, noch mehr „Gefälligkeiten“ zu erweisen und den „Parteiheeren“ im Staat noch mehr Privilegien zu verschaffen. Sie hätte die zusätzlichen Einnahmen für die Ausweitung und Erhaltung des Staats verwendet, den sie schuf – also genau das, was sie auch jetzt machen möchte.

Die Griechen bezahlen heute die meisten Steuern für den teuersten, korruptesten und ineffizienteste Staat in Europa. Die Einsammlung von noch mehr Steuern durch den Staat ist das größte Hindernis bei den Reformen, die zu erfolgen haben und kontinuierlich aufgeschoben werden. Deshalb ist es besonders verwunderlich, dass Politiker, die sich selbst als „Liberale“ definieren, solche Positionen nicht nur stützen, sondern sie es sind, die sie vorschlagen.

Ayn Rand hatte gesagt, „der Unterschied zwischen einem Wohlfahrtstaat und einem totalitären Staat ist eine Frage der Zeit„. Der Fall Griechenlands belegt die Wahrheit dieser Position, zumal das, was wir während der letzten Jahre beobachten, nichts weniger als die Ausweitung der Staatsmacht unter der Rechtfertigung einer Krise ist, die selbiger Staat schuf.

Die obligatorische Nutzung von Plastikgeld ist eine sehr schlimme Idee, weil sie Freiheiten abschafft, die Individualität einschränkt und eine Verstaatlichung ausweitet, die schon lange die zulässigen Grenzen überschritten hat. Im Fall eines sei es auch nur teilweisen Erfolgs im Thema der Einnahmen des Staats wird dieser als ein weiteres Hindernis bei den Änderungen fungieren, die erfolgen müssen, damit die griechische Wirtschaft sich erholt.

(Quelle: dimokratianews.gr, Autor: Napoleon Linardatos, Bankier in New York)

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